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Presse

Technische Sammlungen Dresden
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Junghansstraße 1 – 3
01277 Dresden

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F +49 (0) 3 51 4 88 72 03
presse@museen-dresden.de

 

Die aktuellen Pressemitteilungen und das dazu gehörige Bildmaterial senden wir Ihnen auf Anfrage gerne per E-Mail so schnell als möglich zu.

Die zur Verfügung gestellten Daten und Informationen dürfen nur im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung über eine Ausstellung der Technischen Sammlungen Dresden verwendet werden. Jede andere Nutzung ist nicht gestattet und bedarf der ausdrücklichen Genehmigung.

Pressemitteilungen

  • 08.10.2020

    Fit für die Zukunft

    Neue Angebote zu den Themen Robotik und Programmieren in den Technischen Sammlungen Dresden

     

    Robotik und Programmieren sind keine Begriffe der Zukunft, sie werden bereits im MACHwerk – der Forschungswerkstatt für alle – der Technischen Sammlungen Dresden gelebt. Ob im Straßenverkehr, Haushalt oder im Weltall – Roboter sind ein wichtiger Bestandteil der heutigen Lebenswelt geworden. Sie unterstützen die Menschen im Alltag, in der Medizin, der Arbeitswelt und sind überall dort, wo wir nicht sein können. In Workshops erkunden die Schülerinnen und Schüler die spannende Welt der Roboter. Dabei lernen sie beim Konstruieren, Programmieren und Ausprobieren einen selbstbewussten Umgang mit technischen Fragestellungen und loten die Möglichkeiten und Grenzen von Technik aus.

    Ein Teil des neuen Freizeit- und Bildungsangebots ist der Open Roberta Coding Hub. Der Hub bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, an einem außerschulischen Lernort echte Roboter und Mikrocontroller auf der Fraunhofer-Programmierplattform »Open Roberta Lab« zum Leben zu erwecken. Das Ziel dieses Angebots ist, den Kindern und Jugendlichen mit Spaß und ohne technische Hürden das Programmieren näher zu bringen, und damit den Zugang zur digitalen Welt zu erleichtern.

    Zusätzlich zum etablierten Programm bietet das DLR_School_Lab TU Dresden in Kooperation mit der Handwerkskammer Dresden auch ganztägige Workshops mit dem Schwerpunkt neue Techniken und Technologien in Berufen des Handwerks an. Die Workshops richten sich an Schülerinnen und Schüler in der Berufsorientierungsphase (Klasse 8-12). Anschaulich und praktisch bearbeiten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen Aufgabenstellungen zu Robotik, Virtueller Realität, computergestütztem Konstruieren, den Fertigungstechniken 3D-Druck und CNC-Fräse oder setzen sich mit den technischen Herausforderungen der Energiewende auseinander.

     

    Die Angebote im Überblick

    Meet and Code: DIY-Spielekonsole mit Calliope, 13.10.2020, 15.00-18.00 Uhr

    Online-Event, von 8 bis 10 Jahre

     

    Vom Küchentisch ins Weltall – Programmieren mit Calliope mini und dem Open Roberta Lab, 15.10.2020, 15.30-17.30 Uhr

     

    Roberta Code Week, 27.10.- 29.10.2020, 10.00-13.00 Uhr

    für Einzelbesucher, von 11 bis 16 Jahre

     

    Paper Beasts, Programmieren mit Arduino, 26.10.-30.10.2020, 10.00-16.00 Uhr

    für Einzelbesucher, ab 12 Jahre

     

    DLR_School_Lab Handwerk, ganztägige Workshops (9.00-14.00 Uhr), kostenlos,

    8.-12. Klasse weiterführende Schulen, für Schulklassen nach Anmeldung

    Anmeldung unter 0351-4887272 oder an service@museen-dresden.de

     

    Das MACHwerk

    Das MACHwerk – die Forschungs- und Kreativwerkstatt für alle ist Mittelpunkt kreativer und schöpferischer Aktivitäten der Technischen Sammlungen Dresden. In sechs Laboren bietet es Freiräume für das eigenständige Experimentieren und Erforschen in den Themenbereichen Robotik, Informatik, Mathematik, Energie- und Materialtechnik. Im MACHwerk greifen verschiedene fachspezifische Workshops ineinander und fördern so ein interdisziplinäres Verständnis. Frei nach dem Prinzip "learning-by-doing" werden Schülerinnen und Schüler dazu ermutigt, sich aktiv und frei Fragen der Technik-, Natur- und Informationswissenschaft anzunähern. Dabei stehen ihnen unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung – analog wie digital. Neben der Programmierung von Robotern und dem Entwickeln von Computerspielideen können die Schülerinnen und Schüler auch eigene Konzepte einbringen und verwirklichen. Das MACHwerk regt das Gespräch und den Austausch über die Zukunft des Lebens auf unserem Planeten an.

     

    Die Roberta-Initiative

    »Roberta – Lernen mit Robotern« ist eine Bildungsinitiative des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS. Seit 2002 verfolgt das Fraunhofer IAIS mit Roberta das Ziel, mehr Kinder und Jugendliche für Inhalte und Möglichkeiten der Technik und Naturwissenschaften zu begeistern. Indem sich Mädchen und Jungen in gendergerechten Roberta-Kursen mit Robotern oder Mikroprozessoren auseinandersetzen, sie zusammenbauen und programmieren, erhalten sie spielerisch Zugang zu den MINT-Fächern: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

     

    Das DLR_School_Lab TU Dresden

    Unter dem Motto „Raus aus der Schule – rein ins Labor“ lädt das Schülerlabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR zu halb- oder ganztägigen Workshops für Schulklassen ein. Die Schülerinnen und Schüler experimentieren in Kleingruppen Forschungsaufträge zu Themen aus den Bereichen Energie, Mobilität und Material, die auf realen Forschungsprojekten des DLR und der TU Dresden beruhen. Die Teilnehmenden können in den Workshops wissenschaftliche Arbeitsweisen kennenlernen, neue Technologien ausprobieren und so die „Faszination Forschung“ hautnah erleben.

     

    Pressekontakt:

    Technische Sammlungen Dresden
    Ilja Almendinger, Tel. +49-351 4887254, ilja.almendinger@museen-dresden.de,

    www.tsd.de

    Fit für die Zukunft
  • 11.09.2020

    Eröffnung der Ausstellung SCHAUFENSTER DER FORSCHUNG

    Ab dem 12. September zeigen die Technischen Sammlungen Spitzenforschung aus Dresden

    Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Exzellenzcluster der TU Dresden ct.qmat Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien, dem Leibniz- Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung und dem Barkhausen Institut sowie DRESDEN-concept und der Landeshauptstadt Dresden


    Exzellenzcluster, Hightech, Spitzenforschung: Dresden zählt zu den wichtigsten Standorten wissenschaftlicher Forschung in Deutschland. Mit dem SCHAUFENSTER DER FORSCHUNG eröffnen die Technischen Sammlungen eine neuen Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe, die über aktuelle Forschungsprojekte an Dresdner Instituten, über Ziele, Methoden und Ergebnisse der Forschung und über Innovationen aus Dresden informiert und zum Gespräch einlädt. Gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wurden dafür interaktive Exponate entwickelt und gebaut.

    Wissenschaft und Forschung sind in der Öffentlichkeit so präsent wie seit Langem nicht. Immer mehr Menschen wollen wissen, an welchen wissenschaftlichen Themen gearbeitet wird und wie die Forschungsergebnisse ihr Leben verändern können. „Deshalb ist es gerade in der Wissenschaftsstadt Dresden wichtig, dass die Forschung in die Gesellschaft geht und über ihre Arbeit informiert. Mit dem SCHAUFENSTER DER FORSCHUNG bauen wir gemeinsam mit Dresdner Instituten ein neues Bildungsangebot und eine Dialogplattform auf und laden unsere Besucherinnen und Besucher ein, aktuelle Forschung zu erleben und zu diskutieren“, so der Direktor der Technischen Sammlungen Roland Schwarz.

    Das SCHAUFENSTER DER FORSCHUNG startet mit dem Dresden-Würzburger Exzellenzcluster ct.qmat – Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien sowie dem Barkhausen Institut. In enger Abstimmung mit den Instituten sind kubusförmige Portale entstanden, die zum Entdecken, Erforschen und Verstehen einladen. Präsentationsflächen und interaktive Exponate bieten einen umfangreichen Einblick in die Forschungsarbeit.


    Das Exzellenzcluster ct.qmatKomplexität und Topologie in Quantenmaterialien untersucht in Dresdner und Würzburger Hochleistungslaboren neue Quantenmaterialien, die unter extremen Bedingungen wie ultratiefen Temperaturen, hohem Druck oder starken Magnetfeldern überraschende Phänomene aufweisen. Diese Quantenmaterialien könnten zum Beispiel die Basis für megaschnelle Quantenchips sein, die kaum Energie verbrauchen und über gigantische Speicherkapazitäten verfügen – wenn es gelingt, ihre besonderen Eigenschaften auch unter Alltagsbedingungen nutzbar zu machen.

    Speziell für die Ausstellung im SCHAUFENSTER haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sieben interaktive Exponate vom haarigen Donut bis zum frustrierten Magneten entworfen, mit denen sich die geheimnisvolle Quantenwelt spielerisch entschlüsseln lässt.

    „Für das SCHAUFENSTER DER FORSCHUNG haben wir unsere hochkomplexe Wissenschaft in Mitmach-Formate übersetzt, die mindestens genauso viel Spaß machen wie unsere Forschung. Das war ein spannender Prozess, in dem wir viel gelernt haben. Wir freuen uns, mit der Ausstellung eine Tür zu unserer Welt zu öffnen und mit allen Interessierten ins Gespräch zu kommen. Begleitend haben wir ein Online-Angebot gestartet, das wir nach und nach weiter ausbauen“, so Prof. Matthias Vojta von der TU Dresden, Sprecher des Excellenzclusters ct.qmat.


    Im Barkhausen Institut arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Software, Prozessoren und Übertragungswegen, die das schnelle Internet der Dinge zuverlässiger und vertrauenswürdiger machen sollen. Dabei geht es um Sicherheit und nicht zuletzt um den Schutz der Privatsphäre, wenn Roboter, Fahrzeuge und Haushaltsgeräte künftig autonom über das Internet kommunizieren, Informationen aus der Umwelt aufnehmen, analysieren und eigenständig darauf reagieren. Die Präsentation im SCHAUFENSTER stellt zahlreiche Anwendungen des Internets der Dinge vor und fordert zum Airhockeyspiel gegen einen Roboter heraus.

    „Das SCHAUFENSTER DER FORSCHUNG ist ein hervorragendes Beispiel für die Zusammenarbeit von Kultur und Wissenschaft im Rahmen der Allianz DRESDEN-concept. Wir geben der Öffentlichkeit mit der Ausstellung und dem Begleitprogramm die Möglichkeit, Einblicke in unsere Forschung und deren künftige Auswirkung auf die Gesellschaft zu bekommen. Denn nur wenn die Bevölkerung Vertrauen in die neuen technologischen Möglichkeiten gewinnt, kann die Digitalisierung erfolgreich verlaufen“, äußert sich der wissenschaftliche Leiter des Barkhausen Instituts Prof. Dr. Gerhard Fettweis.

    Fragen stellen, ins Gespräch kommen, unmittelbar und auf Augenhöhe ab Oktober 2020 sind auch Dialogveranstaltungen im SCHAUFENSTER geplant. An jeweils einem Samstag im Monat können interessierte Bürgerinnen und Bürger eine halbe Stunde Gesprächszeit mit einer Wissenschaftlerin oder einem Wissenschaftler des Barkhausen Instituts im SCHAUFENSTER buchen.

    Die aktuellen Veranstaltungstermine werden auf den Social Media Kanälen der Technischen Sammlungen Dresden unter #TSDialog veröffentlicht.

    2021 folgen Dialogveranstaltungen in Kooperation mit dem Exzellenzcluster ct.qmat zu den Geheimnissen und Potentialen der Quantenmaterialien. Die Veranstaltungen in Kooperation mit dem Barkhausen Institut werden unterstützt durch das Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden.


    ct.qmat

    Das Exzellenzcluster ct.qmat – Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien ist der führende deutsche Forschungsverbund auf dem Gebiet der topologischen Quantenmaterialien. Das Ziel der Einrichtung ist die Entwicklung eines tiefgreifenden Verständnisses von Quantenphänomenen im Allgemeinen und die Identifizierung von Materialien, in denen solche Phänomene beobachtbar sind.

     

    Barkhausen Institut

    Das Barkhausen Institut ist ein 2017 gegründetes, unabhängiges Forschungsinstitut in Dresden. Die Forscherinnen und Forscher des Instituts arbeiten an Software, Betriebssystemen und Übertragungswegen, die das schnelle Internet of Things (Internet der Dinge) zuverlässiger und sicherer machen sollen.

     

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    Pressekontakt:

    Ilja Almendinger, Tel. +49-351-4887254, ilja.almendinger@museen-dresden.de,

    www.tsd.de

     

    Katja Lesser, Tel. +49-351-46333496, katja.lesser@tu-dresden.de, www.ctqmat.de

     

    Patricia Grünberg, Tel. +49-351-46340866, patricia.gruenberg@barkhauseninstitut.org, www.barkhauseninstitut.org

    Eröffnung der Ausstellung  SCHAUFENSTER DER FORSCHUNG
  • 04.09.2020

    23. Turmfest

    Das Familienfest der Technischen Sammlungen

    Wenn etwas schwierig und kompliziert ist oder nicht funktioniert, dann nimm es selbst in die Hand: „Mach‘s möglich!“. Unter diesem Motto laden die Technischen Sammlungen Dresden am Sonntag, den 13. September 2020, von 10.00 bis 18.00 Uhr, zum Familienfest im Museum, auf dem Ernemannturm und im Museumshof ein.


    Besondere Highlights in diesem Jahr sind die große Eröffnung des MACHwerk – der Forschungswerkstatt für alle - sowie das neue SCHAUFENSTER DER FORSCHUNG.
    Im MACHwerk, der Forschungswerkstatt für alle, löten große und kleine Macher:innen mechanische Vögel („Motörbörds“) zusammen und bringen sie zum Zwitschern, programmieren spielerisch kleine Roboter und stellen am Stand des Konglomerat e. V. aus mitgebrachten Stoffresten Bienenwachstücher als Alternative zur Frischhaltefolie her. Das neu eröffnete SCHAUFENSTER DER FORSCHUNG präsentiert aktuelle Forschungsprojekte an Dresdner Instituten. Zum Turmfest geben Forscher:innen des TU-Exzellenzclusters „ct.qmat“ und des Barkhausen Instituts an den interaktiven Exponaten der Ausstellung Einblicke in die Ziele, Methoden und Ergebnisse ihrer Forschungen zu Quantenmaterialien und zum Internet der Dinge.


    Mit dem Stück „Mach Werk“ eröffnet um 11.00 Uhr der Kulturladen Dresden e. V. das zirzensische Bühnenprogramm im Museumshof. Als Headliner sorgt die Band MUCKEMACHER (Berlin) für Musik, die die ganze Familie zum Tanzen und Grooven einlädt. Neu im Programm des Turmfests ist die “Bunte Bühne“, auf der sich Musiker:innen, Tänzer:innen und Sportler:innen vorstellen. Mit dabei sind die Stadtpfeiffer des Heinrich-Schütz-Konservatoriums, die Kinder- und Jugendtanzklassen Puck e. V. der Palucca Hochschule sowie der Taekwondo & Hapkido Dresden e. V.


    Der von den Technischen Sammlungen gemeinsam mit dem Kunsthaus Dresden im Museumshof errichtete Spülpalast lädt mit Schaum und Wasserspielen zum gemeinsamen Spülen als festliche Konsumkritik und soziale Praxis ein. Außerdem zeigen Blasewitzer Handwerker wieder ihre Kunst. Auch beim Töpfern, Schmieden, Drechseln, beim Verdrillen von Seilen und Schöpfen von Papier heißt es: Ausprobieren und Selbermachen.


    Hintergrund zum Motto: „Mach’s möglich!“ ist eine Aufforderung an alle, die mehr wissen, erforschen, erfahren und ausprobieren wollen. Für die Verwirklichung dieser Aufforderung steht das MACHwerk. Das „MACHwerk. Die Forschungswerkstatt für alle“ ist ein Ort, an dem man seine Ideen zu Technik und Wissenschaft zum Leben erwecken kann. In sechs Laboren gibt es Werkzeuge, Maschinen und Materialien für Elektronik, Werkstoffexperimente, Mathematik, Robotik, Informatik und das Feuerlabor für Wissenschaftsshows. Mitmachen können alle Menschen, unabhängig von ihrem technischen oder handwerklichen Vorwissen. Die einzigen Voraussetzungen sind Spaß am Machen und die Freude daran, eigene Projekte zu verwirklichen.


    Informationen:
    13. September 2020,
    10.00 bis 18.00 Uhr
    Technische Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3
    01277 Dresden
    www.tsd.de

    Benötigen Sie weitere Informationen? Dann schreiben oder rufen Sie mich gerne an.

    Pressekontakt:
    Ilja Almendinger, Tel. +49-351- 4887254, ilja.almendinger@museen-dresden.de,

    23. Turmfest
  • 13.08.2020

    Spülpalast

    Build first - talk after!

     

    Das Kunsthaus Dresden und die Technischen Sammlungen Dresden laden zur Eröffnung des SPÜLPALASTES ein am Freitag, den 14. August 2020, 18 Uhr auf dem Hof der Technischen Sammlungen.

    Ein Projekt zu Fragen von Nachhaltigkeit und Spülen als festliche Konsumkritik und soziale Praxis

    Als Gegenentwurf zu Wegwerfkultur und Müllbergen entwickelt das Gestalterkollektiv umschichten auf Einladung durch das Kunsthaus Dresden und die Technischen Sammlungen eine zehn Meter lange Geschirrspülarchitektur – den Spülpalast.

    Der für den Einsatz bei Stadtteilfesten konzipierte, drei Meter hohe Spülpalast wurde von dem Stuttgarter Kollektiv umschichten gemeinsam mit der Dresdner Künstlerin Stephanie Lüning sowie Cradle to Cradle e. V. als special guests entworfen und gebaut. Er wird vom 15. August bis zum 13. September auf dem Hof der Technischen Sammlungen vorgestellt und getestet.

    Aus Gerüststangen, Wassertanks, Solarpanelen und Wasserbecken ist eine raumgreifende, expressive und experimentelle Pavillonarchitektur entstanden, die Menschen zusammenbringen soll – um eigenhändig und miteinander Geschirr zu spülen – und um über den Einsatz von gemeinsam verbrachter Zeit, Wasser, Strom und Seife zu sprechen. Der Spülpalast darf von Museumsbesucherinnen und
    -besuchern erprobt werden – es wird gespült, getrocknet sowie – in Zeiten der Pandemie – auch zusätzlich desinfiziert. Die von Champagnerpyramiden und Wasserspielen inspirierte begehbare Palastarchitektur lädt zum Ausprobieren von Spülen als festliche Konsumkritik und soziale Praxis ein.

    Müssen wir abwarten, bis jemand eine bessere Zukunft und einen guten Umgang mit Ressourcen für uns erfindet – oder können wir selbst etwas tun? Können Handlungsformen der Vergangenheit und der Gegenwart neue Fusionen für die Zukunft eingehen?

    Der Spülpalast ist ringsum mit Solarpanelen bestückt. Von Kindern aus vier Dresdner Schulhorten aus recycelten Materialien entworfene und gebaute Sonnensegel schützen Besucherinnen und Besucher vor der Sonneneinstrahlung. Mit Sonnenenergie betriebene Tauchsieder erwärmen das Wasser. Das einmal eingesetzte Wasser wird durch eine Kaskade von schwarzen Wasserbecken geleitetet und nicht nur einmal, sondern wiederholt in allen Nutzungsstufen verwendet. Große Schaum-Skulpturen der Dresdner Künstlerin Stephanie Lüning aus Wasser, Naturseife und Luft entstehen auf dem Dach – und lösen Schmutz und Fette. Das Grauwasser wird zum Gießen der Bäume in der Umgebung verwendet. Anhand verschiedener Spülstationen im Palast wird über chemische Prozesse und den Umgang mit Wasser und Energie beim täglichen Geschirrspülen informiert. Auch Desinfektion ist aus aktuellem Anlass Thema im Palast: Verschiedene Desinfektionsmittel in Flakons und Tauchbecken können von Besucherinnen und Besuchern dafür benutzt werden.

    Spülpalast-Begleitprogramm
    vom 11. bis 23. August 2020 auf www.tsd.de
    Anmeldung für die Workshops für Kinder und Jugendliche unter service@museen-dresden.de

    Ein Projekt des Kunsthauses Dresden und der Technischen Sammlungen mit dem Stadtteilhaus Äußere Neustadt e. V. und weiteren Partnern. Das im Rahmen der Reihe „Alles Müll?“ entstandene Netzwerk von Kultureinrichtungen, Vereinen und Initiativen, Forschungsinstituten und Ämtern der Landeshauptstadt erprobt seit 2018 Ideen für mehr Nachhaltigkeit in der Dresdner Kultur.

    Entwickelt und nachhaltig fortgeführt im Rahmen von Nachbarschaften als Teil der Bewerbung Dresdens um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 und gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Ostsächsische Sparkasse Dresden.

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    Pressekontakt:

    Technische Sammlungen Dresden
    Ilja Almendinger, Tel. +49-351- 4887254, ilja.almendinger@museen-dresden.de,

    www.tsd.de

     

    Kunsthaus Dresden

    Karin Ziegler, Tel. +49-162-2056849, karin.ziegler@museen-dresden.de, www.kunsthausdresden.de 

     

    Spülpalast
  • 16.07.2020

    „Wir machen unsere Ferien selber!“ – Das Sommerprogramm in den Technischen Sammlungen Dresden

    Ausprobieren, Experimentieren, Knobeln und Bauen mit dem MACHwerk, DLR_School_Lab und Kunsthaus Dresden

    Der Mitmach-Sommer auf dem Museumhof

    Für alle, die in diesem Sommer nicht verreisen, noch oder schon wieder zu Hause sind, bieten die Technischen Sammlungen vom 21. Juli bis zum 28. August ein umfangreiches Ferienprogramm im Museumshof. „Wir freuen uns in diesem turbulenten Jahr ein besonders buntes Programm für Kinder und Jugendliche anbieten zu können und den Museumshof mit Leben zu füllen“, sagt Roland Schwarz, Direktor der Technischen Sammlungen Dresden.
    Jeweils von 10.00 bis 13.00 Uhr gibt es Technik und Wissenschaft zum Mitmachen, Workshops des DLR_School_Lab, den Spülpalast – eine begehbare Spülmaschine und das ERLEBNISLAND MATHEMATIK zum Entdecken und zum Staunen. „Zusätzlich zu unserem traditionellen Ferienprogramm haben wir viele weitere Angebote, die zum Ausprobieren und Erforschen einladen“, ergänzt Silke Gabriel, Leiterin Bildung und Vermittlung.
    Das Programm ist offen für Kinder und Jugendliche, Familien und Gruppen.

    Die Workshops zum Mitmach-Sommer

    jeweils Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 13.00 Uhr
    21.07./28.07./04.08./11.08./18.08.

    Dienstag ist Weltraumtag

    3, 2, 1 - Start - Bau dir eine Rakete
    ab 10 Jahren
    22.07./29.07./05.08./12.08./19.08.

    Mittwoch ist Schaumtag

    Angerührt - Knetseife und Co.
    ab 10 Jahren
    23.07./30.07./06.08./13.08./20.08.

    Donnerstag ist Sonnentag

    Sommer-Sonne-Solarzelle ab 12 Jahren
    24.07./31.07./07.08./14.08./21.08.

    Freitag ist Flugtag

    Bumerang und Papierpropeller
    ab 8 Jahren

    der Spülpalast

    Der Spülpalast – eine begehrbare Spülmaschine – wurde vom Stuttgarter Architekturbüro „Umschichten“ im Auftrag der Technischen Sammlungen Dresden und des Kunsthauses Dresden im Rahmen des Projektes „Alles Müll?“ entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Stadtteilhaus Äußere Neustadt und der Stadtentwässerung Dresden sowie mit der tatkräftigen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Engagierten soll der Spülpalast erstmals für die Sommerferien gebaut und ausgestaltet werden.
    11.08. bis 14.08.

    Mitmach-Baustelle

    Das Architekturbüro „Umschichten“ baut den Spülpalast im „Precycling“ aus geliehenen Materialien und braucht Hilfe!
    11.08./12.08./13.08., 10.00 bis 13.00 Uhr
    Workshop 1: Fassaden aus Joghurtbechern und anderen Dingen
    ab 8 Jahren
    Workshop 2: Wasserkaskaden und Schaumspender
    ab 13 Jahren
    18.08. bis 28.08, 10.00 bis 13.00 Uhr

    Experimentieren im Spülpalast

    18.08. bis 21.08.
    Workshop 1: Bio-Plastik
    Workshop 2: Abwasser filtrieren wie auf der ISS

    Workshops im MACHwerk, der Forschungswerkstatt für Alle

    Wir bitten um Anmeldung für alle Workshops
    21.07./23.07./11.08./13.08./18.08./20.08., jeweils 14.00 Uhr

    Feuer, Wasser, Luft

    Versuche rund um die Elemente Feuer, Wasser und Luft.
    Experimentalvortrag für Kinder ab 6 Jahren
    Für Gruppen gibt es weitere Termine auf Anfrage.
    22.07./24.07./29.07./31.07./05.08./
    07.08./12.08./14.08./19.08./21.08., 14.00 Uhr

    Körper voll Energie

    Licht, Wärme und Bewegung – Energie hat viele Formen. Aber was ist Energie überhaupt? Woher kommt sie und wie kann man sie herstellen? Experimente zur Vielfalt der Energie
    Für Gruppen gibt es weitere Termine auf Anfrage.
    04.08. bis 07.08., 10.00 bis 14.00 Uhr

    Roberta Coding Summer

    Riechen, sehen, hören, schmecken und fühlen – über die Sinne denken Menschen meist nicht nach. Aber wie kann man einem Roboter das Fühlen beibringen? Kann er sich über das Echo orientieren, obwohl er keine Fledermaus ist?
    Bauen und Programmieren einer „Roberta“ mit dem LEGO® Mindstorms-System
    Ein Angebot des Open Roberta Coding Hubs Dresden
    ab 11 Jahren
    24.08.bis 28.08., 10.00 bis 16.00 Uhr

    Ornamentwerkstatt

    In der Ornamentwerkstatt werden Kunst, Kultur und Mathematik spielerisch und kreativ miteinander verknüpft: Bereits seit mehreren tausend Jahren werden in den verschiedensten Kulturen ganze Räume, aber auch Möbel und sogar Haut gestaltet und mit Ornamenten verziert. Aber was steckt hinter ihren geometrischen Mustern und bedeuten sie überall auf der Welt das Gleiche? Im Workshop erfahren die Jugendlichen mehr über die Bedeutung von Ornamenten und kreieren aus den unterschiedlichsten Materialien und mit Hilfe moderner Technik (Lasercutter, Tablet) eigene Ornamente.
    ab 11 Jahren

    Ort

    Technische Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
    Internet:www.tsd.de

    Anmeldung

    Anmeldung unter Telefon 0351/488-7272 oder Email service@museen-dresden.de

    Weitere Informationen zum Sommerferienangebot

    Silke Gabriel, Leiterin Bildung und Vermittlung,
    Museen der Stadt Dresden, Junghansstr. 1-3, 01277 Dresden Telefon: 0351/488-7255, Fax: -7203
    E-Mail: silke.gabriel@museen-dresden.de
    weitere Informationen zu den Technischen Sammlungen Dresden Ilja Almendinger, Öffentlichkeitsarbeit
    Museen der Stadt Dresden, Junghansstr. 1-3, 01277 Dresden
    Telefon: 0351/488-7254, Fax: -7203
    E-Mail: ilja.almendinger@museen-dresden.de

    „Wir machen unsere Ferien selber!“ – Das Sommerprogramm in den Technischen Sammlungen Dresden
  • 03.06.2020

    Critical Care. Architektur für einen Planeten in der Krise

    Eine Ausstellung des Architekturzentrums Wien

    Der Anlass

    Planet in der Krise. Die Erde in der Notaufnahme. Menschengemachte ökologische und soziale Katastrophen drohen, den Planeten unbewohnbar zu machen. Die Lage ist kritisch und Architektur und Urbanismus sind in die Krise verstrickt. Doch es geht auch anders, wie die Ausstellung des Architekturzentrum Wien „Critical Care“ anhand von 21 aktuellen internationalen Beispielen zeigt, darunter erdbebensichere und nachhaltige Dorfentwicklung in China, Überschwemmungsschutz durch traditionelle CO2-arme Bautechniken in Pakistan und Bangladesch, die vielfältige Umnutzung modernistischer Bauten in Brasilien und Europa, ein ökologischer Community Land Trust in Puerto Rico, die Revitalisierung historischer Bewässerungssysteme in Spanien, neue Konzepte für öffentliche Räume und durchmischte Stadtquartiere in Wien, London und Nairobi.
    Die Ausstellung „Critical Care“ beweist, dass Architektur und Urbanismus dafür sorgen können, den Planeten „wiederzubeleben“ – verweist der Begriff „Critical Care“ doch auf beides, die Intensivstation und das Sorgetragen. Die Reparatur der Zukunft hat begonnen.

    Der Begriff

    In der Medizin bezeichnet Critical Care (Intensivpflege) ein Spezialgebiet, das sich der Diagnose und Behandlung lebensbedrohlicher Zustände widmet. Dazu gehören umfassende Lebenserhaltungsmaßnahmen für Schwerkranke. Das Architekturzentrum Wien hat den Begriff entlehnt, um über den lebensbedrohlichen Zustand zu sprechen, in dem sich die Erde befindet.

    die Ausstellung

    Die Ausstellung „Critical Care“ versammelt 21 architektonische und urbanistische Projekte aus Asien, Afrika, Europa, dem Nahen Osten, der Karibik, den USA und Lateinamerika und gruppiert sie entlang von fünf Feldern des Sorgetragens: Sorgetragen für Wasser sowie Grund und Boden, Sorgetragen für den öffentlichen Raum, Sorgetragen für Fertigkeiten und Kenntnisse, Sorgetragen für Reparatur und Sorgetragen für lokale Produktion. Jedes der 21 Fallbeispiele arbeitet an konkreten Problemen, sei es im städtischen oder ländlichen Raum, und bestimmt gleichzeitig auf einer prototypischen Ebene die Verhältnisse zwischen Arbeit, Ökonomie und Ökologie neu.

    Die fünf Felder des Sorgetragens

    Sorgetragen für Wasser, Grund und Boden

    Der Zugang zu Wasser, die Verfügbarkeit von Trinkwasser, steigende Wasserspiegel, Überschwemmungen, der Umgang mit Abwasser und Wasserverschmutzung gehören zu den dringendsten Problemen des Planeten in der Krise. Gleichzeitig ist der Boden ebenso in Bedrängnis: im großen Stil aufgekauft, gentrifiziert und sehr oft versiegelt.

    Sorgetragen für Reparatur

    Die Arbeit mit dem vorhandenen Baubestand stellt eine der größten Herausforderungen in Architektur und Urbanismus dar. Die Projekte demonstrieren, dass neue Verwendungszwecke oder Funktionen für Gebäude, Mensch und Natur gleichermaßen wiederherstellend und reparativ sind; dabei gehen sie respektvoll mit den Bestandsbauten um und berücksichtigen deren strukturell-physikalische Eigenheiten.

     

    Sorgetragen für Fertigkeiten und Kenntnisse

    Die globalisierte Hilfsindustrie ist wesentlicher Teil der ebenso globalisierten Bauindustrie, in die Architektur und Urbanismus zutiefst verstrickt sind. Die Hilfsindustrie ist auch eine Form der Krisenindustrie. Die Zunahme von extremen Wetterereignissen und Klimakatastrophen sowie die steigende Zahl von Klima- und Kriegsflüchtlingen bedeuten Wachstum für die Hilfs- und Krisenindustrie. Die Beispiele befassen sich mit der Finanzierung und nehmen der globalen Bauinidustrie die Bautätigkeit aus den Händen, indem sie auf traditionelle Bautechniken setzen. Lokale Wissenstraditionen, überliefert durch Handwerk und die Restaurierung von Kulturerbe, werden für ein Bauen aktiviert, das ökologisch an die spezifischen Wetterbedingungen und Klimabedürfnisse angepasst ist.

    Sorgetragen für den öffentlichen Raum

    Der öffentliche Raum ist bedroht. Die Privatisierung, die zu eintönigen Firmenlandschaften führt, nimmt überhand, der Sicherheitsdiskurs bestimmt das Handeln, der Massentourismus erfordert Wachstum und Konsum, während Zugangskontrollen und die Lenkung der Massen den öffentlichen Raum in globalen Städten bestimmen. Gleichzeitig droht die Sparpolitik, den marginalen öffentlichen Raum zu vernachlässigen und ihn nicht länger mit öffentlichen Geldern instand zu halten. Die Projekt dieses Themenfelds behandeln den öffentlichen Raum als gemeinsames Gut, gemeinsame Ressource und gemeinsame Verantwortung.

    Sorgetragen für Produktion

    Die Zusammenführung von lokaler Wirtschaft und lokaler Umwelt stellt einen der wichtigsten Aspekte für die Bewahrung urbaner und ländlicher Lebensräume und die Möglichkeit, zukünftigen Lebens und Überlebens dar. Unterschiedliche Ökonomien, die auf lokalen Kreisläufen, auf dem Abbau der traditionellen Trennung zwischen produktiver und reproduktiver Arbeit und auf der Umkehrung der Handelsbeziehungen zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden beruhen, kennzeichnen die Projekte dieses Feldes. Das Wissen über Architektur und Stadtplanung reicht hier weit über die gebaute oder natürliche Umwelt hinaus. Es schließt die Planung neuer Kooperationsmodelle ein, die zu etwas führen, das wir produktive Ökologie nennen wollen.

    Die dazugerige Publikation

    Anlässlich der Ausstellung erschien bei MIT Press „Critical Care. Architecture and Urbanism for a Broken Planet“, herausgegeben von Angelika Fitz, Elke Krasny und dem Architekturzentrum Wien. Das Buch enthält alle 21 Case Studies sowie 12 Essays von internationalen Autor*innen zu den Themen Arbeit, Ökonomie und Ökologie in der Architektur. ISBN 978-0-262-53683-7 300 Seiten

    Gruppenführungen

    Individuelle Gruppenführungen nach telefonischer Anmeldung unter Telefon 0351/488-7272

    Ort

    Technische Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
    Internet: www.tsd.de

    Öffnungszeiten

    9. Juni bis 13. September 2020
    Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
    Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

    Eintritt

    5 Euro, ermäßigt 4 Euro
    Gruppen ab 10 Personen 4,50 Euro
    Freitag ab 12 Uhr Eintritt frei
    Für die Dauer der Corona-bedingten Einschränkungen kostet der Eintritt in die Technischen Sammlungen nur die Hälfte.

    Information

    Ilja Almendinger, Öffentlichkeitsarbeit, Museen der Stadt Dresden, Junghansstr. 1-3, 01277 Dresden
    Telefon: 0351/488-7254, Fax: -7203
    E-Mail: ilja.almendinger@museen-dresden.de

    Bildmaterial

    Ilja Almendinger, Öffentlichkeitsarbeit, Museen der Stadt Dresden, Junghansstr. 1-3, 01277 Dresden
    Telefon: 0351/488-7254, Fax: -7203
    E-Mail: ilja.almendinger@museen-dresden.de

    Critical Care.  Architektur für einen Planeten in der Krise Critical Care.  Architektur für einen Planeten in der Krise
  • 19.02.2020

    Portraits Hellerau Photography Award 2020

    Finalistenausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden

    PORTRAITS – HELLERAU Photography Award

    Ausstellung in Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, der Kunstagentur Dresden und dem Portraits Hellerau e. V.

    Unterstützt wird die Ausstellung von Tiefenbacher Rechtsanwälte, OBERÜBER KARGER Kommunikationsagentur GmbH, den Fotopapierherstellern Tecco und Hahnemühle sowie PIGMENTPOL.

    Die Finalistenausstellung

    Die große Finalistenausstellung des Wettbewerbs findet dieses Jahr in den Technischen Sammlungen Dresden statt und zeigt circa zwei Dutzend zeitgenössische fotografische Positionen zum Thema „Dignity“ (Würde) aus 13 Ländern, u. a. von Jeffrey Stockbridge (USA), Lionel Briot (FR), Carla Kogelman (NL), Ingar Krauss (D).

    Der PORTRAITS – Hellerau Photography Award

    Der PORTRAITS – HELLERAU Photography Award feiert 2020 seinen fünften Geburtstag. Der internationale Fotowettbewerb, zu dem sich 2019 Teilnehmer aus mehr als 20 Ländern bewarben, steht dieses Jahr unter dem Motto “Dignity”, und wartet mit Preisgeldern von 10.000 EUR auf.

    Die Fotografinnen und Fotografen

    Raul Ariano, LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Trans) in China, Italien - Die chinesische LGBT-Gemeinschaft ist seit 1979, als die Kommunistische Partei sie wegen „Rowdytums“ unter Strafe stellte, weitgehend diskriminiert. 1997 hob die chinesische Regierung den Strafbestand „Rowdytum“ - einschließlich homosexueller Aktivitäten - als Verbrechen auf. Im Jahr 2001 wurde die Homosexualität endgültig von der Liste der psychiatrischen Erkrankungen gestrichen, die LGBT-Community sieht sich jedoch weiterhin stigmatisiert.

    Tom Atwood, „Hoheiten in ihren Schlössern“, USA
    „Hoheiten in ihren Schlössern“ ist eines der ehrgeizigsten Fotoprojekte, die das Lebensgefühl der LGBTQ-Gemeinschaft in den USA sichtbar zu machen versuchen. Über 15 Jahre lang fotografierte Tom Atwood mehr als 350 Personen in dreißig Bundesstaaten der USA. Er bietet Einblicke in das Leben und in die Häuser von einigen der faszinierendsten und exzentrischsten Persönlichkeiten Amerikas.

    Aram Alexander Balakjian, Träume eines Lebens, Großbritannien - Die „Migrationskrise“ der Gegenwart mag offiziell für beendet erklärt worden sein, aber das griechische Einwanderungssystem ist nahe am Zusammenbruch. In den völlig überfüllten Lagern regiert das Chaos. In Patras, einer Hafenstadt im Westen des Landes, setzen Männer und Jugendliche all ihre Kräfte ein, um dem bürokratischen Sumpf zu entkommen.

    Lionel Briot, MOmente der JAhre, Frankreich - Eine Serie intimer Porträts von alten Menschen: „Jedes Porträt wird in vergleichbarer Weise als Diptychon realisiert, um die komplexe Wirklichkeit des Porträtierten zu erfassen, aber auch Intimität zu zeigen. Die Fotos wurden auf Polaroidfilm aufgenommen. Dies ermöglichte es mir, meine Bilder meinen Modellen sofort zu zeigen und so eine besondere Beziehung zu schaffen.“

    Danilo Garcia Di Meo, Quatrani - Die Jugendlichen von L’Aquila, Italien
    „Quatrani“ ist die Bezeichnung für „Halbstarke“ in der italienischen Stadt L'Aquila. Seit dem Erdbeben in L'Aquila, durch das viele Menschen obdachlos wurden, verletzt oder gestorben sind, sind zehn Jahre vergangen. „Wenn ein Erdbeben dir deine Heimat nimmt, musst du sie wiederfinden. Finde sie dort, wo nichts mehr zu sehen ist, aber wo es dich nach nichts so stark verlangt wie der Gesellschaft deiner Familie und Freunde.“

    Rory Doyle, Cowboys im Mississippi-Delta, USA - Historiker wissen, dass nach dem amerikanischen Bürgerkrieg jeder vierte Cowboy Afroamerikaner war. Bis heute ist dieser Teil der Bevölkerung im Bewusstsein der Nation unterrepräsentiert, auch wenn dies innerhalb der schwarzen Gemeinschaften anders aussieht. „Delta Hill Riders“, eine Langzeit-Dokumentation im Mississippi-Delta, macht eine schwarze Subkultur sichtbar - eine Subkultur, die anders ist, als die historischen und aktuellen Klischees.

    Natalia Ershova, Reise zum anderen Ende des Zimmers, Russland - „Die Protagonisten meines Projekts sind Menschen, die ihre Wohnung kaum jemals verlassen. Sie leben im Internet. Einige von ihnen haben viele Freunde, aber sie kommunizieren nur online oder zu Hause mit ihnen. Einige von ihnen sind so etwas wie moderne Einsiedler. Sie repräsentieren eine Extrem-Variante von Internetsucht und sozialer Einsamkeit.“

    Tim Franco, Verbotene Tinte, Südkorea - Einem kuriosen Gesetz zufolge sind Tattoos in Südkorea illegal. Obwohl es nicht verhindert, dass es eine wachsende Anzahl von geheimen Tattoo-Salons etwa in Privatwohnungen gibt, stellt das Gesetz eine Herausforderung besonders für die junge Generation Südkoreas dar. Von Popstars, westlichen Sportlern und dem Fernsehprogrammen beeinflusst, sieht sie Tätowierungen als attraktiv und modisch an. Das Verbot bleibt jedoch in Kraft.

    Milan Gies, Identitätsstatus, Niederlande - Im Laufe der Zeit haben sich viele Intellektuelle mit dem Begriff der Identität befasst. Ist Identität starr oder eher flexibel? Gibt es so etwas wie DEN Mann oder DIE Frau oder dienen diese Bezeichnungen nur der Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung? Was ist, wenn man im falschen Körper geboren wurde und keine andere Wahl hat, als sich mit der ursprünglichen Geschlechtsidentität auseinanderzusetzen?

    Andy Happel, Während das Mondlicht auf mich fällt, Deutschland - China, das bevölkerungsreichste Land der Welt, verändert sich rasend schnell. Anstatt nach den Wünschen ihrer Eltern zu leben, fordern junge Chinesen Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung ein. Eines haben die meisten von ihnen gemeinsam: Sie müssen sich mit dem Druck und den konservativen Haltungen ihrer Familien und der Gesellschaft auseinandersetzen.

    Mohammad Rakibul Hasan, Der Raub der Ehre, Bangladesch - 2017 begann das Militär in Myanmar, Rohingyas zu töten, ihre Häuser niederzubrennen, ihre Habseligkeiten zu plündern und Frauen zu vergewaltigen, die ihre Kinder später in Flüchtlingslagern in Bangladesch zur Welt brachten. Die ethnische Säuberung hatte schon 1978 begonnen. Die unglückliche muslimische Minderheit der Rohingyas wurde staatenlos, sie durfte nicht reisen, hatte keinen Zugang zu höherer Bildung und zum Gesundheitssystem.

    Paulina Hildesheim, Republik im Ruhestand, Deutschland - Wie sähe unsere Umgebung aus, wenn sie von und für Seniorinnen und Senioren gemacht wäre? Wäre Helene Fischer Bundeskanzlerin? Oder doch Konrad Adenauer? Was passiert, wenn es immer mehr Rentnerinnen und Rentner gibt, gleichzeitig aber immer weniger Erwerbstätige? Dass die Nachwendegeneration, zumeist in Frieden und Wohlstand aufgewachsen, jemals eine staatliche Rente bekommen wird, scheint utopisch. Ein Land, für Alte konstruiert, von Alten regiert, ist das die Zukunft?

    JT, Wildgräser – Chinas Waisenkinder, China - „Während einer China-Reise 2014 bin ich vielen »zurückgelassenen Kindern« begegnet. Ihre Vitalität, Wildgräsern gleich, hat mich sehr berührt. Eines Tages las ich in der Zeitung, dass sieben Kinder in einem Waisenhaus in Henan bei einem Brand gestorben waren. Diese Tragödie war der Ausgangspunkt für mein Projekt. Von 2014 bis 2017 besuchte ich mehr als 20 Waisenhäuser in ganz China. Sie arbeiten in einer rechtlichen Grauzone unter schwierigsten Umständen. Dadurch wird es für die Kinder noch schwieriger, sich in die Gesellschaft zu integrieren.“

    Carla Kogelman, Ich bin Waldviertel, Niederlande - „2012 wurde ich von einem Kindertheaterfestival in Österreich beauftragt, das ländliche Waldviertel zu fotografieren. Ich landete in Merkenbrechts, einem kleinen Dorf, in dem ich mich mit Sonja, Hannah und Alena anfreundete. Von 2012 bis 2019 habe ich jedes Jahr einige Wochen mit ihnen verbracht. Was in diesen Fotografien sichtbar wird, ist eine Ära der Neugier, Fröhlichkeit und Wärme. Sie machen uns melancholisch und beruhigen. Die Kinder planschen im See herum, tummeln sich im Garten, waten durch den Schlamm … Es ist ein Leben im Einklang mit der Natur.“

    Ingar Krauss, Wanderarbeiter, Deutschland - In Deutschland hat es Tradition, Erntehelfer aus anderen Ländern als Saisonarbeiter zu beschäftigen. Noch heute benötigt der Obst- und Gemüseanbau viele billige Arbeitskräfte. Jährlich kommen rund 300.000 Erntehelfer vorwiegend aus Osteuropa nach Deutschland. Die Arbeiter auf den großen Spargelfarmen bei Berlin sind ausschließlich Männer, denn die Spargelernte ist körperlich anstrengende Handarbeit. Die meisten von ihnen kommen aus armen ländlichen Gebieten in Polen oder Rumänien.

    Rosa Mariniello, VITILIGO, Italien - Vitiligo oder „Weißfleckenkrankheit“ ist eine chronische Erkrankung, bei der weiße, pigmentfreie Partien der Haut entstehen. 1 bis 2% der Weltbevölkerung sind betroffen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder ethnischer Herkunft. Patienten sind Veränderungen sowohl physischer als auch psychologischer Natur ausgesetzt, da die Krankheit sämtliche Bereiche ihres Lebens nachteilig beeinflussen kann. Es gibt derzeit keine Heilung von Vitiligo.

    Yvonne Most, Die Erinnerungen der Anderen, Deutschland - „Als Enkelin einer Familie mit sudetendeutscher Herkunft bin ich meinen familiären Wurzeln fotografisch nachgegangen, sowohl in der alten als auch in der neuen Heimat. Dabei bin ich auf kollektive Erfahrungen von Flucht und Vertreibung gestoßen. Meine Fotoserie eröffnet aber auch einen neuen Blick auf eine Region, eine Landschaft mit verwachsenen Narben, die nicht stehengeblieben ist, sondern sich stetig weiterentwickelt.“

    Jana Sophia Nolle, Hüttenprojekt, Deutschland - In der amerikanischen Gesellschaft wächst die Kluft zwischen Arm und Reich. Sinnbild für diese immer stärker werdende soziale Kluft ist San Francisco, eine Stadt voller Kontraste - so viel Reichtum vor dem Hintergrund sehr sichtbarer Armut und Obdachlosigkeit. Die Fotografien dokumentieren eine Reihe von inszenierten Porträts von Obdachlosen in ihren improvisierten Hütten. Neben den Porträts wurden Obdachlose gebeten, ihre Baupläne oder Materiallisten aufzuzeichnen.

    Ingmar Björn Nolting, Somaliland, Deutschland - Die Grenzen von Somaliland gehen auf das Gebiet eines britischen Protektorats zurück. Unter der Diktatur von Siad Barre, der durch einen Putsch an die Macht kam, wurden die Bewohner des Nordens zunehmend benachteiligt. Die daraus resultierenden Kämpfe der Guerillagruppe »Somaliland National Movement« gegen die Truppen von Barre führten am 18. Mai 1991 zum Sturz des Regimes und zur Gründung der Republik Somaliland, deren Unabhängigkeit nach internationalem Recht nicht anerkannt ist.

    Mykhaylo Palinchak, Gesichter des Maidan, Ukraine - „Während des Euromaidans 2014 oder der »Revolution der Würde«, wie sie in der Ukraine heißt, wurden im Zentrum von Kiew 98 Demonstranten bei Zusammenstößen mit der Bereitschaftspolizei getötet. Fünf Jahre danach ging ich die Straße entlang, auf der die meisten Demonstranten getötet worden waren, und bemerkte ihre Fotos, die von Verwandten und Freunden zurückgelassen wurden. Im Laufe der Zeit waren die Fotos verblasst, die Farben verliefen, einige befiel der Schimmel, während sich andere allmählich auflösten, wie unsere Erinnerungen an diese Ereignisse, die mit der Zeit verblassen.“

    Simon Schwyzer, Scopophobie, Schweiz - „Scopophobie steht als Krankheitsbegriff für pathologische Angst, für die Furcht, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken; gesehen, angeschaut oder angestarrt zu werden. Ausgehend von den objektivierenden Bedingungen der Fotografie frage ich mich, wie das Porträt einer von dieser Angst betroffenen Person aussehen würde. Durch die mehrschichtige Überlagerung von Bildern und Bildunterschriften entstand ein kollektiv erstelltes Bild in 64 Audiogrammen. Das Bild ist eine Visualisierung, die der Stimme des jeweiligen Sprechers eines bestimmten Wortes zugeordnet wird.“

    Andrea Signori, Chang'aa. Bring mich um, Italien - Aus Mais und Hirse hergestellt, manchmal mit Batteriesäure und Benzin gestreckt, ist Chang'aa das Gebräu, das ganz Kenia zerstört. Sein Spitzname ist „Bring mich um". Chang’aa macht sofort süchtig und wird in den ärmsten Gegenden des Landes immer beliebter. Sein Konsum führt zum Verlust von Körperfunktionen, Blindheit und zu psychischen Problemen. Frauen verkaufen ihren Körper, um dafür zu bezahlen, während Männer es für Tagelöhnerarbeit erhalten oder gegen Erntefrüchte eintauschen. Die Regierung hat im ganzen Land zahlreiche Rehabilitationszentren eingerichtet. Aber werden diese ausreichen?

    Jeffrey Stockbridge, Kensington Blues, USA - »Kensington Blues« porträtiert Menschen, die entlang der Kensington Avenue in Nord-Philadelphia leben. Wie in vielen anderen Städten in den USA führte die industrielle Umstrukturierung in der Mitte des 20. Jahrhunderts in bestimmten Gebieten zu einem wirtschaftlichen Niedergang mit hoher Arbeitslosigkeit und erheblichem Bevölkerungsverlust. Heute ist die Kensington Avenue berüchtigt für Drogen und Prostitution. Frauen stehen wartend an jeder Straßenecke. Drogen wie Heroin, Meth, Crack, Xanax und K2 werden hier offen gehandelt.

    Mirja Maria Thiel, Abschiedssonate, Deutschland - »Farewell Sonata« erzählt über die letzten Jahre von Helmut und Gisela, die fast ihr ganzes Leben miteinander verbracht haben. Nur zwei Straßen voneinander entfernt sind sie aufgewachsen. Mit Anfang siebzig wurde bei Helmut Alzheimer diagnostiziert. Bis zuletzt pflegt Gisela ihren Mann zu Hause. Im April 2018 stirbt Helmut nach mehr als 14 Jahren mit der Alzheimer-Krankheit und 63 gemeinsamen Ehejahren.

    Ada Trillo, Wenn Mauern sprechen könnten, USA - „Als Teenager bin ich von meinem Geburtsort Juarez, Mexiko, nach El Paso, Texas, gependelt, wo ich die Schule besuchte. Als amerikanischer Staatsbürger war diese Reise für mich recht einfach, aber ich wurde mir der Schwierigkeiten anderer bewusst, die versuchten, dieselbe Grenze zu überschreiten. 2017 kehrte ich in meine Heimatstadt Juarez zurück, um ein Fotoprojekt über Flüchtlinge zu beginnen. Unter der Trump-Regierung sitzen viele Migranten in Orten an der Grenze zwischen den USA und Mexiko fest.“

    Sebastian Wells, Hongkong (2019), Deutschland - Porträts von Demonstranten in Hongkong bei den Demonstrationen gegen ein umstrittenes Gesetz für Auslieferungen an China.

    Agata Wieczorek, Fetisch des Bildes, Polen - Das Projekt beschäftigt sich mit der Fetisch-Subkultur des „Masking“, in Hongkong, China und ganz Europa. Maskieren wird hauptsächlich von Männern praktiziert, die Silikonkostüme verwenden, die den menschlichen Körper nachbilden. Dahinter steckt die Grundidee, dass die menschliche Identität nicht nur aus einem, sondern aus mehreren Geschlechtern besteht, während ‚Identität‘ überhaupt als eine Frage der individuellen Wahl anstelle der vorbestimmten oder auferlegten Rolle verstanden wird.

    Die Jury

    Carena Schlewitt ( Leipzig), Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste

    Matthias Flügge (Demmin), Kunsthistoriker, Kurator

    Carla van de Puttelaar (Zaandam, Niederlande), Fotografin, Kunsthistorikerin, Dozentin

    Matthias Creutziger (Härtensdorf), Fotograf

    Andreas Krase (Dresden), Kustos Fotografie der Technischen Sammlungen Dresden

    Jens Heinrich Zander, Architekt, Kurator, Leiter Ausstellungsraum »KUNZTRAUM«

    Ulrike Lerchl (Dresden), Diplom-Designerin

    Die Satelliten

    Ab dem 21. Februar 2020 öffnen in Dresden zahlreiche Satelliten-Einzelausstellungen:

    15 Uhr: Diakonissenkrankenhaus Dresden: Joanna Vortmann

    17 Uhr: Galerie Oberüber Karger: Raul Ariano

    18.30 Uhr: Museanum: Tom Atwood

    19.30 Uhr: Galerie Raskolnikow: Yvonne Most

    Weitere Satelliten öffnen zu späteren Zeitpunkten u. a. im Ausstellungsraum bautzner69 (Jasper Kettner), Atelier Starke Fotografen (Tim Franco), Blaue Fabrik (Johanna Ruebel, Charlotte Ernst)

    Der Katalog

    Am 20. Februar 2020 erscheint der neue Katalog als Lose-Blatt-Mappe (Kunstagentur Dresden). Vorbestellung unter: www.portraits-hellerau.com/katalog/ Der Katalog steht zum Pressetermin kostenfrei zur Verfügung.

    Gruppenführungen

    Individuelle Gruppenführungen nach telefonischer Anmeldung unter Telefon 0351 488 7272.

    Öffnungszeiten

    21. Februar 2020 bis 13. April 2020
    Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
    Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

    Eintritt

    5 Euro, ermäßigt 4 Euro
    Gruppen ab 10 Personen 4,50 Euro
    Freitag ab 12 Uhr Eintritt frei

    Information

    Ilja Almendinger, Öffentlichkeitsarbeit, Museen der Stadt Dresden, Junghansstr. 1-3, 01277 Dresden
    Telefon: 0351/488-7254, Fax: -7203
    E-Mail: ilja.almendinger@museen-dresden.de

    Bildmaterial

    Ilja Almendinger, Öffentlichkeitsarbeit, Museen der Stadt Dresden, Junghansstr. 1-3, 01277 Dresden
    Telefon: 0351/488-7254, Fax: -7203
    E-Mail: ilja.almendinger@museen-dresden.de

    Portraits Hellerau Photography Award 2020
  • 09.12.2019

    Die Tricks der Frauen

    Filmfestival Tricky Women zu Gast im Museumskino Dresden

    Kurz vor Weihnachten, am 13. und 14. Dezember 2019, erfüllen sich das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) und das Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden einen lang gehegten Wunsch: Knapp 20 Animationsfilme von international renommierten Regisseurinnen sind in Dresden zu sehen. Die Direktorin des Frauen-Animationsfilm-Festivals TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES aus Wien, Birgitt Wagner, präsentiert zwei Programme mit aktuellen Preisträgerfilmen und Klassikern aus der Hand progressiver Filmemacherinnen.

    Animationsfilmschaffen von Künstler*innen aus aller Welt

    TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES bekleidet eine herausragende Position in der internationalen Festivallandschaft. Neben dem Wettbewerb bietet das Festival in thematisch immer wieder neu ausgerichteten Spezialprogrammen und Retrospektiven einen einzigartigen Überblick über das Animationsfilmschaffen von Künstler*innen aus aller Welt und österreichischen Filmemacher*innen. Das deklarierte Ziel des Festivals ist es, den Animationsfilm von Frauen in seiner grenzenlosen Ästhetik einem breiten Publikum zugänglich zu machen.In Dresden stellt die Festivaldirektorin Birgitt Wagner zwei Programme vor: ein Preisträgerinnen-Programm und ein Programm, das die Pionierinnen der Animation würdigt – Caroline Leaf (*1946) für ihre Sand- und Direkt-auf-Film-Animation, Vera Neubauer und Maria Lassnig (1919–2014) für ihren frühen feministischen Zugang, Michelle Cournoyer (*1943) für ihre großartige Metamorphosentechnik... Und auch der Humor kommt nicht zu kurz!

    The best of – Preisträgerinnen-Programm, Freitag, 13. Dezember, 20 Uhr

    Min Börda | The Burden,Niki Lindroth von Bahr, SE 2017My Father’s Room,Nari Jang, KR 2016Snępowina | Sleepincord, Marta Pajek, PL 2011Egg, Martina Scarpelli, FR 2018Mexico Recyclers, Nikki Schuster, DE/AT/MEX 20164min15 au révélateur, Moïa Jobin-Paré, CA 2015Sous tes doigts | Under your Fingers, Marie-Christine Courtès, FR 2014

    Pionierinnen der Animation, Sonnabend, 14. Dezember, 20 Uhr

    The Owl Who Married A Goose, Caroline Leaf, CA 1974Animation For Live-Action, Vera Neubauer, GB 1978Two Sisters, Caroline Leaf, US/CA 1990Le Chapeau | The Hat, Michelle Cournoyer, CA 2000Woolly Wolf, Vera Neubauer, GB 2002 Selfportrait, Maria Lassnig, AT/US 1971Art Education, Maria Lassnig, AT/US 1976Maria Lassnig Kantate, Maria Lassnig, Hubert Sielecki, AT 1992

    Infos

    Datum/Zeit: Fr, 13.12. und Sa, 14.12.2019, jeweils 20 Uhr

    Ort: Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden

    Einlass:eine halbe Stunde vor SpielbeginnEintritt: 6 € / 5 € (ermäßigt)

    Kartenreservierung: 0351 488 72 72

    Fotos und Rückfragen

    Die Abbildungen dieser Pressemitteilung finden Sie in druckfähiger Qualität unter: www.diaf.de/service/presse/. Eine Verwendung ist bei Nennung der angegebenen Fotocredits honorarfrei möglich. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

    Die Tricks der Frauen
  • 25.11.2019

    Der Sandmann und Sachsen – 60 Jahre Fernsehstar

    Eine Ausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm

    Anlässlich des 60. Geburtstages des Sandmännchens zeigt das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) ab 29. November seine neue Sonder-ausstellung „Der Sandmann und Sachsen – 60 Jahre Fernsehstar“. Mit der Exposition möchte das DIAF an das Jubiläum einer der beliebtesten Kinderfernseh-Figuren Deutschlands erinnern und gleichzeitig Sachsens Beitrag zu dieser Erfolgsgeschichte würdigen.

    Vielfältige Einflüsse aus Sachsen

    Am 22. November 1959 erschien im Ostberliner Deutschen Fernsehfunk mit dem Format Unser Sandmännchen erstmals eine animierte Gestalt auf den Bildschirmen, die die Kinder täglich mit einem Abendgruß medial zu Bett brachte. Die kleine Puppe wurde alsbald zum Fernsehstar. Andere Figuren und Sendungen in ganz Deutschland folgten.Obwohl die Sendung nie in Sachsen beheimatet war und auch nie im DEFA-Studio für Trickfilme Dresden produziert wurde, wären die in klassischem Puppentrick ausgeführten Rahmenhandlungen undenkbar gewesen ohne wichtige technologische sowie stilistische Einflüsse und ohne die Kreativität einer ganzen Reihe von Persönlichkeiten, die in den Dresdner Ateliers ihr Handwerk erlernten und ihre Kunst pflegten. In den Themen der Sandmännchen-Episoden wie der Abendgrüße spiegelte sich sächsisches Kolorit, und zahlreiche Künstler aus Sachsen trugen ebenso zur Entwicklung von Sandmännchen-Sendungen im Westen Deutschlands bei. Die Ausstellung spürt diesen vielfältigen Beziehungen und Verbindungen nach.

    Originale Figuren

    Selbstverständlich sind in der Sonderausstellung zahlreiche originale Figuren aus den Sandmann-Produktionen zu sehen: Die Besucher können sich auf ein Stelldichein mit Herrn Fuchs, Frau Elster und natürlich dem kleinen Traum-bringer freuen, aber auch einige „Westsandmännchen“ betrachten.

    Ausstellungseröffnung mit Gesprächsrunde

    Donnerstag, 28. November 2019, 17 Uhr, Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden Zu einer kleinen Gesprächsrunde um das Thema „,Sie‘ beim Sandmännchen“ werden erwartet:Sabine Berger, Autorin, Animatorin und Regisseurin,Nicole Schneider, freie Mitarbeiterin, Redaktion Kinder und Familie, MDR Leipzig,Marianne Serowski, Animatorin, sowieIngrid Wille, Autorin, Gestalterin, Animatorin und Regisseurin.

    Sandmann-Filmabend am Nikolaustag

    Begleitend zur Ausstellung präsentiert das DIAF am Freitag, 6. Dezember2019, um 17 und 20 Uhr im Museumskinoder Technischen Sammlungen Dresdenim Rahmen der ANIMANIA-Reihe ein Filmprogramm „60 Jahre Unser Sand-männchen“.Zur 17-Uhr-Vorstellung haben Kinder freien Eintritt.

    Ausstellungs-Infos

    Dauer: 29. November 2019 bis 29. März 2020Öffnungszeiten: Di–Fr 9–17 Uhr, Sa, So, Feiertag 10–18 UhrOrt: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden

    Foto und Rückfragen

    Die Abbildung dieser Pressemitteilung finden Sie in druckfähiger Qualität unter: www.diaf.de/service/presse/. Eine Verwendung ist bei Nennung des angegebenenFotocredits honorarfrei möglich: DIAF/Elmar Niersmann. Für Rückfragen oder bei Interesse an einem Interview mit dem Kurator der Ausstellung, Filmhistoriker und Sandmann-Experte Dr. Volker Petzold, stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung:

    Deutsches Institut für Animationsfilm e. V.

    Königstraße 15, 01097 Dresden0351 311 90 41

    kontakt@diaf.dewww.diaf.de

    Der Sandmann und Sachsen – 60 Jahre Fernsehstar
  • 13.09.2019

    Schöne neue Cyberwelt?

    Computerspiele und Gesellschaft

    PRESSEINFORMATION

    Schöne neue Cyberwelt? Computerspiele und Gesellschaft

    Pressegespräch am Freitag, dem 13. September 2019, 14 Uhr

    die Ausstellung

    Machen Computerspiele süchtig, führen sie zu Vereinsamung, bedienen sie Rollenklischees und Gewaltphantasien, entfremden sie uns von der Natur - oder vermitteln sie wesentliche Fähigkeiten, erleichtern sie das Lernen, verbinden sie Menschen weltweit und eröffnen neue Horizonte? Diese Fragen diskutiert eine neue Ausstellung, die an der Professur für Computergraphik und Visualisierung der TU Dresden entstanden und vom 13. September an in den Technischen Sammlungen zu sehen ist. Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise von den Anfängen der Computerspiele bis zur heutigen virtuellen Realität. Regelmäßig stellen Live-Player zentrale Computerspiele vor - und natürlich sind auch alle Gäste zum Spielen eingeladen. Jeden Freitag, Samstag und Sonntag ab 14 Uhr sind Coaches der Fakultät Informatik vor Ort und geben Neu- und Nicht-Gamern einen Einblick. Die Spiele der Ausstellung bilden die Entwicklung des Computerspiels von den 1970er Jahren bis zur Gegenwart ab, die Bandbreite reicht von Pong über Minecraft bis hin zu nichtkommerziellen Independent Games. Ob beim Computerspiel die positiven oder negativen Aspekte überwiegen, sollen die Spielerinnen und Spieler selbst entscheiden und sich an der Diskussion in der Ausstellung beteiligen.

    die Fragestellung

    Heutzutage sind Computerspiele in beinahe alle unsere Lebensbereiche vorgedrungen. Sie stehen uns fast überall und jederzeit zur Verfügung. Unabhängig von Alter, Geschlecht oder Hautfarbe spielen Menschen sie auf dem gesamten Globus. Die Arten der Spiele sind unüberschaubar, sie reichen von brutalen Kriegsspielen bis hin zu philosophischen Erzählformen. Dabei nimmt die Zahl täglich zu, ihre Technik wird immer ausgefeilter, sodass die Grenzen zwischen der realen und der virtuellen Welt verschwimmen. Deshalb steigt auch das Interesse der Forschung an deren Untersuchung. Um Computerspiele zu analysieren, nimmt die Spielewissenschaft gerne Bezug auf den niederländischen Kulturhistoriker Johan Huizinga und sein 1938 erschienenes Buch homo ludens. Im Gegensatz zum homo sapiens, dem wissenden Menschen und dem homo oeconomicus, dem wirtschaftlich rationalen Menschen, sieht Huizinga den homo ludens, den spielenden Menschen, als den eigentlichen Erschaffer der menschlichen Kultur. Dabei beschränkt er das Spielen nicht auf das reine Spiel, sondern er sieht Spielprinzipien in allen gesellschaftlichen Bereichen. Bezugnehmend auf die Theorie von Huizinga geht die Ausstellung "Schöne Neue Cyberwelt?" der Frage nach, was ist das für eine Kultur, die in den Computerspielen erschaffen wird? Welchen Weg hat die Menschheit dabei beschritten? Machen Computerspiele süchtig und gewalttätig, führen sie zu Vereinsamung, zu Bewegungsarmut, zur Entfremdung von der Natur, zur Beeinflussung oder gar Unterdrückung? Oder vermitteln sie wesentliche Fähigkeiten, machen sie klüger, sozialer, erleichtern sie das Lernen, helfen sie Krankheiten heilen, verbinden sie Menschen weltweit und eröffnen neue Horizonte? Um auf diese Fragen Antworten zu geben, analysiert die Ausstellung Inhalte, Rollenbilder, Werte der Computerspiele und untersucht ihren Stellenwert in der Kunst, der Wirtschaft, der Politik und der Bildung.

    die Themen und Spiele

    01 Vom Spielautomaten zur virtuellen Realität >>> Pong, 1972 - Das erste weltweit bekannte Computerspiel

    02 Computerspiele - eine neue Kunstkategorie >>> Tetris, 1984 - Wenn Mauern verschwinden ...

    03 Welche Wirtschaftsmodelle nutzt die Spiele-Industrie? >>> Super Mario Bros., 1985 - Ein Märchenspiel für den Computer

    04 Wann werden in Deutschland Computerspiele verboten? >>> DOOM, 1993 - Grausames Töten im Detail animiert

    05 Wenn Frauen kaum eine Rolle spielen ... >>> Tomb Raider (1996) - Das einflussreichste Spiel mit Superheldin

    06 Fördern Ego-Shooter Gewalt? >>> Counter-Strike (1999) - Im Kampf gegen den Terror

    07 Machen Computerspiele süchtig? >>> World of Warcraft (2004) - Rollenspiel mit Clans und Gilden

    08 Wie Indie-Games sich auf dem Spielemarkt behaupten >>> Edna bricht aus (2008) - Und gerät dabei immer tiefer in die Klemme

    09 E-Sport - Die Unterhaltung der Zukunft? >>> League of Legends (2009) - Echte Helden gibt es nicht umsonst

    10 Brauchen Schüler*innen eine Mission, um zu lernen? >>> Minecraft (2009) - Wir bauen unsere eigene Cyberwelt!

    11 Fördern Computerspiele "gutes" Handeln? >>> Frontiers (2012) - Wenn Grenzbeamt*innen und Flüchtende gegeneinander antreten ...

    12 Virtuelle Realität - Wenn Technik grenzenlose Möglichkeiten verschafft >>> The Climb (2016) - Brille auf und rein ins Gebirge

    Eine ausführliche Darstellung der Themen und Spiele finden Sie auf unserer Website: www.tsd.de/index.php

    die Gesprächspartner

    Kathryn Babeck, M.A./Maîtrise Kuratorin

    Prof. Dr. Uwe Aßmann Dekan der Fakultät Informatik, Technische Universität Dresden

    Prof. Dr. Stefan Gumhold Professor für Computergraphik und Visualisierung, Technische Universität Dresden

    Roland Schwarz Direktor, Technische Sammlungen Dresden

    Dr. Ralf Pulla Kustos für Informations- und Kommunikationstechnik, Technische Sammlungen Dresden

    Holger Seifert, Leiter Wissenschaftskommunikation, Technische Sammlungen Dresden

    Die Ausstellung wurde anlässlich des Jubiläums "50 Jahre Informatikausbildung an der TU Dresden" an der Professur für Computergraphik und Visualisierung in Kooperation mit den Technischen Sammlungen Dresden entwickelt.

    Veranstaltungen

    Jeden Fr/Sa/So und feiertags ab 14 Uhr Gaming live mit Coaches der Fakultät Informatik der TU Dresden Live-Player führen in der Ausstellung Spiele vor, laden zum Mitspielen ein und helfen bei schwierigen Missionen.

    28.9.2019, ab 14 Uhr Gaming live mit dem 404-Multigaming e. V. Dresden Gaming in der Ausstellung

    8.10.2019 Teilnahme am Science Café in der Dresden Concept Tram zum Thema "Das Internet der Dinge, Datensicherheit und Taktiles Internet - Zukunftsvisionen und Gefahren". Mit Kuratorin Kathryn Babeck

    12.10.2019 ab 14-18 Uhr Live-Streaming mit xMeowlinax in der Ausstellung Die Dresdner Gamerin spielt ihre Lieblingsspiele und gibt Tipps zum Streamen. Mit Livestream auf twitch.tv

    26.10.2019 ab 16 Uhr (in Planung, Änderungen vorbehalten) Diskussion und Vorstellung des Spiels Frontiers mit der Künstlergruppe gold extra

    Öffnungszeiten

    14. September bis 24. November 2019 Dienstag bis Freitag 9-17 Uhr Samstag/Sonntag/feiertags 10-18 Uhr montags geschlossen

    Technische Sammlungen Dresden Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden

    Eintritt 5 €, ermäßigt 4 €, Gruppen ab 10 Personen 4,50 € Freitag ab 12 Uhr Eintritt frei

    Information

    Richard Stratenschulte, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Museen der Stadt Dresden, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden Telefon: 0351/488-7360, Fax: -7303 E-Mail: richard.stratenschulte@museen-dresden.de

    Bildmaterial

    Caroline Keil, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0351/488-7361, Fax: -7303 E-Mail: caroline.keil@museen-dresden.de

    Schöne neue Cyberwelt?
  • 12.09.2019

    Gegenwarten Deutschland. Fotografien

    Ausstellung in Kooperation mit der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin

    PRESSEINFORMATION

    Gegenwarten. Deutschland. Fotografien

    Ausstellung in Kooperation mit der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin Donnerstag, 12. September 2019, 14 Uhr

    der Anlass

    Aus Anlass des 30. Jubiläums der Friedlichen Revolution 1989 zeigen die Technischen Sammlungen Dresden die Ausstellung "Gegenwarten. Deutschland. Fotografien" mit fotografischen Arbeiten von neun Absolvent*innen der renommierten Ostkreuzschule für Fotografie Berlin. Es werden Themen und fotografische Handschriften vorgestellt, die die jungen Fotograf*innen im Rahmen ihrer Ausbildung entwickelten. Die Vielfalt der Themen ist ebenso groß wie die stilistische Spanne der Abschlussarbeiten aus den Jahren 2014 bis 2018. Sie reicht von Einzelporträts Heranwachsender über das poetische Fotoessay zum Sommerglück am Flughafensee und Architekturaufnahmen bis hin zur Studie zur martialischen Aufrüstung von Sicherheitskräften.

    die Gegenwarten

    Die "Gegenwarten" verstehen sich dementsprechend als Neben- und Miteinander eigenständiger fotografischer Beiträge, die kein Gesamtbild zu "Deutschland" entwerfen, jedoch eine Annäherung an den Status Quo der Bundesrepublik im Jahr 2019 leisten können. Vor historischem Hintergrund beziehen die Fotograf*innen Position zu verschiedenen Aspekten des Lebens im Deutschland von heute: Teilnehmend, nachdenklich, provokant.

    die Fotografinnen und Fotografen

    Claudia Bühler, It's not science fiction, 2018 Trügerische Idyllen, verborgene Realien: Landschaftsbilder zu Orten und Liegenschaften der Waffenindustrie in Deutschland, Österreich, Schweiz.

    Anna Eckold, Pearl Divers, 2016 Porträts Jugendlicher an der Schwelle zum Erwachsensein: Fragen zu Selbstbestimmung und Lebenssinn, zum Ungreifbaren der Zukunft in Haltung und Outfit.

    Marlene Gawrisch, Neues Bauen, 2016 Städtebauliche Utopien im Osten Deutschlands: Dresden-Hellerau, Dessau-Törten, Stalinstadt/Eisenhüttenstadt. Stillleben zu Siedlungsgeschichten und zu städtebaulichen Reformentwürfen in ihrer zeitgenössischen Überformung.

    Alexander Krack, morgens nüchtern, am Brunnen, zu Bett, 2014 Historische und neue Anlagen der Gesundheitsindustrie in einer alternden Gesellschaft: Fotografische Einblicke in die künstlichen Welten von Reha- und Kuranlagen und deren Heils- und Glücksversprechen in Deutschland.

    Stefanie Kulisch, Flughafensee, 2015 Schwarzweiß-Aufnahmen vom Flughafensee Berlin-Tegel - Hedonismus pur: Lebensfreude abseits der Startbahn unter einem dröhnenden Himmel - eine zusammengewürfelte Gemeinschaft von Sonnensuchern.

    Carl Christian Schmidt, Logistische Landschaften, 2014 Modulare Raster im Großen und Kleinen, in Bauwerk und Natur: Die kalte Produktionsästhetik von Lagern und Fabrikationshallen, optimiert im fotografischen Abbild.

    Nils Stelte, In Security, 2017 Das öffentliche Leben in Zeiten zunehmender Unsicherheit: Aufrüstung zur Terrorabwehr, neue Technologien und ihre mediale Inszenierung in fotografisch-analytischen Perspektiven.

    Carolin Ubl, Müller Meyer Schulze, 2016 Das klassische Familienporträt als flexibles Muster: Schwarzweiß-Fotografien zur Diversität des liebevollen Miteinander-Lebens in konventionellen und unkonventionellen familiären Aufstellungen

    Yana Wernicke, Irrlicht, 2014 Besuche im Märchenwald: Eine fotografische Erzählung zur Gegenwart sorbischer Bräuche zwischen magischer Realität und Inszenierung im Alltag.

    die Ausstellung/ die Dozenten

    Die Ausstellung "Gegenwarten" wurde aus den Abschlussarbeiten der Jahrgänge 2014 - 2018 der Ostkreuzschule zusammengestellt und besteht aus 100 Werken.

    Die Dozenten und die von ihnen betreuten Abschlussarbeiten:

    Ute Mahler: Carolin Ubl, Nils Stelte, Anna Eckold, Alexander Krack, Yana Wernicke, Carl Christan Schmidt

    Werner Mahler: Marlene Gawrisch

    Thomas Sandberg: Stefanie Kulisch 

    Ludwig Rauch: Claudia Bühler

    Ostkreuz. Agentur für Fotografen

    Die Agentur "Ostkreuz. Agentur für Fotografen" wurde 1990 von sieben Fotograf*innen gegründet und brachte mit Erfolg die Leistungen und ästhetischen Eigenheiten einer künstlerisch ambitionierten Fotografie in der DDR in die Öffentlichkeit, vielfach auch Medienöffentlichkeit des wiedervereinigten Deutschlands ein. Diese fotografische Prägung steht - neben anderen - für eine individuelle, authentische und wirklichkeitsbezogene fotografische Haltung. Die am Beispiel der berühmten Fotoagentur "Magnum", Paris, orientierte Agentur gilt heute mit ihren aktuell 23 Mitgliedern als erfolgreichste, von den Bildautoren selbst geführte Fotoagentur in der Bundesrepublik.

    Ostkreuzschule für Fotografie Berlin

    Die "Ostkreuzschule für Fotografie Berlin" wurde 2004 von Thomas Sandberg und Werner Mahler als private Ausbildungsstätte gegründet und verabschiedete 2007 ihre ersten Absolvent*innen. Zu den renommierten Lehrerpositionen der Anfangsjahre gehörten zusammen mit Ute und Werner Mahler der legendäre Fotograf Arno Fischer (1927 - 2011) sowie Sibylle Bergemann (1941 - 2010). Arno Fischer hatte, nach Beendigung seiner Lehrtätigkeit, 2001 zunächst die private Schule "Fotografie am Schiffbauerdamm" gegründet, die indirekt an seine frühere Praxis des Unterrichts in seinen Wohnräumen in einem Haus am Schiffbauerdamm anknüpfte.

    Gruppenführungen

    Individuelle Gruppenführungen nach telefonischer Anmeldung unter Telefon 0351/488-7272

    Ort

    Technische Sammlungen Dresden Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden

    Internet

    www.tsd.de

    Öffnungszeiten

    13. September 2019 bis 19. Januar 2020

    Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr

    Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

    Hinweis: Vom 18. bis 28. November 2019 pausiert die Ausstellung. In diesem Zeitraum zeigen wir Arbeiten aus 21 Jahren Deutscher Multimediapreis MB 21

    Eintritt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro Gruppen ab 10 Personen 4,50 Euro Freitag ab 12 Uhr Eintritt frei

    Information Richard Stratenschulte, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Museen der Stadt Dresden, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden Telefon: 0351/488-7360, Fax: -7303 E-Mail: richard.stratenschulte@museen-dresden.de

    Bildmaterial Caroline Keil, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0351/488-7361, Fax: -7303 E-Mail: caroline.keil@museen-dresden.de

    Gegenwarten Deutschland. Fotografien
  • 01.04.2019

    FUTUR ZWEI

    50 Jahre Robotron , 50 Jahre Informatikausbildung

    Ein Projekt der Technischen Sammlungen Dresden in Kooperation mit der Fakultät Informatik und der Kustodie der Technischen Universität Dresden, der Robotron Datenbank-Software GmbH, dem Förderverein der Technischen Sammlungen Dresden e.V. und dem Deutschen Institut für Animationsfilm e.V.

    Pressemitteilung

    Ausstellung "Robotron – Computertechnik und Industriekultur"

    Filmreihe "Hauptrolle: Computer"

    1. April - 8. Juli 2019

     Die Gründung des Studiengangs der Informatik an der Technischen Universität Dresden und  des Großunternehmens für die Produktion von Computertechnik VEB Kombinat Robotron vor 50 Jahren nimmt ein Netzwerk von Partnern aus Wissenschaft und Wissenschafts­kommunikation, Industrie und Kultur in Dresden zum Anlass für ein gemeinsames Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm. Am Anfang stehen die Eröffnung der neu gestalteten ständigen Ausstellung „Robotron – Computertechnik und Industriekultur“ in den Technischen Sammlungen Dresden und des  Robotron-Museums Robotron Datenbank-Software GmbH am 1. April. Den Abschluss bilden die Festtage „50 Jahre Informatik“ an der TU Dresden vom 18. bis zum 20. Juni.

    Der Titel des Programms FUTUR ZWEI öffnet einen weiten Assoziationsraum und nimmt Bezug einerseits auf die mit der Informationstechnik von jeher verbundenen extrem hohen Erwartungen an ihre positiven wie negativen sozialen Folgen, andererseits auf die parallele Entwicklung der Computerwissenschaften und -industrien auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs sowie nicht zuletzt auf das enorme Innovations­tempo der Informationstechnik, die in den letzten 50 Jahren Zukunftsbilder schneller in Vergangenheits­beschrei­bungen verwandelt hat als in jedem anderen Bereich von Forschung, Technik und Industrie.

    Die Technischen Sammlungen Dresden nehmen das Jubiläum des einst mit nahezu 70.000 MitarbeiterInnen größten Industriekombinats der DDR zum Anlass für eine Neugestaltung der ständigen Ausstellung zur frühen Geschichte des Computers. Ausgewählte Objekte aus der umfangreichen Museumssammlung vom legendären Großrechner R 300 von 1967 bis zum Prototypen des ersten Heimcomputers der DDR „Z 9001“. Die Präsentation der Robotron-Produkte begleiten Film- und Fotodokumente zur Arbeitswelt in der neuen Industrie sowie zu deren tagesaktueller und populärwissenschaftlicher Darstellung im Film und im Fernsehen. Computer-Pioniere aus dem Förderverein der Technischen Sammlungen stellen in kurzen Videos die Meilensteine in der Entwicklung der Robotron-Computer vor und zeigen, wie diese funktioniert haben. Ein Kurzfilm-Essay sucht die Animationsfilmerin Katrin Rothe in der Dresdner Computergeschichte nach Antworten auf die Frage nach dem künftigen Verhältnis zwischen arbeitenden Menschen und intelligenten Maschinen.

    Am Jahrestag der Gründung des VEB Kombinat Robotron vor 50 Jahren laden der frühere Forschungsdirektor Prof. Gerhard Merkel und weitere ehemalige Robotroner zu einer Festveranstaltung in die Technischen Sammlungen ein, in deren Rahmen die neu gestaltete Ausstellung eröffnet wird. Vom 2. April an ist sie für die Besucherinnen und Besucher des Museums geöffnet.

    Am 5. und 6. April beginnt im Museumskino ERNEMANN  VIIb die Filmreihe „Hauptrolle Computer“ mit dem ersten Science Fiction Film der DEFA, Der schweigende Stern in der Regie von Kurt Maetzig.

     

    Die weiteren Termine:
    26./27. April
    Lemmy Caution 
    gegen Alpha 60, Frankreich 1965, Regie: Jean-Luc Godard

     10./11. Mai 
    Zwei schräge Vögel, DDR 1988/89, Regie: Erwin Stranka

     17. Mai 
    Computer im Animationsfilm, Kurzfilme der DDR und der BRD, 1969 bis 2016

    24./25. Mai
    Das Netz, D 2004, Regie: Lutz Dammbeck

    Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

    Informationen über das Gesamtprogramm zum Doppeljubiläum unter www.futurfutur.de .

    Kontakt:
    Technische Sammlungen Dresden, Presse und Öffentlichkeitsarbeit,Maren Dose, +49 351-4887254, maren.dose@museen-dresden.de

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    FUTUR ZWEI
  • 07.12.2018

    gute aussichten - junge deutsche fotografie 2018/2019

    gute aussichten – junge deutsche fotografie 2018/2019                                                                                                                  

    Sonderausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden
     8. Dezember 2018 – 17. März 2019

    „gute aussichten – junge deutsche fotografie/ new german photography, laut dem Magazin Der Spiegel „der renommierteste Wettbewerb für junge Fotografen“, wurde 2004 von der Kunsthistorikerin Josefine Raab und dem Publizisten Stefan Becht gegründet.

    Jedes Jahr werden Lehrende bzw. die Professor*innen aller deutschen Hochschulen und Akademien, die einen Studiengang Fotografie anbieten, dazu eingeladen, maximal fünf ihrer Abschlussarbeiten für den Wettbewerb einzureichen. Eine namhaft besetzte Jury kürt aus den Einsendungen die besten Portfolios, die anschließend national und international in verschiedenen Ausstellungen, Aktionen und Medien der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zu den Wettbewerben werden jeweils ca. 100 Beiträge aus insgesamt ca. 35 Institutionen deutschlandweit übermittelt.
    Die Aktivitäten von „gute aussichten“ werden auch vermittelt durch den jeweiligen umfangreichen Jahreskatalog in deutscher und englischer Sprache, Sondereditionen von Originalen, das Spezialheft „gute aussichten“, die Partnerschaften mit zahlreichen Medien und Förderung durch Institutionen und Sponsoren, durch den umfangreichen Internetauftritt:

     https://www.guteaussichten.org

    Im 15ten Jahr seines Bestehens bietet gute aussichten 2018/2019 eine enorme inhaltliche, ästhetische und mediale Bandbreite - ein großes Spektrum vielfältiger Ideen, fotografischer Strategien und formaler wie medialer Umsetzungen.

    Die ausgestellten Werke spiegeln die Wahrnehmungen junger Menschen in ihrer von Datenkommunikation geprägten Erfahrungswelt der Moderne. Verknüpft mit allgemeinen Fragen zum Leben in heutigen Industriegesellschaften, reflektieren sie auch das Medium ihrer Botschaften, die Geschichte der Fotografie.

    "gute aussichten“ richtet sich an eine junge Generation und berichtet auch von ihr, indem nicht selten brennende Themen der heutigen Heranwachsenden reflektiert werden. Aus dieser Vermittlungsfunktion bezieht das Projekt einen Teil seiner Anziehungskraft und seiner Popularität nicht nur für und unter jungen Leuten.

     Summa summarum präsentiert gute aussichten – junge deutsche fotografie 2018/2019 229 Motive, darunter 39 unikate Belichtungen, 7 Fotogramme, 3 Siebdrucke und 2 Risografien, sowie 4 Videos, 2 Künstlermagazine, 1 Kurzfilm, 1 Buch und 1 Diaprojektion.

     „gute aussichten“ feiert am 7. Dezember 2018 in den Technischen Sammlungen Dresden die Premiere des Jahrganges 2018/2019.

    Lorraine Hellwig verfasste ein vielleicht nicht wirklich zorniges, aber doch ein genervtes wie ennervierendes MANIFESTO für die Generation Y, deren Verfassung sie als „eigenes Gefängnis im rasenden Stillstand der Zeit“ klassifiziert.

     Laila Kaletta begab sich augenzwinkernd auf die Suche nach dem ewigen Leben, was sie als selbsternannte Unsterblichkeitsforscherin nach Japan zu der winzigen Qualle Turritopsis dornhii, und zu einem ihrer größten Fans, „Mr. Immortal Jellyfish“, führte.

     Mit Patrick Knuchel, Benjamin Kummer und Robert ter Horst befinden sich gleich drei „Bildforscher“ im Kreis der diesjährigen Preisträger/Innen, die ihrem Medium überraschende Schöpfungen entlocken: Knuchel, der eine Brücke schlägt zwischen Siebdruck und Fotografie, Kummer, der im Geist der fotografischen Abstraktion mit Kegel, Kugel und Würfel in der Dunkelkammer zu Werke geht und Robert ter Horst, der mithilfe von mathematischen Algorithmen herkömmliche Bildverfahren auf den Kopf stellt.

    Geleitet von dem Wunsch, das Alte mittels künstlerischer Transformation hinter sich zu lassen, behandeln Sina Niemeyer und Steve Luxembourg Traumata und Ängste, die vom persönlich Erlebten in eine gesellschaftliche Dimension diffundieren.

    Malte Sänger konfrontiert die unerbittliche Logik einer mathematisch-technischen Präzision mit der existenziellen Situation von Menschen auf der Flucht, deren Sein für uns als Betrachter lediglich in einem geposteten Bild kurz aufblitzt.

    Anna Tiessen schließlich marschiert ohne Umschweife in die holsteinische Provinz, um einen Bilderschatz zu heben, der von jugendlichem Sturm und Drang berichtet und von dem Wunsch, einen Platz in einer Gemeinschaft zu erobern.

    Technische Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
    Tel. 0351/488-7201, Fax 0351/488-7203, www.tsd.de
    Kontakt: Dr. Andreas Krase, Kustos für Fotografie, 0351/4887208, andreas.krase@museen-dresden.de, Maren Dose, Öffentlichkeitsarbeit, 0351/4887254, maren.dose@museen-dresden.de

    gute aussichten - junge deutsche fotografie 2018/2019
  • 06.09.2018

    10 Jahre Erlebnisland Mathematik

    Menschen, Tiere, Attraktionen beim Familienfest

    Dresden, 5.9.2018

    10 Jahre ERLEBNISLAND MATHEMATIK
    Menschen, Tiere, Attraktionen beim Familienfest
    Samstag, 8. September 2018, 10-18 Uhr

    Seit zehn Jahren ist das ERLEBNISLAND MATHEMATIK in den Technischen Sammlungen ein Publikumsmagnet, mit einer Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen Dresdens hinaus. Am kommenden Samstag, den 8. September 2018, lädt das Erlebnisland zum Geburtstags-Familienfest ein und lässt die Faszination und Freude an der Mathematik hochleben:
    Um 10.30 Uhr begrüßen die Direktoren des Erlebnislandes und der Technischen Sammlungen die Gäste, natürlich mit Geschenk und Kuchen. Damit startet das abwechslungsreiche, vielfältige und vor allem ungewöhnliche Programm: Um 11 Uhr zeigt der „rechnende“ Hund TANGO was er kann. Um 13.00 Uhr wird am großen, stählernen „Durchkrabbelknoten“ eine außergewöhnliche Tanz-Performance mit Live-Musik aufgeführt. Studenten der TU Dresden präsentieren im halbstündigen Rhythmus unter der Überschrift „Mathematik live“ Wissenswertes und Hintergründiges zu ausgewählten Exponaten. Ein ERLEBNISLAND-Bingo wartet auf potentielle Gewinner, ein „Wer löst am schnellsten ein 3D-Puzzle?“-Wettstreit sucht Spieler, weitere Stationen laden ein zum knobeln und basteln. Die Forschungswerkstatt „smart materials“ feiert mit, hier können kleine und große Besucherinnen und Besucher „PapierSchmuck“ falten, knicken und biegen. Zur TEATIME um 16 Uhr diskutieren bei Tee und Gebäck der Dresdner Architekt Gerd Priebe (GPAC) und Dr. Frank Schladitz von der TU Dresden über das Zukunftsmaterial Carbonbeton und sein Potential für nachhaltiges Bauen.

    Und wem das alles noch nicht reicht, für den bietet die Feier noch ein ganz besonderes Highlight: Fernsehmoderators Ralph Caspers – bekannt unter anderem von „Die Sendung mit der Maus“ und „Wissen macht Ah!“ – nimmt um 14.30 Uhr unter der Überschrift „1+1=10 und andere Rechenkünste“ große und kleine Gäste mit auf eine unterhaltsame Reise durch die Mathematik.

    Das ERLEBNISLANDS MATHEMATIK ist ein Kooperationsprojekt der Fakultät Mathematik der Technischen Universität Dresden und der Technischen Sammlungen Dresden. Auf 1000m² und mit über 100 Experimenten wird Mathematik spielerisch erfahrbar, mathematische Phänomene zum Erlebnis und zunächst abstrakt erscheinende Sachverhalte werden anschaulich und anfassbar.

     

     

    10 Jahre Erlebnisland Mathematik 10 Jahre Erlebnisland Mathematik
  • 07.06.2018

    OFFENES ATELIER. DIAF präsentiert: Katrin Rothe

    1. Juni bis 31. August 2018, DIAF-Sonderausstellungsbereich

     

    Im Jahr seines 25. Gründungsjubiläums lanciert das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) erstmals ein „Artist in Exhibition“-Projekt. Die Animationskünstlerin Katrin Rothe arbeitet zwei Monate lang im DIAF-Sonderausstellungsbereich, der als offenes Atelier gestaltet ist, an einer Langfilmidee zur Dresdner Computergeschichte. Dabei recherchiert sie auch in der „Computeretage“ der Technischen Sammlungen, spricht mit IT-Experten und Zeitzeugen. Insbesondere experimentiert sie mit der Umsetzung visueller Ideen. Der Museumsbesucher taucht so unmittelbar in den künstlerischen Arbeits- und Rechercheprozess der zweifachen Grimme-Preisträgerin ein.

    Die Ergebnisse der Arbeit im Offenen Atelier werden zusammen mit Material zu Katrin Rothes jüngstem Film 1917 – Der wahre Oktober (2017) ab September in der Sonderausstellung „Der Animadok von Katrin Rothe (AT)“ in den Technischen Sammlungen zu sehen sein.

     

    Katrin Rothe

    Katrin Rothe (*1970 Gera) absolvierte den Studiengang Experimentelle Filmgestaltung an der Universität der Künste Berlin, wo sie 1999 zur Meisterschülerin bei Prof. Heinz Emigholz ernannt wurde. Ihre Arbeit als freiberufliche Produzentin, Autorin, Regisseurin und Art Director zeichnet sich durch das Experimentieren mit interaktiven Erzählformen, Animation in genreübergreifenden Filmen und animierten Dokumentarfilmen aus. Die Gründerin des Berliner StartUps Karotoons ist zweifache Grimme-Preisträgerin (für Doku-Reihe Stellmichein, 2007 sowie Betongold Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam, 2014). Der Erfolg ihres neuesten Films 1917 Der wahre Oktober führte Katrin Rothe auf zahlreiche internationale Animationsfilmfestivals und nach Korea mit einer Ausstellung im llmin Museum of Modern Art Seoul.

     

    OFFENES ATELIER

    Dauer: 1. Juni bis 31. August 2018

    Anwesenheit der Künstlerin:
    1. bis 28. Juni Mo–Fr: 9–17 Uhr,
    10. bis 28. Juli Di–Sa 9–17 Uhr sowie
    am 9. und 30. Juni 10–18 Uhr

    Für die Besucher ist das Atelier mit den Zwischenergebnissen noch bis Ende August 2018 zu erleben.

    Eintritt: 5 Euro / 4 Euro (ermäßigt) /
    freitags ab 12 Uhr freier Eintritt

     

    Das Offene Atelier wird unterstützt vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kultur und der Landeshauptstadt Dresden und entstand in Kooperation mit den Technischen Sammlungen Dresden.

     

    Bildmotive:

    Entwurf Die Computerausstellung (Katrin Rothe, Filmprojekt, 2018), ©Karotoon production

    Filmstill aus 1917 - Der wahre Oktober (Katrin Rothe, 2017), ©Karotoon production

     

    Kontakt:

    Deutsches Institut für Animationsfilm

    Königstraße 15
    01097 Dresden

    Nadja Rademacher

    0351-3119048 | 0176-21789093

    OFFENES ATELIER. DIAF präsentiert: Katrin Rothe OFFENES ATELIER. DIAF präsentiert: Katrin Rothe
  • 23.05.2018

    21. Turmfest: Von zauberhaften Hand-Werken und geheimnisvollen Werk-Stoffen

    21. Turmfest in den Technischen Sammlungen Dresden
    Von zauberhaften Hand-Werken und geheimnisvollen Werk-Stoffen
    Ärmel hochgekrempelt und ran ans Material! – Unter diesem Motto laden die Technischen Sammlungen Dresden zum diesjährigen Museumsfest am Sonntag, den 27. Mai 2018, von 10 bis 18 Uhr ein. Im Museum, auf dem Turm und im Innenhof – dem zukünftigen Garten der Wissenschaft – laden viele Mitmachaktionen für Groß und Klein zum Probieren, Bauen, Basteln, Löten, Sägen und Gestalten ein.
    Ab 10 Uhr können sich Tüftler und Bastler in der kürzlich eröffneten Forschungswerkstatt Smart Materials auf die Spuren geheimnisvoller Werk-Stoffe der Zukunft begeben. Auch die Türen des Feuerlabors, der Erlebniswerkstatt und des Deutschen Instituts für Animationsfilm  stehen den Besuchern offen. Fernrohrbeobachtungen und Wettergespräche locken auf den Museumsturm.
    „Mit der „Herrschaft der Dinge“ eröffnet um 11 Uhr das zirzensische Bühnenprogramm im Innenhof. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Band KREUZBANDRISS, die VOCALBERRIES und DI Vanderer.  Ein Highlight zum diesjährigen Turmfest sind die Mitmachaktionen von  Blasewitzer Handwerkern, die zum Schauen und Ausprobieren einladen: Töpfern, Schmieden, Papier schöpfen, Buchbinden, Holz bearbeiten, Schmuck kreieren,  Samenbomben herstellen und Insektenhotels basteln. Wer es lieber technisch mag, kann sich im DLR_School_Lab „Mit Astronauten ins Weltall“ begeben und mit dem deutschen Amateur-Radio-Club das Morsen üben.
    Gegärtnert wird im neu gestalteten Museumshof bereits am Mittwoch, den 23. Mai 2018, wenn um 10 Uhr die Kinder der Kita Toeplerstrasse zu Besuch kommen. Der Holzgestalter Hans-Georg Kellner, Spielzeug- und Spielplatzbauer aus dem thüringischen Tabarz, ist renommiert für seine Spielplätze in Japan und der Schweiz. Für das Projekt „Ritzeratze“ hat er zusammen mit seinem Team den Innenhof der Technischen Sammlungen Dresden in eine Installation verwandelt, die einstimmt und den Besucher zum Diskutieren einlädt: Wie soll der zukünftige „Garten der Wissenschaft“ aussehen? Offizielle Eröffnung des temporären Spielplatzes der besonderen Art ist am 27. Mai 2018 mit den Festlichkeiten des Turmfestes.
    Informationen:
    27. Mai 2018, 10 bis 18 Uhr

    21. Turmfest: Von zauberhaften Hand-Werken und geheimnisvollen Werk-Stoffen Artikel 21. Turmfest: Von zauberhaften Hand-Werken und geheimnisvollen Werk-Stoffen
  • 04.05.2018

    Tüfteln. Forschen.Selbermachen. In der Forschungswerkstatt Smart Materials

    Neue Wege in der Technikkommunikation in den Technischen sammlungen Dresden

    forschungswerkstatt smart materials    
    TÜFTELN.FORSCHEN.SELBERMACHEN
       

    Neue Wege der Technikkommunikation in den Technischen Sammlungen Dresden
    Am 5. Mai ab 15.00 Uhr öffnet die forschungswerkstatt smart materials in den Technischen Sammlungen Dresden ihre Türen und lädt Tüftlerinnen und Tüftler jeden Alters zum Entdecken und Erproben neuartiger Werkstoffe ein: der Smart Materials.

    Die forschungswerkstatt smart materials stellt eine Welt ungewöhnlicher, scheinbar magischer Materialien vor. Drähte und Bleche, die sich lautlos verbiegen, Folien, die sich ausdehnen und zusammenziehen, keramische Oberflächen, die Strom abgeben, sobald sie in Schwingung versetzt werden. Smart materials verändern sich, wenn ihre Umgebung sich verändert.
    An vielen Stellen können sie künftig Motoren und Getriebe überflüssig machen – platz- und energiesparend.

    In den kommenden fünf Monaten ist der Emanuel-Goldberg-Saal in den Technischen Sammlungen ein sich wandelnder Experimentier-, Ausstellungs- und Dialograum. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, woraus die neuen Werkstoffe bestehen und woher sie kommen. Sie erforschen, was smart materials alles können, welche unerwarteten Eigenschaften sie haben und wie sich diese beeinflussen lassen. Laien von jung bis alt und Experten aus Technik- und Naturwissenschaften, Kunst und Design können tüfteln, forschen und miteinander diskutieren.

    Die Die forschungswerkstatt smart materials wird als interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Wissenschaftsvermittlung im Rahmen des smart3 Innovationsnetzwerks gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Förderprogramm Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation und ist eine Kooperation zwischen den Technischen Sammlungen Dresden, der Stiftung Bauhaus Dessau, der weißensee kunsthochschule berlin, dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU sowie der SYN Stiftung Kunst Design Wissenschaft in Halle.
    Die Technischen Sammlungen Dresden und ihre Partner erforschen mit diesem Projekt neue Arten der Technikkommunikation. Mit einer Mischung aus Ausstellung, Mitmachangeboten, Arbeitsgemeinschaften, Künstlerresidenzen und Veranstaltungsformaten soll der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft untersucht und gefördert werden.


    smart materials satellites
    Das Forschungsprojekt und seine Partner

    smart materials satellites ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Wissenschaftsvermittlung im Rahmen des Innovationsnetzwerks smart³. Es ist gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen von Zwanzig20 - Partnerschaft für Innovation und läuft von Oktober 2016 bis Januar 2019.
    Projektpartner sind die Technischen Sammlungen Dresden, die Stiftung Bauhaus Dessau, die weißensee kunsthochschule berlin, das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Dresden und die SYN Stiftung | Kunst Design Wissenschaft Halle.

    Ziel des interdisziplinären Forschungsvorhabens ist es, einen aktiven Wissenstransfer von der Wissenschaft zur breiten Öffentlichkeit zu generieren. Erprobte Design-Methoden als Strategien zur Vermittlung zwischen den beiden Welten kommen ebenso zum Einsatz wie innovative Methoden der Technikkommunikation und Szenografie, wie sie in Technikmuseen und Science Centern, oft in Kooperation mit Partnern aus der Kunst und dem Theater entwickelt werden. Die gezielte und adäquate Ansprache sehr unterschiedlicher Akteure und deren aktive Einbindung in den sich langsam entwickelnden Diskurs zu smart materials werden in diesem Forschungsprojekt von den verschiedenen Partnern initiiert, in (fach-)spezifische Formate überführt und gemeinsam in Pilotprojekten er-probt sowie evaluiert. Diese sind in drei Bereiche, die „Satelliten“ gegliedert: Künstlerresidenzen, Mobiles Laboratorium und Perspektivenprojektor.

    Die drei Satelliten operieren mit innovativen Methoden des Designs, der künstlerischen Forschung, offener Werkstätten und neuen Dialogformaten. Damit manövrieren sie die smart materials aus der Fachwelt hinaus und eröffnen ihnen völlig neue Zugänge in die Öffentlichkeit. Smart materials werden aus den verschiedensten Blickwinkeln von Designern und Künstlern, Experten und Laien, Jugendlichen und Erwachsenen unter die Lupe genommen und auf unterschiedlichste Art und Weise angeeignet.

    Smart³ | Das Innovationsnetzwerk smart materials ist eine Initiative von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen mit Ziel der Entwicklung neuer, innovativer Produkte auf Basis von smart materials. Ingenieure, Designer, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler sowie Unternehmer und Techniker arbeiten gemeinsam am kommerziellen Durchbruch intelligenter Produkte in vielfältigen Anwendungsbereichen – von Gesundheit bis Klimaschutz, von Energieerzeugung bis Mobilität. In den Verbundvorhaben und FuE-Projekten entwickeln sie mit ihrem Projektkonsortium zukunftsweisende Technologien und Produkte.
    Über 80 Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten unter dem Vereinsvorsitz des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU an einem Paradigmenwechsel hinsichtlich des Produkt-verständnisses. Unterstützt durch das Förderprogramm Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation initiiert das Netzwerk seit 2013 FuE-Projekte in den Bereichen smart production, smart living, smart health und smart mobility. Ergänzt werden diese technologischen Themen durch Projekte in den Bereichen „Interdisziplinarität & Vernetzung“ sowie „Sichtbarkeit & Akzeptanz“.


    Übersicht der Partner

    Die Stiftung Bauhaus Dessau ist eine künstlerisch-wissenschaftliche Stiftung, deren Aufgabe es ist, das Bauhaus in seinen Themen und Ideen lebendig zu erhalten und zu vermitteln. Die Stiftung arbeitet historisch reflexiv und fragt zeitgleich nach der heutigen Relevanz und den gegenwärtigen Potenzialen,
    die sich aus dem Bauhauserbe für das 21. Jahrhundert ableiten lassen. Innerhalb des Forschungsprojektes smart materials satellites kuratiert die Stiftung Bauhaus Dessau gemeinsam mit der Weißensee kunsthochschule berlin die Ausstellung smart materials satellites. Material als Experiment im Stahlhaus Dessau-Törten und war für drei Monate im Sommer 2017 Gastgeber für zwei der fünf Residenzkünstler des SYN Award | sms.

    Der Fachbereich Textil- und Flächendesign, Experimentelle Materialforschung der weißensee kunsthochschule berlin verbindet Designforschung mit realen gesellschaftlichen Anforderungen. Im Fokus steht die systematische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Tendenzen, innovativen Technologien und der Rolle der Gestaltung. In den Schwerpunkten Funktionale Oberflächen im architektonischen Kontext und Sensorische Soft Interfaces in den Kontexten Körper-Objekt-Raum wird eine gestalterisch-wissenschaftliche und experimentelle Materialforschung so-wie eine visionäre, ästhetisch-konstruktiv anspruchsvolle Konzeptentwicklung ermöglicht. Im Projekt smart material satellites arbeiten Julia Wolf und Veronika Aumann unter Leitung von Prof. Dr. Zane Berzina vor allem an der Konzeption und Umsetzung des Mobilen Laboratoriums. Wolf und Aumann gehören zu den Kuratoren von smart materials satellites. Material als Experiment.

     
    Die Technischen Sammlungen Dresden sind Museum, Fotogalerie und Science Center und machen Technik und Wissenschaften zum Erlebnis. In einer früheren Kamerafabrik finden Kinder, Jugendliche und Familien viele Möglichkeiten zum Experimentieren und Erkunden von Phänomenen der Natur, von Fundamenten der Wissenschaften und von neuesten Errungenschaften der Technik. Mit ständigen Ausstellungen zur Geschichte der Fotografie und des Films, des Computers und anderer Medientechnik sowie Wechselausstellungen zu Fotokunst und aktueller Technologieforschung fördern die Technischen Sammlungen die aktive Auseinandersetzung mit den technischen Grundlagen der Gegenwart. Mit dem Teilvorhaben „Perspektivenprojektor: Experimentierräume, Bürgerforschung und Dialog im Innovationsprozess“ erforschen die Technischen Sammlungen Dresden bis Ende 2018 neuartige Formen der Technikkommunikation am Beispiel der smart materials. Als Versuchsanordnung wird eine partizipative und multiperspektivische Experimentierumgebung entwickelt und getestet.

    Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU ist Motor für Neuerungen in der produktionstechnischen Forschung und Entwicklung. Mit rund 550 Mitarbeitenden erschließt es Potenziale für wettbewerbsfähige Fertigung. Im Fokus stehen Bauteile, Verfahren und Prozesse sowie die dazugehörigen komplexen Maschinensysteme – die ganze Fabrik. Der Fokus des Fraunhofer IWU liegt auf der Entwicklung von Effizienztechnologien und intelligenten Produktionsanlagen sowie auf der Optimierung umformender und spanender Fertigungsprozesse. Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen und Technologien zur Verarbeitung neuer Werkstoffe, aber auch die Funktionsübertragung in Baugruppen sind dabei wichtige Erfolgsfaktoren. Das Fraunhofer IWU stellt im Projekt smart materials satellites insbesondere Werkstoffkompetenz und Anwendungs-Know-how zur Verfügung.

    Ziel der 2009 gegründeten SYN Stiftung | Kunst Design Wissenschaft ist es, die Möglichkeiten der Verzahnung der Disziplinen zu untersuchen. Sie kooperiert mit anderen Einrichtungen und ist an verschiedenen Orten aktiv, um interdisziplinäres Denken und Arbeiten in gesellschaftliche Bereiche zu tragen. Im Mittelpunkt steht die Erprobung einer multidisziplinären Praxis. Der SYN Award | sms ermöglicht während der Forschungsre-sidenzen in den Meisterhäusern der Stiftung Bauhaus Dessau und an den Technischen Sammlungen Dresden, Disziplinen und Diskurse miteinander in Verbindung zu setzen. Mit den Methoden der Künstlerischen Forschung soll das ästhetische Wissen über smart materials durch eine epistemische Praxis erweitert werden. Ziel ist dabei, die Entwicklung von Modellen und Methoden für die Einbindung von smart materials in den Prozess des Forschens und Arbeitens, sowie die Repräsentation und Anwendbarkeit in der Alltagswelt von Nicht-Experten unterschiedlicher Altersgruppen.

    Eröffnung/Einzugsparty der forschungswerkstatt smart materials:
    5.5.2018, 15.00 Uhr, ab 14 Uhr Eintritt frei

    Technische Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
    Tel. 0351/488-7201, Fax 0351/488-7203, www.tsd.de, www.museen-dresden.de
    Öffnungszeiten: Di - Fr 9 - 17 Uhr, Sa + So 10 - 18 Uhr

     
    Kontakt: Anja Johannes, Projektleiterin smart materials satellites, anja.johannes@museen-dresden.de,
     T +49 (0) 3 51 4 88 72 ,
     Maren Dose, Öffentlichkeitsarbeit, maren.dose@museen-dresden.de, T +49 (0) 3 51 4 88 72

    Tüfteln. Forschen.Selbermachen. In der Forschungswerkstatt Smart Materials Tüfteln. Forschen.Selbermachen. In der Forschungswerkstatt Smart Materials Tüfteln. Forschen.Selbermachen. In der Forschungswerkstatt Smart Materials
  • 25.04.2018

    MINDSCAPE

    The Japanese Series. Thomas Neumann. Fotografie

    Pressemitteilung
    Dresden, 25.4.2018

     

    MINDSCAPE         
    The Japanese Series       
    Thomas Neumann. Fotografie

    Sonderausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden, 27. April bis 12. August 2018

    Der Düsseldorfer Künstler Thomas Neumann reflektiert in seiner Arbeit verschiedene Aspekte von Weltanschauung. Gleichzeitig befragt er die Bild- und Verfahrensgeschichte der Fotografie. Die vier Werkreihen in der Ausstellung sind Japan als einem kulturell andersartigen Ort gewidmet. Sie thematisieren beispielhaft das Verhältnis von Mensch und Natur – einschließlich seiner Zuspitzung im Extrem.

    Durch Verwendung einer analogen Großbild-Kamera und die Umkehrung Negativ/ Positiv erhalten die Aufnahmen der Serie MORI (Wald) ihre abstrakte Erscheinung. Obwohl sie fotografisch erzeugt sind, zeigen sie ähnlich flache Perspektiven wie die japanische Tuschemalerei. Eine meditative Anschauung der Natur prägt auch die fernöstliche Tradition der Gelehrten-Steine (SUISEKI). In der fotografischen Fassung entfalten die Gesteinsformen, die ISHI, ihre allein im Blick des Betrachters liegende Vieldeutigkeit.
    Die geometrischen Muster der Serie FIGURA entstanden durch fotografische Belichtung von KATAGAMI. Hierbei handelt es sich um historische, ursprünglich zum Färben von Kimono-Stoffen verwandte Vorlagen.

    An die katastrophalen Geschehnisse um das Kernkraftwerk Fukushima wird in der Arbeit MÄRZTAGE von 2011 erinnert. Im Zentrum der Ausstellung platziert, spiegelt sich in der tageweise sortierten Sammlung von Newsticker-Nachrichten und Alltagsfotografien die Wahrnehmung des Künstlers aus der sicheren geografischen Distanz – erfüllt von persönlicher Betroffenheit.

    Thomas Neumann, 1975 geboren in Cottbus, 1997 – 2004 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Bernd Becher und Prof. Thomas Ruff, 2003 Meisterschüler lebt und arbeitet in Düsseldorf, seit 2007 zeitweilig auch in Japan

     

    Veranstaltungen
    MINDSCAPE JAPAN I – Workshop KATAGAMI
    in Zusammenarbeit mit dem Kunstgewerbemuseum
    31. Mai 2018, 18 bis 20 Uhr

    MINDSCAPE JAPAN II
    30. Juni 2018, ab 18 Uhr
    Museumsnacht Dresden

    Technische Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
    Tel. 0351/488-7201, Fax 0351/488-7203
     www.tsd.de, www.museen-dresden.de
    Öffnungszeiten: Di - Fr 9 - 17 Uhr, Sa + So 10 - 18 Uhr 
     
    Fotos:
    Thomas Neumann, Mori 55, 2014, Thomas Neumann, Ishi B09, 2017,© VG Bild Kunst

    Kontakt:
    Dr. Andreas Krase, Kustos für Fotografie, 0351/4887208, andreas.krase@museen-dresden.de,
    Maren Dose, Öffentlichkeitsarbeit, 0351/4887254, maren.dose@museen-dresden.de

     

     

    MINDSCAPE MINDSCAPE
  • 25.04.2018

    Interaktiver Stadtplan Kamerastadt Dresden

    Pressemitteilung
    Dresden, 25.4.2018
              

    Interaktiver Stadtplan
    Kamerastadt Dresden 1860 – 2010
    Von der Hinterhofwerkstatt zur Großindustrie

    Nach mehr als 3jährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten stellen die Technischen Sammlungen Dresden in einer ersten Ausbaustufe den „Interaktiven Stadtplan der Kamerastadt Dresden“ vor, eine neuartige, nutzerorientierte Präsentation zum Thema Industriegeschichte und Industriekultur. Die Ergebnisse werden auf einem 65 Zoll großen Touchscreen-Monitor für alle Besucher im historischen Vestibül des Ernemannbaus zugänglich gemacht.

    Die Darstellungen sind sowohl für den Laien – Besucher aller Altersstufen – wie auch den historischen Interessierten bestimmt und ermöglichen einen spielerischen, unterhaltsamen, aber auch systematischen und
    wissensintensiven Einstieg in die Geschichte einer historischen Schlüsseltechnologie am Industriestandort Dresden.

    Die digitale Karte der Kamerastadt Dresden bietet Informationen zu mehr als 150 Unternehmen der fotochemischen und de Foto- und Kinoapparateindustrie und zeichnet anschaulich und geografisch präzise die Entwicklung, den Höhepunkt und auch den Niedergang der Foto- und Kinoindustrie in Dresden nach. Die historischen Stadtpläne erweitern die Darstellung um die stadtgeschichtliche Dimension, vom Übersichtsplan bis zum einzelnen Haus, von  der historischen zur aktuellen Adresse.
    Auf dem Touchscreen können auch Fotografien von Gebäuden und aus der Produktion, Abbildungen von Erzeugnissen im Original und in Katalogen, von Werbegrafiken und Signets angesehen und erkundet werden.

    Im Vorfeld erarbeitete das Team der Technischen Sammlungen Dresden zusammen mit weiteren Projektmitarbeitern und der Mithilfe von Experten, so auch dem Verfasser des Standardwerks zur Geschichte der Dresdner Fotoindustrie, Dr. Gerhard Jehmlich, eine umfassende Daten- und Literatursammlung zur Industrie- und Technikgeschichte der Foto- und Kinoindustrie in Dresden. Viele der frühen Werkstätten und Betriebe wurden erstmalig erfasst und das gesamte industrielle Netzwerk mit seinen zahlreichen Standorten und historischen Adressen sichtbar gemacht. Zur Speicherung der bisherigen Ergebnisse und als Ablage der laufenden Erweiterungen dient die mit Unterstützung durch die Firma CognoSphere GmbH, Dresden, eigens entwickelte Projektdatenbank „KameraWiki“.

    In Zusammenarbeit mit den Partnern SLUB/ Deutsche Fotothek/ Kartenforum/ Digitalisierungszentrum, dem Stadtarchiv Dresden, dem Amt für Geodaten und Kataster der Landeshauptstadt Dresden und mit fachlicher Unterstützung durch die Fakultät Geoinformation an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden wurden mehrere historische Karten der Stadt Dresden erschlossen, digitalisiert und georeferentiert.

    Der interaktive Stadtplan lädt ein – zu virtuellen Spaziergängen durch die Geschichte.
    Das Projekt wurde gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Koordinierungsstelle Sächsische Industriekultur.

    Technische Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
    Tel. 0351/488-7201, Fax 0351/488-7203,  www.tsd.de, www.museen-dresden.de
    Öffnungszeiten: Di - Fr 9 - 17 Uhr, Sa + So 10 – 18 Uhr
    Kontakt:Dr. Andreas Krase, Kustos für Fotografie, 0351/4887208, andreas.krase@museen-dresden.de,
    Maren Dose, Öffentlichkeitsarbeit, 0351/4887254, maren.dose@museen-dresden.de

    Interaktiver Stadtplan Kamerastadt Dresden
  • 22.12.2017

    Tänzerinnen und Mathematiker gewinnen Kunst- und Wissenschaftspreis

    Preisträger des KUWI Dresden 2017 gekürt

    Pressemitteilung, Dresden 22. Dezember 2017

    Tänzerinnen und Mathematiker gewinnen den Kunst- und Wissenschaftspreis 2017

    Der vom Dresdner Zentrum der Wissenschaft und Kunst e. V. vergebene Kunst- und Wissenschaftspreis KUWI geht in diesem Jahr an die Tänzerinnen Cindy Hammer und Susan Schubert und die Mathematiker Axel Voigt und Florian Stenger. Die von den Tänzerinnen der „go plastic company“ und den Wissenschaftlern der TU Dresden gemeinsam entwickelte Installation „phase2phase“ wurde aus sieben für das Jahresthema „echtzeit – zwischen Millisekunde und Authentizität“ nominierten Projekten ausgewählt.

    „Phase2phase“ entwirft einen Raum, in dem Menschen permanent mit einer virtuellen Umgebung interagieren. Jede noch so kleine Regung der Körper löst eine sofortige Reaktion (in Echtzeit) aus. Die Veränderungen der mathematischen Struktur, in der sich zwei Zustände überlagern, vermischen und wieder entmischen, schaffen eine neue Wirklichkeit.

    Der KUWI 2017 wird vom Kulturhauptstadtbüro der Landeshauptstadt Dresden, dem HighTech Startbahn Netzwerk e.V. und der KT Foundation gefördert. 

    Die Preisträgerarbeit und alle anderen nominierten Projekte werden bis zum 11. März 2018 in einer Ausstellung der Technischen Sammlungen Dresden ausgestellt. Matthias Lehmann lässt eine interaktive Großskulptur schon von weitem sichtbar über die Stadt »blingen«. Wolfgang Georgsdorf verwandelt den Emanuel-Goldberg-Saal in ein Geruchslabor. Die Rauminstallation von Michael Reindel und ihr virtuelles Pendant werden durch Besucherreize digital überformt. Benjamin Hummitzsch und Robert Richter spekulieren in bester SciFi-Manier über humangenetische Echtzeitproduktion. Annett Gerlach lässt Sonne und Mond in neuer Perspektive kreisen. Und Lion Hoffmann feiert am Vorabend des autonomen Automoblis das Erlebnis des Fahrens im Zusammenspiel von Mensch und Maschine.

    Technische Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden

    Di-Fr 9 – 17 Uhr
    Sa/So/Feiertage 10 – 18 Uhr
    24., 25. und 31.12. geschlossen
    Neujahrstag 14 – 18 Uhr

    Kontakt:
    Sabine Zimmermann-Törne, Kuratorin,  Fon: 0351/4887232, 0173/91197317, sabine.zimmermann@aktivmuseum.com, vorstand@dzwk.de, www.dzwk.de,
    Maren Dose, Öffentlichkeitsarbeit Technische Sammlungen Dresden, Fon: 0351/4887254, maren.dose@museen-dresden.de, www.tsd.de

     

     

     

    Tänzerinnen und Mathematiker gewinnen Kunst- und Wissenschaftspreis
  • 15.12.2017

    ECHTZEIT. Zwischen Millisekunde und Authentizität

    Kunst- und Wissenschaftspreis Dresden 2017

     

    Pressemitteilung, Dresden 15. Dezember 2017

    ECHTZEIT
    Zwischen Millisekunde und Authentizität
    Kunst- und Wissenschaftspreis Dresden 2017
    16.12.2017-11.3.2018


    Das Dresdner Zentrum der Wissenschaft und Kunst zeigt im Rahmen der Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ gemeinsam mit den Technischen Sammlungen Dresden sieben Wettbewerbsbeiträge für den Kunst- und Wissenschaftspreis KUWI DRESDEN 2017.

    Am 15. Dezember 2017 vergibt das DZWK zum 4. Mal in Folge den Kunst- und Wissenschafts¬preis.  Im Juni nominierte eine Jury aus 19 Einreichungen sieben Konzepte für eine Umsetzung. Die nominierten Arbeiten werden in den Technischen Sammlungen vom 16. Dezember 2017 bis 11. März 2018 unter dem Titel:

    „ECHTZEIT - Zwischen Millisekunde und Authentizität“ ausgestellt.


    Thema
    ECHTZEIT-Technologien verändern unsere Art der Kommunikation und der globalen Austauschprozesse. Forscherinnen und Forscher arbeiten daran, jede Form der Informationsübertragung so weit zu beschleunigen, dass die Zeitdifferenz zwischen Sender und Empfänger auch bei globalen Entfernungen nur wenige Millisekunden beträgt.
    Die zunehmende Beschleunigung, in der sich die Menschen seit der „Erfindung“ der Zeit, deren Messung und Rhythmisierung befinden, erzeugen enorme technologische, ökonomische, soziale und auch neurobiologische Veränderungen. Mit Echtzeittechnologien nähern wir uns der globalen Synchronizität. Die dadurch angestoßenen Transformationen in Kultur und Alltag, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Mittelpunkt des KUWI 2017 und weiterer Veranstaltungen des Dresdner Zentrums der Wissenschaft und Kunst zum Jahresthema ECHTZEIT.


    Ausstellung
    In der Ausstellung lässt Matthias Lehmann eine interaktive Großskulptur schon von weitem sichtbar über die Stadt »blingen«. Der onomatopoetische Ausdruck für einen Gedankenblitz korrespondiert in Lichtgeschwindigkeit zwischen dem Ernemannturm, der Turmspitze der Versöhnungskirche und einem Reflexionsfeld im Ausstellungsraum. Unter www.bling.jetzt kann diese Stadtlicht-Installation an- und ausgeschaltet werden.
    Wolfgang Georgsdorf verwandelt den Emanuel Goldberg Saal in ein Geruchslabor, in dem er uns zeigt, was hochfrequentes Aufführen von Gerüchen und ihre Internetübertragung der Welt geben kann.
    Im Sonderausstellungsraum des Hauses können die Besucher gleich mehrfach zu Sendern und Empfängern werden: Die Rauminstallation von Michael Reindel und ihr virtuelles Pendant werden durch Besucherreize digital überformt. Die go plastic company interagiert zur Vernissage in Auseinandersetzung mit einer App der Mathematiker Axel Voigt und Florian Stenger auf einem virtuell bespielten Tanzboden, der im Anschluss auch durch BesucherInnen betanzt werden kann. Benjamin Hummitzsch und Robert Richter spekulieren in bester SciFi-Manier über humangenetische Echtzeitproduktion. Annett Gerlach lässt Sonne und Mond in neuer Perspektive kreisen.
    An ausgewählten Sonntagen können Besucher „Dions Eule“, das Fahrzeug des Künstlers Lion Hoffmann, selbst ausprobieren und den Innenhof des Museums befahren.

    Der Kunst- und Wissenschaftspreis KUWI DRESDEN 2017 des Dresdner Zentrums der Wissenschaft und Kunst sowie ein Publikumspreis werden in Kooperation mit dem Kulturhauptstadtbüro der Stadt Dresden im Rahmen der Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ gefördert.

    Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Ing. habil. DEng/Auckland Hans Müller-Steinhagen, Rektor der Technischen Universität Dresden.
     

    Finissage & Publikumspreisverleihung
    11.3.2018, 14 Uhr Kuratorische Führung  und 16 Uhr Preisverleihung 
    Die Besucher des Museums können in der Ausstellung unter den 7 Nominierten ihren Favoriten wählen und einen „ECHTZEIT“-Liegestuhl gewinnen. Die Verleihung des Preises und die Verlosung unter den Teilnehmern findet zur Finissage statt.

    Ziel ist es, gemeinsam Möglichkeitsräume für das noch nicht Gedachte zu erzeugen, Kollaboration von Wissenschaft & Kunst zu fördern, sowie Ausstellungen & Diskursformate zu entwickeln.

    Technische Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden

    Öffnungszeiten:
    Di-Fr 9 – 17 Uhr
    Sa/So/Feiertage 10 – 18 Uhr

    24., 25. und 31.12. geschlossen
    Neujahrstag 14 – 18 Uhr

    Kontakt:
    Sabine Zimmermann-Törne, Kuratorin,  Fon: 0351/4887232, 0173/91197317, sabine.zimmermann@aktivmuseum.com, vorstand@dzwk.de, www.dzwk.de,

    Bildmaterial:
    Maren Dose, Öffentlichkeitsarbeit Technische Sammlungen Dresden, Fon: 0351/4887254, maren.dose@museen-dresden.de, www.tsd.de

     

     

    ECHTZEIT. Zwischen Millisekunde und Authentizität ECHTZEIT. Zwischen Millisekunde und Authentizität ECHTZEIT. Zwischen Millisekunde und Authentizität
  • 03.11.2017

    Big dada is watching you!

    Datenspeicherung und digitale Selbstbestimmung

    Pressemitteilung
    Medienfestival Dresden, 11. bis 12. November 2017

    Medienfestival widmet sich den Themen Datenspeicherung und Selbstbestimmung

    Das Medienfestival Dresden lädt am 11. und 12. November 2017 unter dem Thema „Big Dada“ in den Technischen Sammlungen Dresden dazu ein, auf spielerische Art digitale Welten zu erkunden. Das Angebot richtet sich an Familien, Jugendliche und junge Erwachsene. Ziel ist es, multimediale Techniken zu erproben und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien zu schärfen. Der Schwerpunkt liegt dieses Mal auf den Themen Datenspeicherung und digitale Selbstbestimmung.

    Das Festivalprogramm verknüpft unter dem Motto „Ausprobieren, Staunen, Entdecken“ interaktive Spiele sowie Bastel- und Mitmachangebote mit Workshops, Ausstellungen und Installationen. Die Besucher können an 40 Stationen auf acht Etagen der Technischen Sammlungen Dresden unter verständlicher Anleitung etwa Trickfilme erstellen, Computerspiele entwickeln oder Roboter zum Leben erwecken. Im IndieGameForum präsentieren unabhängige Spieleentwickler ihre Spiele und laden zum Austausch mit den Besuchern ein. Parallel zum Festival ist die Dauerausstellung der Technischen Sammlungen für Festivalbesucher geöffnet. Der Eintritt zum Festival beträgt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder ab sechs Jahre zahlen 2 Euro.

    Höhepunkt des Festivalwochenendes ist die Verleihung des Deutschen Multimediapreises mb21 am 11. November 2017. Mit dem Thema „Big Dada“ greift der bundesweit bedeutendste Wettbewerb digitaler Medienkultur für Kinder und Jugendliche die Diskussion um das Thema Datenspeicherung und digitale Selbstbestimmung auf. „Die begriffliche Anspielung auf die Kunstform des Dadaismus, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts als Revolte gegen konventionelle künstlerische Strömungen richtete, ist dabei bewusst gewählt“, erklärt Thomas Hartmann, Projektleiter vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum.

    Das Festival findet zum 15. Mal statt und lockte im vergangenen Jahr rund 4000 Besucher an. Es wird gemeinsam vom Medienkulturzentrum Dresden und dem Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) organisiert. Wettbewerb und Medienfestival werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Stadt Dresden und weiteren Partnern gefördert.

    Für weitere Presseinformationen wenden Sie sich bitte an:
    Nicole Czerwinka
    presse@medienkulturzentrum.de
    Tel: 0177/25 77 221 

                   

     

    Big dada is watching you!
  • 19.10.2017

    Bloß keine Datenspuren


    Pressemitteilung vom 11. Oktober 2017

    „Datenspuren“ in den Technischen Sammlungen Dresden

    Am 21. und 22. Oktober 2017 werden die Hackerinnen und Hacker des Chaos Computer Clubs Dresden wieder "Datenspuren" in den Technischen Sammlungen legen. Die Räumlichkeiten, in denen normalerweise ein Museum Einblicke in Informations- und Medientechnik gibt, werden zum Schauplatz des zweitägigen Dresdner Hacker-Symposium. Unter dem Motto „Bloß keine Datenspuren“ wird in diesem Jahr die Neutralität des Internets thematisiert. Die „Datenspuren“ sind ein Symposium, auf dem die gesellschaftlichen Folgen der

    Informationstechnologie diskutiert werden. Seit 2004 wird die zweitägige Veranstaltung einmal im Jahr vom Chaos Computer Club Dresden organisiert. An einem Wochenende - meist Mitte Oktober – werden die gesellschaftlichen Folgen der Informationstechnologie diskutiert, alte und neue Trends analysiert, gebastelt und sich ausprobiert. Ziel der Vorträge und Workshops ist dabei stets, zu einem kritischen Gedankenaustausch zwischen Gesellschaft, Politik und Technikern anzuregen.

    „Die Technischen Sammlungen sind der ideale Ort für eine Hacker-Symposium“, freut sich Hauptorganisator Martin Christian. In Zeiten der technologiegetriebenen digitalen Revolution gebe es daher keinen besseren Ort als ein Technikmuseum, um über die gesellschaftlichen Folgen neuer Technologien zu sprechen und neue Technologien zu erfahren.

    Die Datenspuren werden durch Thomas Lohninger mit „Netzneutralität - Geisterfahrer auf der Datenautobahn“ thematisch eröffnet. Es folgen Vorträge unter anderem zu Anonymität im Internet, Medienpädagogik oder Datenspurenspurensuche (Forensik) unter Windows.

    Verschiedene Workshops, vom Brausemixen bis zum Entwurf von Sicherheitshardware, laden zum Mitmachen ein. Das Netzwerk Medienkunst eröffnet zu den Datenspuren die Ausstellung „When machines are dreaming“ und die Künstler stellen ihre Ideen in Vorträgen vor. „Nicht öffentlich“ heißt eine Lesung pikanter Dialoge aus dem NSAUntersuchungsausschuss, die den Samstag Abend einleitet. Am Sonntag wird ab 12 Uhr auf dem Podium diskutiert, welche Technologien uns nach der Postmoderne erwarten.

    Junge Hacker können Minetest spielen und lernen es zu erweitern. Außerdem kann gelötet werden und für ältere Kinder gibt es ein „Capture the flag“-Rätsel zu lösen.

    Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Die Ausstellungen der Technischen Sammlungen können während der „Datenspuren“ eintrittsfrei besuchtwerden.

    Weitere Informationen unter www.datenspuren.de

    Pressekontakt: Martin Christian
    E-Mail: datenspuren@c3d2.de, Tel.: 0176 24447880
     

     

    Bloß keine Datenspuren
  • 19.10.2017

    When machines are dreaming

    Eine Medien-Kunstausstellung zu digitalen Visionen

    When Machines are Dreaming - Eine Medien-Kunstausstellung zu digitalen Visionen in den Technischen Sammlungen Dresden


    Thematische Arbeiten zu Virtueller Realität, KI und Robotik, also die Science Fiction Visionen des 20. Jahrhunderts, die heute (erweiterte) Realität geworden sind.


    Vernissage-Programm: 21. Oktober 2017

    15:30-17:30 Uhr Machine Dreams - Screening im Kino

    18.00 Uhr Eröffnung Ausstellung

    21.45 Uhr Performance Stefan Römer Recoder 2.0


    Ausstellung: 21. Oktober bis 14. November 2017

    Öffnungszeiten: 9-17 Uhr

    Ort: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden


    Mit der Ausstellung "When Machines are Dreaming" wird ein audio-visueller Reflexionsraum in die Technischen Sammlungen Dresden installiert, der Einzelbeispiele der gegenwärtigen medienkulturelle Praxis präsentiert und künstlerische Ansätze in und mit altvertrauten Medienformaten wie Hörspiel und Video mit neuen Medientechnologien wie Virtual Reality und 3D Animation in Beziehung setzt: Allesamt Ausdrucks- und Präsentationsweisen gegenwärtiger Kunst mit Medientechnologien, die für die Einen bereits selbstverständlich ist, und für Andere immer noch Neugier bis Ablehnung erzeugt.


    Immer an den Schnittmengen des Spekulativen und der erlebten Medienrealität entlang, werden in der Ausstellung vernetzte Systeme und Machtstrukturen hinterfragt. Seien es Identitäten, die sich vernetzen und performativ generieren oder auch Arbeitsroboter, die ein Bewusstsein für eigene kulturelle Ausdrucksformen entwickeln, um ihre Würde zu wahren? Aber auch erkenntnistheoretische Fragen, werden verhandelt: Wie ist die Wirklichkeit strukturiert? Kann man überhaupt noch zwischen einer simulierten und authentischen Welt unterscheiden? Wie intelligent sind künstliche Systeme bereits? Wird die virtuelle Realität den menschlichen Körper irgendwann überflüssig machen?


    Die Wellen von gut inszenierten Technologie-Hypes, die mit verschiedenstem Wissen um anwendbare Psychostrategien den unaufhaltsamen Einzug in unsere Gegenwart proklamieren, reißen nicht ab. Ob am Ende alles nur heiße Luft sein wird, können wir entscheiden! Oder lassen wir die Maschinen träumen?


    Netzwerk | Medien | Kunst 2017

    Das Netzwerk | Medien | Kunst vereint seit 2016 Akteure der Bildenden Kunst und Darstellenden Künste, die sich regelmäßig zu Fragen der zeitgenössischen Kunst, aktueller Medienkultur sowie technologischen Entwicklungen und deren gesellschaftlichen Auswirkungen austauschen. Wichtige Impulse des intensiven Dialogs münden in dem umfassenden Ausstellungskonzept “When machines are dreaming”, das unter anderem mit Kooperationspartnern wie dem Chaos Computer Club (CCC), NRW-Forum Düsseldorf, Technische Sammlungen, Initiative - kultura.digital und dem C. Rockefeller Center for the Contemporary Arts umgesetzt wird. Netzwerk | Medien | Kunst will Transformationsprozesse innerhalb digitaler sowie physischer Realitäten sichtbar und transparent machen und vor allem mitgestalten. Das Engagement des Netzwerks zielt dabei auf lokale sowie international agierende Cluster und die Bündelung von Ideen sowie Ansätzen innerhalb unterschiedlicher Plattformen, unter anderem in Ausstellungsformaten, Lectures, Workshops und Diskussionsreihen. Die Ausstellung findet in den Technischen Sammlungen Dresden statt und ist Teil des Datenspuren-Kongress des CCC Dresden. Das Netzwerk | Medien | Kunst hat sich im Rahmen des Vereins „friends of Dresden Contemporary Art e.V.“ (DCA) gegründet.


    Beteiligte Künstler und Künstlerinnen u.a.:

    Nelles Al Badri (DE), Giulia Bowinkel & Friedemann Banz (DE), Aram Bartholl (DE), Christina Brandl (DE), Alba D`Urbano (IT/DE), Jake Elwes (GB), Kerstin End (DE), Lucie Freynhagen (DE), Deborah Geppert (DE), Emmanuel Grimaud (FR), Spiros Hadjidjanos (GR), Kevin Jung (DE), Jonas Lund (SE), Steffen Koritsch (DE), Johan Nordberg (SE), Jaakko Pallasvuo (FI), Tabita Rezaire (SA), Willy Schulz (DE), Michele Spanghero (IT), Ernst Markus Stein (DE), Andreas Trobollowitsch (AT), C.Rockefeller Group (DE), Akihiko Taniguchi (JP), Manuel Roßner (DE), Theo Triantafyllidis (GR), Philip Wagenknecht (DE), Alwin Weber (DE), Jochen Wiech (DE)


    Vorträge von Künstlern und Künstlerinnen der Ausstellung “When machines are dreaming” im Rahmen der Konferenz Datenspuren des CCC Dresden e.V. am 21.10./22.10.:


    21.10.2017________Samstag

    12:00 _Goldbergsaal

    Künstlergespräch mit Jonas Lund


    12:45 _Museumskino

    Bappa 2.0 — Seltsam menschliche Roboter

    Das Ganesh Yourself Experiment

    Emmanuel Grimault


    14:15 _Goldbergsaal

    Terra0
    Alt-Infrastructure, Post-Nihilistische Praxis und #Solarpunk
    Paul Seidler


    15:00 _Museumskino

    Looking at Algorithms
    Manuel Rossner


    15:30 _Museumskino

    Machine Dreams (Screening)
    Joscha Bach


    21:30 _ Turm Café

    ReCoder - Live Performance
    Love, Drugs, Music, Art in the times of digital control
    Stefan Römer

     

    22.10.2017________Sonntag
    13:00 _Museumskino

    Datenspuren im Cosmotic LAB

    Katharina Gross & Marcus Degenkolbe

     

    Weitere Informationen: www.whenmachinesaredreaming.net


    Eine Veranstaltung des dresdencontemporaryart e.V. (DCA)


    Netzwerk | Medien | Kunst 2017 wird gefördert durch die Stiftung für Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden sowie der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz


    Veranstalter: friends of dresdencontemporaryart e.V. (DCA)


    Kooperationspartner:

    Chaos Computer Club Dresden - Datenspuren
    1. Rockefeller Center for the Contemporary Arts

    dgtl fmnsm

    DS-X.org | depart UG

    Initiative - kultura.digital

    Medienkulturzentrum Dresden – Deutscher Multimediapreis MB21

    neue raeume;

    NRW-Forum Düsseldorf

    Technische Sammlungen Dresden

    Trans-Media-Akademie Hellerau - CYNETART

    S T O R E contemporary


    Förderer:

    Europäische Union, Programm CREATIVE EUROPE

    Europäische Union, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

    Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden

    Dresdner Stiftung für Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden


    Die Aktivitäten des Netzwerk | Medien | Kunst 2017 werden ko-finanziert aus Mitteln des Programms KREATIVES EUROPA der Europäischen Union und aus Mitteln der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020 im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ sowie gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden und der Dresdner Stiftung für Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.


    kultura.digital ist eine digitale Plattform zur Vernetzung von zeitgenössischer Kunst und Kultur im deutsch-tschechischen Grenzraum.

    Das Projekt wird seit Juli 2017 durch die Europäische Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Freistaat Sachsen-Tschechische Republik gefördert.

    Projektpartner sind die Technische Universität Dresden, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem und die Euroregion Labe/Elbe in Ústí nad Labem.


    SHAPE (Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe) ist ein EU-Plattformprojekt zur Förderung künstlerischen Nachwuchses aus den Bereichen innovative Musik und audiovisuelle Kunst. Das CYNETART Festival der TMA Hellerau ist Partner dieser Plattform und präsentiert einen Beitrag im Rahmen der Ausstellung.

    http://shapeplatform.eu


    20.-29. Oktober, DAVE Festival | Transgressionen (Veranstalter: DAVE e.V.)


    10.-11. November Deutscher Multimediapreis MB21 (Veranstalter: Medienkulturzentrum Dresden e.V.)

    11. November Workshop Cosmotic Lab - Virtual-Reality-Umgebungen mit Jugendlichen erforschen (im Rahmen von MB21)
    Ort: Technische Sammlungen, Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden

    16.-19. November, CYNETART 2017 - Enlightenment for the Nerd (Veranstalter: Trans-Media-Akademie Hellerau e.V.)
    Ort: Festspielhaus Hellerau, Karl-Liebknecht-Str. 56, 01109 Dresden


    18. November, dgtl fmnsm – Live-Online Show: GLEAM #02 INTIMACY anlässlich der CYNETART 2017 (Veranstalter: dgtl fmnsm)
    Ort: Festspielhaus Hellerau, Karl-Liebknecht-Str. 56, 01109 Dresden

     

    When machines are dreaming
  • 01.10.2017

    Kurze Geschichte des langen Animationsfilms

    KURZE GESCHICHTE DES LANGEN ANIMATIONSFILMS
     
    Eine Ausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm vom 01.10.2017 bis 25.03.2018
     
    Erstmals werden Zeichen-, Puppen- und Silhouettenanimationshelden aus drei Generationen in einer Ausstellung zur Geschichte des deutschen Langmetrage-Animationsfilms präsentiert. Originalmaterialien zu exemplarischen Filmen in ihrem Entstehungskontext sowie Filmclips sind bis 25. März 2018 in einer Sonderausstellung in Dresden zu sehen.
     
    Die Produktion von Animationsfilmen in Spielfilmlänge ist ein aufwendiges Unterfangen. Nur knapp 30 Titel mit einer Länge von 1000 Metern (ca. 35 Minuten) oder länger entstanden in beiden deutschen Staaten bis 1990. In den vergangenen 25 Jahren stieg zwar einerseits die Anzahl der Produktionen erheblich. Jedoch richten sich die Produktionen überwiegend an Kinder und bilden nicht die Schaffensvielfalt der Animationskunst in Deutschland ab.
    Die eigens für diese Sonderausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm zusammengestellte chronologische Filmografie mit mehr als 100 Titeln ist der erste Schritt zur systematischen Aufzeichnung der Geschichte des deutschen Langmetrage-Animationsfilms von 1945 bis heute.
     
    Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Rolf Giesen, Dr. Volker Petzold sowie Nadja Rademacher und entsteht in Kooperation mit den Technischen Sammlungen Dresden und dank freundlicher Leihgaben von Museum für Film und Fernsehen – Rolf Giesen Sammlung, Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main / Nachlass Curt Linda bzw. Bildarchiv sowie Firmenarchiven.
     

    Kurze Geschichte des langen Animationsfilms
  • 14.09.2017

    TRUST. Niklas Goldbach. Fotografie und Video

    Dresdner Stipendium für Fotografie


    Pressemitteilung
    Dresden, 14. September 2017

     

    Niklas Goldbach
    TRUST
    Dresdner Stipendium für Fotografie

    Das Dresdner Stipendium für Fotografie und die Ausstellung sind ein Kooperationsprojekt der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden
    und der Technischen Sammlungen Dresden. Es wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. Während des dreimonatigen Arbeitsaufenthaltes in Dresden erhält der/die FotografIn neben einem monatlichen Stipendium eine freie Unterkunft sowie einen Zuschuss für Materialkosten. Ziel ist es, nach Projektabschluss die entstandenen Arbeiten in den Technischen Sammlungen Dresden auszustellen.

    Unter über 70 Bewerbern aus ganz Europa wählte eine Jury den Berliner Niklas Goldbach aus. Der Künstler lebte und arbeitete 2016 für drei Monate an der Elbe.
    „Die Arbeitswelten, denen Niklas Goldbach in seiner Dresdner Zeit fotografisch nachgespürt hat, lassen uns teilhaben an spezifischen Werken und Prozessen, die uns verborgen bleiben, aber Bestandteil einer globalisierten Welt sind,“ so Heiko Lachmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung. „Insofern stehen sie paradigmatisch für Widersprüche, die entstehen, wenn Menschen an konkreten Orten tätig sind, ihre Arbeit aber als reproduzierbar und ortsunabhängig erleben. Ich freue mich über Niklas Goldbachs detaillierten Blick auf teils verschlossene Räume in Dresden, die uns gar nicht so fremd sind. Also stehe ich etwas distanziert und gleichzeitig wieder erkennend vor seinen Arbeiten.“

    Die aktuelle Ausstellung des Dresdner Fotografiestipendiaten trägt den Titel TRUST. Das englische Wort „TRUST“ kann für eine soziale Einstellung, ein Verhalten stehen - das Vertrauen, wie auch für große Produktions- und Verwertungszusammenhänge, für den „TRUST“. Allgemein untersucht Niklas Goldbach in seinen Fotografie- und Videoarbeiten die Spannung zwischen Architektur und Natur, Gesellschaft und Individuum, freier Bewegung und kontrolliertem Stillstand. Das Spektrum seiner stilistischen Mittel reicht von der dokumentarischen Bestandsaufnahme bis zur Fiktionalisierung durch die Postproduktion beim Film. Die neuerstellten fotografischen und filmischen Arbeiten sind Bestandteil umfangreicher Werkkomplexe und werden als solche in der Ausstellung präsentiert.

    Im Rahmen seines Fotografiestipendiums befasste sich Goldbach vor allem mit den Orten und Arbeitswelten der Mikro- und Nanoelektronik-Industrie in und um Dresden.

    Die Bilder der Serie ISO 5 wurden in den hermetisch geschlossenen Produktionsräumen der Firma Globalfoundries im „Silicon Saxony“ aufgenommen. Der Titel bezieht sich auf die Reinraumklasse der Fertigungsräume für Mikrosysteme, in denen prozessbedingt im gelben Lithografie-Licht gearbeitet wird.

    Das Video The Foundry ist der dritte Teil von Niklas Goldbachs offener Video-Serie Form and Control. Das blockförmige Gebäude der Chip-Fabrik wurde mit der Kamera umrundet. In die ruhigen Standaufnahmen werden in schneller Folge einzelne Wörter eingeblendet, die sich zu Äußerungen eines fiktiven Wesens, eines vernunftbegabten Computers, zusammenfügen lassen. Als weitere Filme dieser Serie werden die Videos Live at Revel und Boulevard de L’Europe gezeigt.

    Die Arbeit an der Serie Permanent Daylight begann 2013 und ist prinzipiell unabgeschlossen. Die Aufnahmen entstanden an sehr unterschiedlichen geografischen Punkten der Erde, so auch in Dresden. Alle diese Orte sind geprägt durch den Prozess der Veränderung durch den Menschen, durch die technische Zivilisation, die tatsächlich ein „Weltreich“ umfasst. In diesem geht, aufgrund seiner Dimension „niemals die Sonne unter“, wie in den Großimperien vergangener Zeiten.

    TRUST erweist sich als Ansatzpunkt provozierender Fragen: Es geht um das Sehen und Sichtbarmachen und dessen Infragestellung, um die menschliche Wahrnehmung im Kontext komplexer kultureller und politischer Zusammenhänge.

    Eröffnung: Donnerstag, 14. September 2017, 19 Uhr
    Ausstellungsdauer: 15. September – 26. November 2017
    Ort: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden

    Kontakt: Dr. Andreas Krase, Kustos für Fotografie, 0351/4887208, andreas.krase@museen-dresden.de
    Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden

    Bildunterschrift: Niklas Goldbach, ISO 5, DSC00381 (2017)

     

    TRUST. Niklas Goldbach. Fotografie und Video
  • 17.06.2017

    MOMENTE. 60 Jahre dresdner fotoaktiv 57 e. V.

    17. Juni bis 20. August 2017

    Presseinformation
    MOMENTE. 60 jahre dresdner fotoaktiv 57 e. V.
    17. Juni bis 20. August 2017

    Eröffnung: 16. Juni 2017, 19 Uhr
    Pressegespräch: 15. Juni 2017, 11 Uhr

     

    Aus Anlass des sechzigjährigen Bestehens präsentiert das Dresdner Fotoaktiv in den Technischen Sammlungen Dresden aktuelle fotografische Arbeiten und gewährt zugleich einen Einblick in die Geschichte der Vereinigung.

    Das 1957 gegründete Dresdner Fotoaktiv definierte sich von Beginn an als Gemeinschaft künstlerisch ambitionierter Fotoamateure. Mit ihren öffentlichen Ausstellungen beziehen die Mitglieder regelmäßig Position zur Gegenwartsfotografie. Über lange Jahre hinweg waren das Rathaus der Stadt und der Dresdner Kulturpalast Veranstaltungsorte für die stets thematisch ausgerichteten Bilderschauen.

    Im historischen Teil der Ausstellung werden Plakate, Portfolios und Originalfotografien von den 1960er bis zu den 1990er Jahren präsentiert. Sie zeugen von der Ästhetik und von Themen vergangener Jahre, so etwa von dem, was unter erweiterter fotografischer Gestaltung, unter Fotografik, verstanden wurde. Durch Anwendung spezieller Verfahren im Fotolabor, partielle Kolorierung und Montage, wurden Originale hergestellt, die sich auch durch ihre besondere Materialität von zeitgenössischen Fotografien abheben.

    Die heutige Praxis der 14 aktiven Mitglieder ist digital: Die bildlichen MOMENTE entstanden eigens für die Präsentation zum Jubiläum. Sie zeigen unterschied-liche Perspektiven und damit Aspekte der jeweiligen individuellen Handschrift.

    Verbindendes Element ist - neben der besonderen Verbundenheit mit dem Ort Dresden - das Interesse am fotografischen Sehen.

    Renate Beutel, Herbert Boswank, Stefan Dehmel, Friedrich Kallusch, Dr. Erhard Löffel, Hainer Michael, Bernd Müller, Rudolf Peperkorn, Manfred Reitz, Lutz Rößiger, Regina Schneider, Christian Schreiterer, Bringfried Seifert, Rolf Uhlig


    Veranstaltungen / Führungen So 16.7. 14 Uhr
    Kuratorenführung
    MOMENTE. 60 Jahre dresdner fotoaktiv e. V.
    Mitglieder des Dresdner Fotoaktivs 57 führen durch die Ausstellung
    Führung kostenfrei zzgl. Museumseintritt

    So 20.8. 14 Uhr
    Finissage: Führung und Gespräche
    MOMENTE. 60 Jahre dresdner fotoaktiv e. V.
    Mit Dr. Andreas Krase (Kustos für Fotografie und Kinematografie) und Mitglieder des Dresdner
    Fotoaktivs 57
    Führung kostenfrei zzgl. Museumseintritt

    Anschrift Technische Sammlungen Dresden,
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden

    Öffnungszeiten Di−Fr                      9 − 17 Uhr
    Sa/So/Feiertage 10 − 18 Uhr

    Information Roland Schwarz
    Direktor der Technischen Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
    Telefon: 0351/488-7201, Fax: -7203
    E-Mail: roland.schwarz@museen-dresden.de
    Internet: www.tsd.de

    Richard Stratenschulte
    Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Museen der Stadt Dresden
    Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
    Telefon: 0351/488-7360, Fax: -7303
    E-Mail: richard.stratenschulte@museen-dresden.de
    Internet: www.museen-dresden.de

    MOMENTE. 60 Jahre dresdner fotoaktiv 57 e. V.
  • 07.03.2017

    Emanuel Goldberg. Architekt des Wissens

    11. März bis 24. September 2017

    Die Technischen Sammlungen Dresden eröffneten am 10. März 2017 eine Sonderausstellung über den Wissenschaftler, Erfinder und Manager, Pionier der Bildtechnik und Visionär des digitalen Informationsmanagements Emanuel Goldberg (1881-1970). Der in Moskau aufgewachsene Chemiker über¬nahm zu Beginn des letzten Jahrhunderts eine der ersten Hochschulprofessuren auf dem Gebiet der Fotografie in Leipzig, ehe er in den Vorstand der damals größten Kamerafabriken Europas nach Dresden wechselte. Mit Gewalt wurde Goldberg 1933 aus dem nationalsozialistischen Deutschland vertrieben. In Tel Aviv gründete er ein eigenes Unternehmen, das sich später zu einem tragenden Pfeiler der israelischen HighTech-Industrie entwickelte.

    Die von Goldberg  entworfene „Statistische Maschine“ gilt als Vorläufer des digitalen Wissensmanagements. Goldbergs Vision von der „Bibliothek in der Westentasche“ inspiriert bis heute eine Politik des freien, ubiquitären Zugangs zum Wissen der Menschheit. Mit der Konstruktion der Filmkamera „Kinamo“ schuf er die Ästhetik des Neuen Sehens im Dokumentarfilm der 1920er Jahre. Er arbeitete an fotografischen Reproduktions- und Kopierverfahren, an der Verbesserung der Luftbildfotografie und der Mikrofilmtechnik, förderte die Entwicklung des Tonfilms und des Fernsehens.

    Auch in Dresden war Emanuel Goldberg, der zu den herausragenden Wissenschaftler- und Managerpersönlichkeiten der Stadt zählt, lange Zeit nur wenigen Spezialisten ein Begriff. Vor kurzem hat die in Israel lebende Familie Goldbergs seinen Nachlass den Technischen Sammlungen Dresden übergeben. Die über Jahrzehnte aufbewahrten Fotografien und Instrumente, Schriftstücke und Zeichnungen und die Reste von Goldbergs privater Experimentier¬werkstatt sind der Ausgangspunkt der Ausstellung, einer Spurensuche in die Vorgeschichte der Informationsgesellschaft.
    Fotografen und Filmemacher, Künstler und Ingenieure, Szenografen sowie Studierende aus Berlin und Leipzig zeigen in der Ausstellung die Ergebnisse ihrer künstlerischen und experimentellen Auseinandersetzung mit den Ideen und dem Leben Emanuel Goldbergs. Neben den Originalen aus Goldbergs Nachlass sind Foto- und Filminstallationen, Nachbauten seiner Wahrnehmungsversuche und Modelle seiner Wissensmaschine zu sehen und teilweise auch auszuprobieren.

    Zur Eröffnung der Ausstellung waren die fünf Enkelkinder Goldbergs mit ihren in Israel und den USA lebenden Familien nach Dresden gekommen. Bürgermeister Lames bedankt sich ausdrücklich bei der Familie: „Die Landeshauptstadt Dresden ist der Familie von Emanuel Goldberg überaus dankbar, dass sie mit der Schenkung des umfangreichen Nachlasses entschieden dazu beigetragen hat, einen herausragenden Dresdner Forscher und Unternehmensgründer wieder ins historische Bewusstsein zu bringen. Seine auf ganz unterschiedlichen Gebieten geleisteten Arbeiten sind beispielhaft für wissenschaftliche und ingenieurtechnische Leistungen in ganz Deutschland.“

    Der Kulturattaché bei der Botschaft des Staates Israel in Berlin, Tsach Saar, übermittelt den Dank der Botschaft: „Der Dank der Botschaft des Staates Israel gilt den Nachkommen von Emanuel Goldberg, die trotz der historischen Erfahrungen entschieden haben, den Nachlass in die Hände dieses Museums zu übergeben. Mit diesem kulturellen Brückenbau kann dank des Engagements der Technischen Sammlungen Dresden hier an alter Wirkungsstätte die Spurensuche nach Emanuel Goldberg erneut beginnen. Wissenschaftler und Ausstellungsbesucher zugleich erhalten einen Einblick in Emanuel Goldbergs visionäre fotooptische Forschungen, deren  Ergebnisse uns bis heute begleiten.“

    Roland Schwarz, Direktor der Technischen Sammlungen, betont die Bedeutung Goldbergs für die Dresdner Kamera- und Forschungsgeschichte: „Mit der Ausstellung zu Emanuel Goldberg wird ein bedeutendes, bisher ungeschriebenes Kapitel der Dresdner Kamera- und Forschungsgeschichte wieder ins Bewusstsein gerufen. Die Technischen Sammlungen sind sehr glücklich, durch die großzügige Schenkung der Familie die eindrucksvolle Lebensgeschichte Goldbergs nachzeichnen zu können. Der Familie und allen weiteren an der Ausstellung Beteiligten sei herzlich gedankt.“

    Die Ausstellung wäre nicht möglich gewesen ohne die finanzielle Förderung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Schon seit vielen Jahren sind die Stiftung und die Sparkasse zu vertrauensvollen Partnern geworden, die durch ihr finanzielles und ideelles Engagement die Museumsarbeit entschieden bereichern. Heiko Lachmann, Vorstandsmitglied der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, weist auf die Besonderheit des Projektes hin: "Emanuel Goldbergs ideelles wie materielles Erbe erweitert das Verständnis der vielfältigen und auch wechselreichen Kulturgeschichte unserer Stadt und in ganz Sachsen. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Ostsächsische Sparkasse Dresden sind Förderer und Partner der Ausstellung, weil wir uns sicher sind, dass die Person Emanuel Goldberg und diese Ausstellung den Blick dafür schärfen, dass die Verbindungen zwischen Kultur und Technik, Tradition und Innovation eine genauere Analyse wert sind. So brechen wir gemeinsam eingefahrene Denkmuster auf – das ist unsere Einladung an Besucher und Mitwirkende.“

    Weitere Förderer der Ausstellung sind
    die Zeiss-Grupe, die Federmann-Gruppe mit den Tochterunternehmen Freiberger Compound Materials und Telefunken Racoms, die Eigenart Leuchten und Beleuchtung Christoph Kappeler GmbH und die Brühl & Sippold GmbH.

    Bis zum 24. September 2017 zeigt die Ausstellung „Emanuel Goldberg – Architekt des Wissens“ künstlerische Beiträge von Arye Wachsmuth (Wien), Kerstin Stutterheim/Niels Bolbrinker (Bournemouth/Berlin), KG Weltformat/René Patzwaldt und Sascha Herrmann (Leipzig), Tiago Romagnani Silveira (Berlin) und katrinem/Sam Auinger (Berlin/Wien).

    Am Eröffnungsabend führt das Kino der Technischen Sammlungen in einer Vorpremiere um 21 Uhr den parallel zur Ausstellung entstandenen Dokumentarfilm „Die Goldberg-Bedingung. Mehr sehen als man sehen kann“ von Kerstin Stutterheim und Niels Bolbrinker auf. Der Film wurde gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

     

    Anschrift Technische Sammlungen Dresden,
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden

    Öffnungszeiten Di−Fr                      9 − 17 Uhr
    Sa/So/Feiertage 10 − 18 Uhr

    Information Roland Schwarz
    Direktor der Technischen Sammlungen Dresden
    Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
    Telefon: 0351/488-7201, Fax: -7203
    E-Mail: roland.schwarz@museen-dresden.de
    Internet: www.tsd.de

    Richard Stratenschulte
    Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Museen der Stadt Dresden
    Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
    Telefon: 0351/488-7360, Fax: -7303
    E-Mail: richard.stratenschulte@museen-dresden.de
    Internet: www.museen-dresden.de

    Emanuel Goldberg. Architekt des Wissens
  • 09.02.2017

    Sonne auf Papier

    Kunst Experiment Fotografie

    Sonne auf Papier
    Kunst Experiment Fotografie
    Technische Sammlungen Dresden, 10. Februar – 21. Mai 2017

    Die Ausstellung „Sonne auf Papier“ stellt Werke von 10 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern vor, die sich in ihren Arbeiten mit historischen fotografischen Verfahren auseinandersetzen.
    Die Geschichte des Mediums bietet vielfältige Anknüpfungspunkte: Die Fotografen der Frühzeit erprobten individuelle Wege zum Bild, nutzten unterschiedliche Materialien und erzielten vielfältige Lösungen mit einer Vorgehensweise, die auch den glücklichen Zufall integrierte.
    Nachdem digitale Techniken im Alltag nahezu vollständig dominieren, erhalten die traditionellen fotografischer Verfahren eine andere Wertigkeit. Von der Bindung an die sehrichtige Wiedergabe befreit, rücken kreative Bildstrategien in den Blick, wird am historischen Kern des Lichtbildes geforscht.
    Die Cyanotypie, das Kollodiumverfahren, der Gummidruck und die camera obscura finden wieder Verwendung in der künstlerischen Praxis. Das Zusammenspiel von Licht und Chemie ist das gemeinsame Element der ausgewählten Werke.
    „Sonne auf Papier“ berichtet von einer neuen fotografischen Entdeckerfreude, vom Vergnügen an der Arbeit mit elementaren Prozessen. Diese finden nicht unsichtbar im Computer statt, sondern greifbar und fühlbar im Fotolabor,  im Atelier oder gleich am Ort der Aufnahme.
    Aus dem Blick zurück hinter die Digitale Wende ist in der Kunst ein Blick nach vorn geworden – durch die Alchimistenküche hin zum Art & Science Lab.

    Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie Nordhorn

    Matthew Brandt (USA)
    Ernst Caramelle (D)
    Sunah Choi (KOR/ D)
    Helen Feifel (D)
    Sabine Große (D)
    Jan Kratochvil (CZ)
    Jochen Lempert (D)
    Edgar Lissel (A),
    Allison Rossiter (USA)
    Marie-Luise Rief (D)

     

    Ansprechpartner:
    Dr. Andreas Krase, Kustos für Fotografie und Kinematografie, andreas.krase@museen-dresden.de, Fon: 0351/4887208
    Maren Dose, Öffentlichkeitsarbeit, maren.dose@museen-dresden.de,
    Fon: 0351 488 7254,

    Sonne auf Papier Sonne auf Papier
  • 20.12.2016

    Animation made in Dresden - Das DEFA-Studio für Trickfilme

    Neue Dauerausstellung

     

    ANIMATION MADE IN DRESDEN – DAS DEFA-STUDIO FÜR TRICKFILME

    Dauerausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm am 21.12.2016 neueröffnet

    Das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) eröffnet zum 21. Dezember 2016 seine Dauerausstellung für Dresdner und Ihre Gäste neu. Ergänzt um Filmbeispiele präsentiert „Animation made in Dresden – Das DEFA-Studio für Trickfilme" zahlreiche Originalexponate, Fotos und Dokumente, die in den 1990er Jahren aus den Beständen des ehemaligen DEFA-Studios für Trickfilme gerettet werden konnten und vom DIAF bewahrt werden. Hunderte von Puppenfiguren, Requisiten, Zeichen-, Silhouetten und Flachfiguren veranschaulichen das cineastische Werk, das in Dresden von 1955 bis 1992 entstand. Hier wurden rund 1.500 Animationsfilme produziert, von denen die Hälfte auftragsgemäß im Kinderprogramm der DDR-Kinos lief, sowie zahlreiche Animationsserien, Auftrags- und Gastproduktionen.

    Die Filmstadt Dresden strahlt bis heute in die Welt, davon zeugen aktuelle Arbeiten von einigen ehemaligen DEFA-Beschäftigten, denen es gelang, die Animationsfilmtradition mit eigenen Firmen fortzuführen.

    Ein neues Kapitel „Ohne Ton kein Bild" widmet sich gesondert der unverzichtbaren Rolle des Tons im DEFA-Animationsfilm und zeigt den besonderen Einfluss von Musik, Geräuschen und Sprache auf die Wahrnehmung im Animationsfilm. Start einer Windmühle ins All, Gesang, Lachen wie märchenhafte Streichermusik oder elektronische Klänge: Für die Bearbeitungen von Sprache, Geräuschen und Musik unterhielt das DEFA-Studio für Trickfilme eigens ein Tonstudio. Anders als im Spiel- und Dokumentarfilm existieren im Animationsfilm keine „Originaltöne". Jeder klangliche Ausdruck der Figuren und Geschichten muss wie die Bilder künstlerisch geschaffen werden.

    Interaktive Pultstation FilmTonVario│ANIMANIA-Spielelounge│Ausstellungsbegleitende DIAF-Filmreihe ANIMANIA ab Januar

    Die exklusiv für DIAF-Ausstellungsbesucher erarbeitete Installation des Dresdner Medienkünstlers Jacob Korn lädt zur Interaktion ein: An der Pultstation FilmTonVario können über einen Controller mit Reglern Filmszenen aus Die fliegende Windmühle (Günter Rätz, 1981) angewählt werden. Durch eigene Gestaltung des Tons ist zu erfahren, wie stark der Klang die Filmbilder beeinflusst.

    Bis April 2017 besteht darüber hinaus die Möglichkeit sich in Scheibenanimation am Phonolight-Pult auszuprobieren. Desweiteren gibt es in der ANIMANIA-Spielelounge ein Heldenpuzzle für die Kleinen. Eine Hommage an den Meister des Puppenanimationsfilms Kurt Weiler, der am 2. August 2016 verstorben ist, wird am 20. Januar 2017 um 20 Uhr Auftakt zur neuen ausstellungsbegleitenden DIAF-Filmreihe ANIMANIA im Museumskino sein. 

     Eine ausstellungsbegleitende Filmreihe läuft als neue DIAF-ANIMANIA-Reihe im Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden:

    Fr 20.01 20.00 Uhr ANIMANIA / Die Poesie der Dinge – Hommage an Kurt Weiler (1921-2016)

    DIAF-Reihe zur DEFA-Ausstellung mit Filmen von Kurt Weiler

    Kurt Weiler verbündete sich mit bildenden Künstlern wie Achim Freyer und entwickelte in der DDR ab 1952 eine neue Form des Puppen- und Collagen-Animationsfilm, der geistreich u. a. politische Themen aufgriff. Seine Experimentier- und Verfremdungslust mit poetisch stilisierten Puppen führte zu einer zunehmenden Reduzierung und Abstraktion in Erzählung und Gestaltung.

     

    Fr 17. 02. 20.00 Uhr ANIMANIA / Sie liebt mich, sie liebt mich nicht…

    DIAF-Reihe zur DEFA-Ausstellung mit Filmen von Bruno J. Böttge, Marion Rasche u. a.

    Auch jenseits der Märchenadaptionen ist im Schaffen des DEFA-Studios für Trickfilme nach und nach mehr Raum für Liebespaare. Nicht selten haben die Frauen das letzte Wort. „Nein, Kinder zaubern wir nicht – die machen wir schon selber", sagt die kleine Hexe ihrem frischeroberten Prinzen. Aber nicht alle Liebes-geschichten gehen gut aus.

     

    Fr 24.03. 20.00 Uhr ANIMANIA / Von der Schwerkraft und anderen Herausforderungen

    DIAF-Reihe zur DEFA-Ausstellung mit Filmen von Günter Rätz, Otto Sacher u. a.

    Technikbegeisterung und die Erkundung des Weltraums spielen in vielen DEFA-Animationsfilmen die Hauptrolle. Allerhand Erfindungen werden von großen und kleinen Helden ausgetüftelt und manchmal zweckentfremdet – zuweilen ziemlich lehrhaft, oft witzig. Sogar der Weihnachtsmann muss sich belehren lassen, was ein Sputnik ist.

     

    Deutsches Institut für Animationsfilm Pressekontakt: Nadja Rademacher Königstraße 15 Telefon/Fax: 0351-3119048 01097 Dresden E-Mail: kontakt@diaf.de

    Animation made in Dresden - Das DEFA-Studio für Trickfilme
  • 16.09.2016

    Die beste der möglichen Welten

    Was uns und die Welt verbindet


    Eine Ausstellung des Dresdner Zentrums der Wissenschaft und Kunst e. V. unter der Schirmherrschaft des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e. V.

    Das Dresdner Zentrum der Wissenschaft und Kunst / DZWK e. V. fördert die Begegnung zwischen Wissenschaft und Kunst auf verschiedene Weise. Der Verein hat in diesem Jahr das Leibnizjubiläum zum Anlass genommen, sowohl einen Preis auszuschreiben, als auch die nominierten Arbeiten in einer großen thematischen Sonderausstellung zu zeigen. Zudem fördert er eine universitätsübergreifende Lehre.

    Aus 40 eingereichten Ideenskizzen zum Leibnizjahr wurden fünf Konzepte gemeinsam mit der Leibniz-Spezialistin Frau Prof. Constanze Peres/HfBK Dresden und 6 weiteren Juroren juriert und in besonderer Weise gefördert. Svea Duwe, Diana Wehmeier, Philipp Gloger, Matthias Pabsch sowie die Gemeinschaftsarbeit von Daniel Lordick und Hansjörg Schneider.

    Unter der Schirmherrschaft des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e. V. konnte der DZWK e. V. eine thematische Sonderausstellung mit vielen weiteren Partnern aus der Foschung und der zeitgenössischen Kunst entwickeln.

    Wir danken den beteiligten Forschungseinrichtungen: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf | Institut für Geometrie der Fachrichtung Mathematik der TU Dresden | Institut für Wissenschaftliches Rechnen der Fachrichtung Mathematik der TU Dresden | Lehrstuhl für Zellphysiologie der Ruhr-Universität Bochum | Leibniz-Institut für Marine Tropenökologie Bremen | Mathematisches Forschungsinstitut Oberwohlfach | Max-Planck-Institut für Zellbiologie und Genetik | Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung | Professur für Mediengestaltung der Fakultät Informatik der TU Dresden und den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, Sammlern, Galerien, Museen sowie den Deutschen Werkstätten Hellerau und der Professur für Ingenieurholzbau und Konstruktives Entwerfen der TU Dresden, welche die Künstlerin Birgit Schuh (KUWI – Preisträgerin 2014) bei der Umsetzung einer neuen Arbeit unterstützt haben, die am 14. November im Rahmen der Ausstellung präsentiert wird.

    Ansprechpartnerin:
    Sabine Zimmermann-Törne, Kuratorin, sabine.zimmermann-toerne@museen-dresden.de,

     

    Die beste der möglichen Welten Die beste der möglichen Welten
  • 16.09.2016

    WELLENREITER - das neue opto-akustische Experimentierfeld

    Alles ist Welle. Lasst uns Wellenreiten gehen!

    WELLENREITER
    Neue Ausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden ab 18. September 2016

    Alles ist Welle. Lasst uns Wellenreiten gehen!
    Im neuen opto-akustischen Experimentierfeld der Technischen Sammlungen Dresden

    Dank der Schallwellen können wir Musik hören, dank der Lichtwellen Farben sehen. Unsichtbare Wellen bräunen oder verbrennen unsere Haut. Die moderne Kommunikationstechnik basiert auf Funkwellen und Lichtwellenleitern, die Stimmung im Fußballstadion auf La Ola! Doch welche Eigenschaften haben diese Wellen? Und welche Unterschiede? Kann man Licht hören und Töne sehen? Wer hat schon mal mit Licht Fußball gespielt oder durch Bewegungen Töne erzeugt? Und welche Geheimnisse können die kleinsten Besucher in einem Schiffswrack tief unter den Meereswellen entdecken?

    Über 50 interaktive und verblüffende Mitmach-Stationen in der Ausstellung WELLENREITER warten mit erstaunlichen Phänomenen und verblüffenden Effekten auf neugierige und interessierte kleine und große Forscher. Wie kann es zum Beispiel sein, dass ein Kissen und eine Lampe zusammen Töne und Geräusche erzeugen? Ohne Lautsprecher, ohne Draht, nur aus Licht, Luft und Kissenstoff? Das Spiel mit Geheimnissen, Verwandlung und Zauberei gibt Anstöße zum Nachdenken über die physikalischen Grundlagen unserer Welt.

    Als besonderes Highlight bietet die Ausstellung einen Mitmachbereich speziell für Kinder zwischen 3 und 8 Jahren. In einem alten Schiffswrack können die kleinen Besucher in einer stilisierten Unterwasserwelt optische und akustische Phänomene erforschen. Die Bandbreite reicht von geheimnisvollen Schatztruhen über Glasfaserkorallen bis zu blubbernden Unterwassersäulen.

    Die Ausstellung WELLENREITER reiht sich ein in die verschiedenen Angebote der Technischen Sammlungen, deren Ziel es ist, beim Besucher Neugierde, Begeisterung und Verständnis für naturwissenschaftliche Phänomene und Fragestellungen zu wecken.

    Ansprechpartner:
    Holger Seifert, Bereichsleiter Wissenschaftskommunikation, holger.seifert@museen-dresden.de, Telefon: 0351 4887209

    WELLENREITER - das neue opto-akustische Experimentierfeld WELLENREITER - das neue opto-akustische Experimentierfeld
  • 29.05.2016

    Von Dresden über Meißen nach Leipzig und zurück

    Neues Exponat verbindet Mathematik und Geografie im Erlebnisland Mathematik

    Pressemitteilung
    Dresden, 29. Mai 2016

    Von Dresden über Meißen nach Leipzig und zurück.
    Neues Exponat „Rundreisen durch Sachsen“ verbindet Mathematik
    und Geografie im ERLEBNISLAND MATHEMATIK

    Pünktlich zum Turmfest am 29. Mai 2016 überrascht das ERLEBNISLAND  MATHEMATIK
    seine Besucher mit einem neuen Exponat. Der wissenschaftliche Direktor des Erlebnislandes,
    Prof. Dr. Prof E. h. Volker Nollau, wird es gemeinsam mit Roland Schwarz, Direktor der Technischen Sammlungen Dresden, an diesem Tag um 12 Uhr der Öffentlichkeit übergeben.

    „Rundreisen durch Sachsen“ – dahinter verbirgt sich ein faszinierendes Exponat, das in seiner klassischen Form als  „Problem des Handlungsreisenden“ oder auch „Travelling Salesman Problem“ bekannt ist. 1930 erstmals erwähnt, berührt dieses praxisrelevante, mathematische Optimierungs-problem viele alltägliche Fragen, z.B. bei der Planung von Reiserouten, von Maschinenbelegungen, Fahrplangestaltung, dem Entwurf von Mikrochips oder der Gestaltung von Kommunikationsnetzen.

    Die spielerische Aufgabe für den Besucher besteht darin, in einer Rundreise den kürzesten Weg zwischen selbst gewählten Städten bzw. Punkten zu finden. Die Umsetzung der Spielidee erfolgt computergestützt mittels eines Touchscreen-Monitors und eines speziell hierfür entwickelten Computerprogramms. Der Besucher kann an diesem interaktiven Exponat die Schwierigkeitsgrade
    in Form der Anzahl und Anordnung der Städte oder Punkte selbst bestimmen. Er erhält jeweils ein Feedback zu seinem Lösungsweg bzw. - wenn gewünscht – auch einen Lösungsvorschlag.
    Dieses Exponat ist eine weitere Eigenentwicklung des Teams des ERLEBNISLANDS MATHEMATIK.
    Es wurde finanziell gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus.

    Das ERLEBNISLANDS MATHEMATIK von der Fachrichtung Mathematik der Technischen Universität Dresden in Zusammenarbeit mit den Technischen Sammlungen Dresden im Jahr 2008 entwickelt
    mit dem Ziel, eine breite Öffentlichkeit für mathematisches Denken zu begeistern.
    Das Sächsische Ministerium für Kultus empfiehlt Fachlehrern den Besuch dieses besonderen außerschulischen Lernorts.

    Mit mehr als 80.000 Besuchern im Jahr richtet sich diese sehr erfolgreiche Ausstellung an Besucher aller Altersgruppen. Auf 1000m2 Ausstellungsfläche begegnen den Besuchern über 100 Experimente, die meisten davon eigens für die Ausstellung entwickelt. Das übergeordnete Ziel war dabei, die Faszination und Freude an der Mathematik zu wecken. Die Mathematik wird spielerisch erfahrbar, mathematische Phänomene werden zum Erlebnis und zunächst abstrakt erscheinende Sachverhalte werden anschaulich und anfassbar.

    Von Dresden über Meißen nach Leipzig und zurück
  • 25.05.2016

    Maschinen, Menschen, Sensationen - 50 Jahre Technische Sammlungen Dresden

    Jubiläumsausstellung, 29. Mai 2016 bis 8. Januar 2017

    Pressemitteilung 25.05.2016

    „Maschinen, Menschen, Sensationen                                  
    50 Jahre Technische Sammlungen Dresden“
    29. Mai 2016 –  8. Januar 2017

     

    Was sind die Technischen Sammlungen Dresden heute? Erlebnisland? Öffentliches Forum derTechnologieforschung? Museum der Informationsgesellschaft? Podium für Fotografie und Anima-tionsfilm? Die Technischen Sammlungen sind heute alles in einem: Museum, Fotogalerie und Science Center.
    Der Weg dorthin war ereignisreich und verschlungen. Die Geschichte beginnt 1966 auf bescheide-nen 300 m2 in der Dresdner Neustadt: Mit dem Auftrag gegründet, das damals brandaktuelle Thema Elek-tronik einer breiten Öffentlichkeit zugängig zu machen, präsentierte das Museum in den Folge-jahren ein stetig breiter werdendes Themenspektrum. Informations- und Medientechnik, wissen-schaftlicher Gerätebau sowie Fotografie kamen hinzu. Das Museum wechselte mehrfach seinen Na-men: Von 1966 bis 1975 hieß es Polytechnisches Museum Dresden, von 1975 bis 1992 Technisches Museum Dresden, danach Technische Sammlungen Dresden. Es zog zweimal um und nahm zahlreiche große Sammlungen in sich auf, darunter die des Museums für Photographie, die Büromaschinen-Lehrsammlung der TU Dresden und den Nachlass des Kombinat Pentacon. Heute bietet es im ehe-maligen Industriebau der Ernemann-Kamerawerke auf über 6 500 m2 Platz für Ausstellungen, Erleb-niswerkstätten und Veranstaltungen.
    Anfangs dem Ideal polytechnischer Allgemeinbildung verpflichtet, konzentrierte sich das Museum zunächst auf die Popularisierung Dresdner Industrien: Rechentechnik, Feinmechanik, Gerätebau und Optik. Die Vermittlung naturwissenschaftlicher Grundlagen und technischer Funktionen stand neben der Erklärung von Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
    Heute fördern die Technischen Sammlungen die aktive Auseinandersetzung mit den technischen Grundlagen der Gegenwart - mit Ausstellungen zur Geschichte der Fotografie und des Films, des Computers und anderer Medientechnik sowie Wechselausstellungen zu Fotokunst und aktueller Technologieforschung.

    Die Jubiläumsausstellung präsentiert Objekte und Dokumente aus 50 Jahren Museumsgeschichte, die bisher gar nicht oder nur sehr selten zu sehen waren. Sie erzählt die Geschichte des Museums, von den wechselnden Konzepten sowie von den historischen Standorten, von 50 Jahren Sammellei-denschaft, von der Arbeit der Museumsleute, von der Kooperation mit Freunden und Förderern so-wie der Neugier seiner Besucher.

    Gefeiert wird das Jubiläum mit einem großen Familienfest am 29. Mai. Höhepunkt am Vormittag ist das Konzert mit Liedermacher Gerhard Schöne. Ein Jahrmarkt im Museumshof mit Zirkusartistik, Luftakrobatik, Zaubershow und vielen Aktionen lädt Groß und Klein zum Mitmachen ein.


    Ansprechpartner:
    Dr. Ralf Pulla, Kustos für Informations- und Kommunikationstechnik, ralf.pulla@museen-dresden.de, Tel: 0351/4887204, Maren Dose, Öffentlichkeitsarbeit, maren.dose@museen-dresden.de, Tel: 0351/4887254

     

    Bildunterschrift:
    Kollegin Schmidt ist elektrisiert.
    Gastausstellung "Elektrostatik" des Palais de la Decouverte Paris im Technischen Museum Dresden vom 24.01. - 31.03.1978
    Archiv Technische Sammlungen Dresden

    Maschinen, Menschen, Sensationen - 50 Jahre Technische Sammlungen Dresden
  • 11.03.2016

    "Scenerie und Naturobjekt" Antarktisfotografien von Hans-Christian Schink (2010) und der Valdivia-Expedition (1898-99)

    Sonderausstellung vom 12. März bis 26. Juni 2016


    Die Ausstellung präsentiert zeitgenössische Fotografien aus der Serie
    Antarctica von Hans-Christian Schink gemeinsam mit Neuvergrößerungen
    historischer Aufnahmen eines der ambitioniertesten wissenschaftlichen
    Projekte des 19. Jahrhunderts.

    Unter der Leitung des Zoologen Carl Chun startete am 1. August 1898 ein Team von Wissenschaftlern zur ersten deutschen Tiefsee-Expedition auf dem Forschungsschiff »Valdivia«. Über neun Monate und 32.000 Seemeilen führte die Reise durch die südliche Hemisphäre auch in die kaum bekannten Seegebiete der Antarktis. Unter hohem Risiko führten
    die Wissenschaftler ihre Untersuchungen von dem nicht eistauglichen Schiff aus durch. Mit speziellen Netzen und Lotmaschinen erkundeten sie die Beschaffenheit des Meeresbodens und fingen bis dato unbekannte  Lebewesen der Tiefsee.
    Die Expedition fiel in eine Zeit, in der sich die Fotografie zu einem Massenmedium zu entwickeln begann. Auch an Bord der Valdivia wurden die neuen Möglichkeiten der Technik genutzt. So stammen die in der Ausstellung gezeigten Bilder nicht nur vom offiziellen Expeditionsfotografen Friedrich Wilhelm Winter, sondern auch vom Navigationsoffizier der Valdivia und dem Zoologen Carl Apstein. Neben Dokumentationen der Forschungsobjekte entstanden Aufnahmen von bizarren Eisbergen, der antarktischen Landschaft und auch von Momenten aus Alltag und Arbeit der Wissenschaftler und Besatzung.
    Der mit einer analogen Großformatkamera arbeitende Künstler Hans-Christian Schink (*1961) unternahm Anfang 2010 eine fotografische Weltreise – eine individuelle Expedition unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts. Auch für ihn stellte die antarktische Region den südlichsten Punkt und zugleich einen der Höhepunkte seiner Route dar. Die Bildfolge Antarctica berührt auf subtile Weise einen der Schwerpunkte seiner fotografischen Arbeit, das Verhältnis von Natur und Zivilisation. Seinen Motiven begegnet Schink mit ausgeprägter Aufmerksamkeit, die daraus entstehenden Bilder sind durchdrungen von seinem reflektierten Verhältnis zu den jeweiligen Gegenständen und dem Aufnahmemedium.

    In Kooperation mit dem Museum für Naturkunde Berlin und mit freundlicher Unterstützung von MEDIENHAVEN GMBH.
    www.hc-schink.de, www.tsd.de

    Ansprechpartner:
    Dr. Andreas Krase, Kustos für Fotografie und Kinematografie, andreas.krase@museen-dresden.de,
    Maren Dose, Öffentlichkeitsarbeit, maren.dose@museen-dresden.de, Telefon: 0351 488 7254,

    "Scenerie und Naturobjekt" Antarktisfotografien von Hans-Christian Schink (2010) und der Valdivia-Expedition (1898-99)
  • 30.11.2015

    Willkommenstage für Flüchtlinge im Erlebnisland Mathematik

     

     

    Willkommenstage für Flüchtlinge
    im ERLEBNISLAND MATHEMATIK am 2. und 3. Dezember 2015

    Presseinformation, 30.11.2015

    Verein zur Förderung des ERLEBNISLAND MATHEMATIK Dresden e. V. unterstützt die Willkommenstage für Kinder, Familien und Erwachsene.

    Der Direktor der Technischen Sammlungen Dresden, Roland Schwarz, und einer der beiden wissenschaftlichen Direktoren des ERLEBNISLANDes MATHEMATIK, Prof. Dr. Volker Nollau, laden zum Pressegespräch am 2. Dezember 2015 um 11.30 Uhr ins ERLEBNISLAND MATHEMATIK (Junghansstraße 1-3, 4. Stock) ein und stellen es auch als einen besonderen Ort der interkulturellen Begegnung vor.

    Für den 2. und 3. Dezember 2015 wurden Flüchtlinge in Dresden eingeladen, die Ausstellung näher kennenzulernen. Das Angebot wurde gezielt mit dem Deutschen Roten Kreuz ausgearbeit und abgestimmt, unterstützt wird die Aktion durch den Verein zur Förderung des ERLEBNISLAND MATHEMATIK Dresden e. V. „Wir möchten gern Flüchtlingsfamilien einen Besuch im ERLEBNISLAND ermöglichen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Jan Rudl von der TU Dresden.
     
    Nach den Worten von Roland Schwarz möchten sich die Technischen Sammlungen Dresden hier allgemein stärker engagieren: „Dass unsere Gesellschaft von Zuwanderung, Internationalität und Pluralität geprägt ist, zeigt sich auch in den Technischen Sammlungen Dresden. Wir möchten, dass die, die zu uns kommen, am gemeinsamen kulturellen Erbe teilhaben. Aus diesem Grund ist der Eintritt für Flüchtlinge und ihre Helfer in unser Museum frei.“

    Für Prof. Dr. Volker Nollau bedeuten „diese Angebote die Menschen in Dresden willkommen zu heißen. Gerade Mathematik als Universalsprache fördert die Verbindungen zwischen den Menschen und die Offenheit für die gemeinsame Wissenschaftskultur. Besonders Kindern und Familien möchten wir ein schönes Erlebnis in unserer Ausstellung bieten.“

    Dank der Unterstützung des Vereins zur Förderung des Erlebnislandes Mathematik Dresden e. V. ist es möglich,  die Kosten der Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Rahmen der Willkommenstage zu übernehmen.

    Willkommenstage für Flüchtlinge im Erlebnisland Mathematik Willkommenstage für Flüchtlinge im Erlebnisland Mathematik
  • 05.11.2015

    Zweiter Wissenschafts-Kunst-Preis verliehen


    Pressemitteilung
    2. Wissenschafts-Kunst-Preis

     

    Der 2. Wissenschafts-Kunst-Preis des Dresdner Zentrums der Wissenschaft und Kunst steht 2015 im Zeichen des Lichts. Die UNESCO hat für 2015 das International Year of Light ausgerufen. Bezugnehmend darauf und eingebettet in das Dresdner Lichtjahr 2015 - einer Kooperation des Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik, der Technischen Sammlungen Dresden, des tjg. theater junge generation und weiteren Partnern - wurden Arbeiten eingereicht, die sich interdisziplinär auf originelle und innovative Weise mit neuartigen Technologien oder wissenschaftlichen Themen, auf dem Gebiet der Photonik oder optischen Effekten und Systemen auseinandersetzen und sie mit einer neuen Perspektive versehen. Aus vielen Konzepteinreichungen wählte eine Jury die KünstlerInnen Lisa-Maria Baier, Heidemarie Dreßel, Maria Euler, Heino Hellwig und Detlef Schweiger aus. Deren Arbeiten konnten mit finanzieller Unterstützung des Vereins umgesetzt werden. Zum Preisträger des KuWiDresden2015 wurde von der Jury Detlef Schweiger ausgewählt.
    Alle Arbeiten sind vom 5. November 2015 bis 17. Januar 2016 in den Technischen Sammlungen Dresden zu sehen.

    Ergänzend zur Ausstellung "Hi Lights! Neues vom Licht" werden die Arbeiten im gesamten Museum verteilt präsentiert und bilden Zusammenhänge mit den jeweiligen Ausstellungsthemen. Ob nun mittels eines Falblattes oder eher zufällig beim Vorbeiwandern - die künstlerischen Arbeiten bieten viel Überraschendes, sie wirken durch und auf ihre Umgebung.
     
    Der gemeinnützige Verein zur Förderung des Dresdner Zentrums der Wissenschaft und Kunst hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wissenschaft und Kunst zu fördern und der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen.
    www.dzwk.de
    www.dresdner-lichtjahr.de
    Abbildung: Preisträgerarbeit von Detlef Schweiger
    Foto: Detlef Schweiger
     
    Ansprechpartner
    Dr. Robert Schinner, schinner@ipfdd.de, Tel.: 0351 - 465 84 92, www.dzwk.org
    Maren Dose, maren.dose@museen-dresden.de,
     

    Zweiter Wissenschafts-Kunst-Preis verliehen
  • 27.10.2015

    gute aussichten - junge deutsche fotografie 2015/2016

    Sonderausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden vom 14. November 2015 bis 14. Februar 2016

    Dienstag, den 27. Oktober 2015
    Im zwölften Jahr von gute aussichten wählte die neunköpfige
    Jury neun Arbeiten aus, die unser Welt-Bild radikal in Frage
    stellen: Quo vadis, Welt? – Reflexion und Utopie
    Wir alle kennen sie, jene Vision einer zukünftigen Welt, die der
    britische Schriftsteller Aldous Huxley 1932 unter dem Titel
    "Brave New World" publizierte: Alle Menschen leben,
    gentechnisch manipuliert, zufrieden und glücklich als "Alpha-
    Plus-" oder "Epsilon-Minus"-Tierchen in einer festgelegten
    Hierarchie und in einem gesicherten Rahmen, dessen Regeln von
    allen unabdingbar einzuhalten sind. Überwachung ist
    allgegenwärtig und reicht bis in die intimsten Sphären eines
    jeden Lebens. Als Belohnung für Bespitzelung und autoritäre
    Bevormundung winkt grenzenloser Konsum. Und die Droge
    "Soma" versüßt all das, was verschwunden ist aus dieser
    schönen, neuen Welt.
    Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Technik der primäre und
    stärkste Taktgeber für industriellen und gesellschaftlichen
    Wandel. "Die Grenzen des Wachstums", wie sie bereits in den
    siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts lebhaft diskutiert
    wurden, sind dabei längst überschritten worden. Die Fakten und
    Herausforderungen, denen sich die heutige und zukünftige
    Generationen stellen müssen, sind: Migration, Klimawandel,
    Globalisierung, eine wachsende Weltbevölkerung bei ungleicher
    Verteilung von Nahrung und Gütern, die maximale Ausnutzung
    aller Ressourcen, der Kampf um Rohstoffe und geopolitische
    Einflussnahme. Die zukünftige "Reiseroute" ist dabei alles andere
    als linear und vorhersehbar. Der große Plan scheint noch in
    weiter Ferne und es stellt sich bei allem Fortschritt die Frage
    nach Ethik und Moral und ob das Mögliche der Welt auch wirklich
    dient und sie es braucht.
    Die große, in allen Winkeln der Welt spürbare Frage, wohin die
    Reise geht, ist in diesem Jahr der Grundton, in dem alle Arbeiten
    der neun gute aussichten- Preisträger 2015/2016 schwingen. So
    polyphon die einzelnen Melodien hier auch erklingen mögen,
    ergibt sich in der Zusammenschau doch ein Konzert, das in
    individuellen Verästelungen der grundsätzlichen Frage folgt: Wie
    geht es weiter, Welt? Dem bekannten Topos "panta rhei" (dt.
    "alles fließt") setzen die diesjährigen Preisträger konkrete
    Überlegungen und Entwürfe entgegen.
    Die neun Preisträger von gute aussichten 2015/2016 &
    ihre ausgezeichneten Arbeiten
    PRESSE
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    Winner 2015/2016
    gute aussichten - junge deutsche fotografie: Winner 2015/2016 http://www.guteaussichten.org/index.php?id=547





    gute aussichten - junge deutsche fotografie 2015/2016
  • 05.10.2015

    Datenspuren 2015

    Hackers in the House

    Pressemitteilung vom 5. Oktober 2015

    „Datenspuren“ in den Technischen Sammlungen Dresden

    Am 24. und 25. Oktober 2015 führen die "Datenspuren" in die Technischen Sammlungen. Die Räumlichkeiten, in denen normalerweise ein Museum Einblicke in Informations- und Medientechnik sowie sächsische Industriegeschichte gibt, werden am zweiten Herbstferienwochenende zum Schauplatz einer zweitägigen Konferenz des Chaos Computer Club Dresden. Themen in diesem Jahr sind smarte Telefone, Fernseher, Uhren und PCs.
     
    Die „Datenspuren“ sind eine Konferenz, bei der gesellschaftliche Folgen der Informationstechnologie diskutiert werden. Seit 2004 wird die zweitägige Veranstaltung einmal im Jahr vom Chaos Computer Club Dresden organisiert. An einem Wochenende - meist Mitte Oktober – werden die gesellschaftlichen Folgen der Informationstechnologie diskutiert, alte und neue Trends analysiert, gebastelt und sich ausprobiert. Ziel der Vorträge und Workshops ist dabei stets, zu einem kritischen Gedankenaustausch zwischen Politik, Gesellschaft und Technikern anzuregen.
     
    Dank jährlich steigender Besucher- und Referentenzahlen, haben die „Datenspuren“ in ihrer zwölften Auflage bereits  ihren dritten Umzug in eine größere Veranstaltungsstätte vorzuweisen. „Nach den ersten Datenspuren im Pentacon entschieden wir uns die Location zu wechseln. Die Scheune in der Neustadt bot uns daraufhin soviel kreativen Freiraum, dass wir ein Jahr später sogar ein zweitägiges Event daraus machten“, freut sich Hauptorganisator Martin Christian über den Erfolg der Konferenz. „Nun geht es für uns passend zum Interessenschwerpunkt in die Technischen Sammlungen Dresden. Wir sind gespannt, wie unser Konzept vom Mitmachen und Mitgestalten dort angenommen wird.“
     
    Thema der „Datenspuren“ sind in diesem Jahr Chancen und Risiken von mobilen und vernetzten Geräten – sogenannten Smart Devices. Smartphones, TVs, Uhren und Tablet PCs erleichtern den Alltag zwar ungemein, doch ihre Technologie bringt teilweise unschätzbare Gefahren mit sich: Sie erheben Daten, verteilen diese in Echtzeit und den meisten Nutzerinnen und Nutzern ist dieser Eingriff in ihre Privatsphäre gar nicht bewusst. Doch nicht nur Unternehmen nutzen die Spuren, die ein jeder durch die Nutzung von Smart Devices hinterlässt. Spätestens nach den Enthüllungen von Edward Snowden ist klar, dass die Überwachung der digitalen Kommunikation unüberschaubare Dimensionen angenommen hat. Die Möglichkeiten zur Sicherung der digitalen Privatsphäre stellt ein zentrales Thema der „Datenspuren“ 2015 dar.
     
    Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Die Ausstellungen der Technischen Sammlungen können während der „Datenspuren“ eintrittsfrei besucht werden.
     
    Weitere Informationen unter www.datenspuren.de
     
    Pressekontakt: Martin Christian
    E-Mail: datenspuren@c3d2.de
    Tel.: 0176 24447880
     

    Datenspuren 2015
  • 09.09.2015

    Leuchtende Schatten

    Herausragende Dresdner Forschungsresultate in den Technischen Sammlungen erlebbar gemacht

    Seit zwei Monaten begeistert die Ausstellung „HI LIGHTS!“ in den Technischen Sammlungen Dresden Tausende Besucherinnen und Besucher. Neue Beleuchtungssysteme, Anwendungen des Lasers und Methoden der Informationstechnik können an zahlreichen interaktiven Exponaten ausprobiert und erkundet werden.

    Mit der Lichtwand „LivingShapes“ (Lebendige Formen) kommt nun eine weitere spektakuläre Installation in die Ausstellung. 1.152 organische Leuchtdioden (OLEDs) - jede etwa so groß wie die Karte eines Memory-Spiels, aber 50mal dünner als ein Haar - werden durch die Bewegungen der Besucherinnen und Besucher gesteuert und lassen eine Art umgekehrtes Schattenspiel entstehen.

    An der Entwicklung der energieeffizienten Lichtquelle OLED waren Forscherinnen und Forscher am Institut für angewandte Photophysik der TU Dresden sowie an Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Unternehmen Novaled in Dresden maßgeblich beteiligt. Das Zentrum für Angewandte Photonik hat den Technischen Sammlungen die Installation mit Unterstützung durch Jan Blochwitz-Nimoth, Martin Pfeiffer und die Novaled GmbH zur Verfügung gestellt.

    Die Photonik zählt zu den wichtigsten und zugleich dynamischsten Gebieten der aktuellen Technologieforschung. Mit der Ausstellung „Hi Lights!“ wollen die Technischen Sammlungen vor allem junge Menschen für das Forschungsgebiet begeistern. Im Internationalen Jahr des Lichts der UNESCO macht das Museum in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik, dem Theater Junge Generation und weiteren Dresdner Forschungseinrichtungen auf das große innovative Potential, das Dresden als Stadt der Wissenschaften und der Hochtechnologie für das Zukunftsthema Photonik vereinigt, aufmerksam.

    Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
    geöffnet Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage 10 bis 18 Uhr

     

    Kontakt

    Holger Seifert, Bereichsleiter Wissenschaftskommunikation
    Tel. 0351 4887209

    holger.seifert@museen-dresden.de

    Richard Stratenschulte, Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit / Marketing
    Tel. 0351 488 7360
    richard.stratenschulte@museen-dresden.de

    Leuchtende Schatten
  • 09.09.2015

    TU Dresden und Technische Sammlungen Dresden arbeiten weiter zusammen

    Die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität Dresden und den Technischen Sammlungen Dresden für die Ausstellung »Erlebnisland Mathematik« soll bis mindestens 2020 fortgesetzt werden. Das haben die Universitätsleitung und die Landeshauptstadt Dresden kürzlich vereinbart.

    Die Vertragspartner sind der Auffassung, dass die Förderung von mathematischen Fähigkeiten in weiten Kreisen der Gesellschaft, vor allem bei der Jugend, eine zentrale Bildungsaufgabe darstellt. »Mathematisches Denken liefert eine Schlüsselkompetenz sowohl für das Verständnis von Naturwissenschaft und Technik als auch für den Zugang zur Logik, zu Musik und bildender Kunst«, heißt es in der Präambel des Vertrages.

    Das »Erlebnisland Mathematik« wurde im Jahre 2008 von den TUD-Professoren Bernhard Ganter und Volker Nollau in den Technischen Sammlungen Dresden gegründet und wird seitdem ständig weiterentwickelt, so dass heute eine Ausstellungsfläche von etwa 1000 Quadratmetern mit 100 interaktiven Exponaten zum »Spielen mit Mathematik« zur Verfügung steht.

    »Seit sieben Jahren können wir jährlich etwa 80.000 – vor allem jugendliche – Besucher begrüßen, von denen wohl einige später mit Begeisterung an der Technischen Universität die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) studieren werden«, freut sich Professor Nollau.

    Kulturbürgermeister Ralf Lunau betont: „Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Kultur trägt wesentlich dazu bei, Dresdens Ruf als internationale und offene Kulturstadt zu festigen.“

    Und Roland Schwarz, Direktor der Technischen Sammlungen, ergänzt: „Der Erfolg des Erlebnislandes  beweist, dass eine interaktive Ausstellung sogar die abstrakte Mathematik anschaulich und erfahrbar machen kann. Die gute Zusammenarbeit mit der TU hat uns inzwischen weitere Kooperationen mit Forschungsinstituten und Technologieunternehmen unserer Region ermöglicht.“

     

    TU Dresden und Technische Sammlungen Dresden arbeiten weiter zusammen
  • 02.09.2015

    CHAPTERS. Daniela Risch

    Dresdner Stipendium für Fotografie

    Mit CHAPTERS präsentiert Daniela Risch Fotografie und Video als Ergebnisse ihres dreimonatigen Arbeitsaufenthaltes in Dresden. Im Frühjahr 2014 arbeitete die in Essen und Berlin lebende Künstlerin im Rahmen ihres Fotografie-Stipendiums der Stiftung Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden für drei Monate in der sächsischen Landeshauptstadt.

    Die Fotografien in der Ausstellung lassen das Einzelbild hinter die Abfolge zurücktreten. Sie zeigen die Stadt meist ohne Passanten als stille Momentaufnahmen, stellen Zusammen-hänge her und bilden Wechselwirkungen zwischen sinnlicher Wahrnehmung und unprätentiöser Sachlichkeit.

    Daniela Risch studierte an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin und im Master-studiengang der Folkwang Universität der Künste in Essen. An der Kunsthochschule für Medien in Köln legte sie ihr Diplom ab und wird ab Oktober dieses Jahres Bildende Kunst / Visuelle Medien am Caspar David Friedrich Institut der Universität Greifswald unterrichten. Schon vor Beginn ihres Studiums im Jahr 2005 waren ihre Arbeiten in verschiedenen Galerien zu sehen. Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen führten sie u. a. nach Schweden, Frankreich, Spanien, Argentinien, Griechenland, Indien, Iran und in zahlreiche deutsche Städte. Ihre Fotografien und Videos sind jetzt erstmals in Dresden zu sehen.

    Zur Ausstellung erscheint in kleiner, handgefertigter Auflage die Edition CHAPTERS, ein Schuber mit fünf Heften. Diese Publikation ist im Museumsshop der Technischen Sammlungen zum Preis von 55 € erhältlich.

    Das Dresdner Stipendium für Fotografie, Ausstellung und Publikation ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und der Technischen Sammlungen Dresden.

    Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
    geöffnet Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage 10 bis 18 Uhr

    Kontakt

    Dr. Andreas Krase, Kustos; Tel. 0351 488 7208, Mail andreas.krase@museen-dresden.de

    Richard Stratenschulte, Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit / Marketing; Tel. 0351 488 7360
    Mail richard.stratenschulte@museen-dresden.de

    CHAPTERS. Daniela Risch
  • 19.06.2015

    Hi Lights! Neues vom Licht

    Sonderausstellung im Dresdner Lichtjahr 2015

    PRESSEINFORMATION
    Dresden, 19.6.2015

    HI LIGHTS!
    Neues vom Licht
    Ausstellung im Dresdner Lichtjahr 2015
    20. Juni 2015 - 19. Juni 2016 Technische Sammlungen Dresden
    Eröffnung am Freitag, 19. Juni 2015, 19 Uhr

    Licht ist der Ursprung allen Lebens, Grundlage unserer Kommunikationsgesellschaft, wird zukünftig den Alltag stärker bestimmen als je zuvor und ist dennoch so schwer zu (be)greifen. “HI LIGHTS! Neues vom Licht“ - ein Gemeinschaftsprojekt der Technischen Sammlungen Dresden, des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS und weiterer Partner - ist eine Ausstellung über Wissenschaft, Technik und die Wiederverzauberung des Lichts.

    Die Ausstellung, die ab 20. Juni für ein Jahr lang zu sehen sein wird, und die Inszenie-rung „Licht!“ des tjg. theater junge generation, die am 27. Juni in den Technischen Sammlungen Premiere hat, sind Höhepunkte im Dresdner Lichtjahr 2015.

    Museum und Theater wollen damit vor allem junge Menschen für eines der wichtigsten und zugleich dynamischsten Gebiete der aktuellen Technologieforschung begeistern und Fachkreise ebenso wie die allgemeine Öffentlichkeit auf das große innovative Potential, das Dresden als Stadt der Wissenschaften und der Hochtechnologie für das Zukunftsthema Photonik vereinigt, aufmerksam machen.

    Im International Year of Light and Light-Based Technologies haben sich in Dresden das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, die Technischen Sammlungen Dresden, das tjg theater junge generation sowie über ein Dutzend weiterer Forschungs-institute und Technologieunternehmen, Bildungseinrichtungen und Kunstprojekte zur Initiative „Dresdner Lichtjahr 2015“ zusammengeschlossen.

    "Was wir hier erleben können ist eine facettenreiche Präsentation des Themas Licht als regionaler Dresdner Part des International Year of Light and Light-Based Technologies der UNESCO", so der Erste Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden Dirk Hilbert.

    Die Ausstellung führt mit vielen Mitmach-Experimenten und einem Wimmelbild über Forscher und ihre Entdeckungen in die Wissenschaftsgeschichte des Lichts seit der Antike ein. Historische Apparate, Versuchsanlagen und Spielautomaten erzählen von der Entwicklung des Lasers und dessen besonderen Eigenschaften.

    „Laserlicht ist eine Erfindung, die für den technischen Fortschritt in allen Bereichen benötigt wird und vielfältig zur Anwendung kommt“, betont Dr. Anja Techel, Stellvertretende Institutsleiterin am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, Dresden.

    In einer Manege der Photonik stellen Versuchsaufbauten und Prototypen aus den Dresdner Forschungsinstituten und Unternehmen sowie interaktive Exponate die wichtigsten Anwendungen in der aktuellen Photonikforschung vor. Das Spektrum reicht von der Entwicklung energieeffizienter und wahrnehmungsphysiologisch optimierter Beleuchtungsmittel bis zu spektakulären Lichtbildern aus der Mikrobiologie, vom Licht als Träger der Information in drahtlosen Kommunikationssystemen bis zur Untersuchung der kosmischen Strahlung, vom Laserlicht als dem universellen Werkzeug und Messinstrument im Mikro- wie im Makrobereich bis zum Einsatz laserbeschleunigter Teilchenstrahlung in der Krebstherapie. Mit einem Laserbeschrifter der Fa. Trumpf können Besucher ihr Andenken selber herstellen.
    Den Abschluss bildet ein Blick in die Zukunft der Lichttechnologie, zwischen Vision und Spekulation, Science und Fiction. Gruppen und Schulklassen können in zusätzlichen Workshops Spektraluntersuchungen erproben, elektronische Schaltungen mit LEDs aufbauen, mit einfachsten Mitteln eine OLED herstellen und einen zur Reinigung von Bauteilen und Kunstwerken eingesetzten Laser kennenlernen.

    Die Ausstellung wird unterstützt von DREWAG, Enso, Novaled und der Berthold Leibinger Stiftung.

    Öffnungszeiten: 20. Juni 2015 - 19. Juni 2016
    Dienstag bis Freitag, 9 - 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 - 18 Uhr, Montag geschlossen
    Eintritt: 5 €, erm. 4 €, Gruppen ab 10 Personen 4,50 €, Freitag ab 12 Uhr Eintritt frei
    Kontakt:
    Holger Seifer, 0351/4887209, holger.seifert@museen-dresden.de
    Lidia Westermann, 0351/4887205, lidia.westermann@museen-dresden.de
    Maren Dose, Öffentlichkeitsarbeit Technische Sammlungen Dresden
    Tel. 0351 / 488 7254, E-Mail: maren.dose@museen-dresden.de

    Hi Lights! Neues vom Licht
  • 15.05.2015

    Dresdner Stipendium für Fotografie

    Pressemitteilung


    Ausschreibung Stipendium

     Dresdner Stipendium für Fotografie

     der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden

     Das Dresdner Stipendium für Fotografie der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden richtet sich an FotografInnen, die selbständig oder hauptberuflich als Fotografen arbeiten und/oder einen künstlerischen Studienabschluss besitzen, mindestens eine öffentliche Personalausstellung bzw. eigene Publikation mit fotografischen Arbeiten nachweisen können und ihren Lebensmittelpunkt nicht in Dresden haben.

     Mit dem Stipendium werden künstlerische und/ oder dokumentarische Projekte gefördert, in deren Fokus das fotografische Bild und fotografische Prozesse stehen. Dabei soll die fotografische Auseinandersetzung mit der Stadt Dresden eine zentrale Rolle spielen, ohne dass das Stipendium auf Stadtfotografie im engeren Sinne beschränkt sein muss. Die Anwesenheit vor Ort wird erwartet.

     Das Stipendium umfasst während des 3-monatigen Arbeitsaufenthaltes in Dresden eine Förderung in Höhe von 1.000 €/ Monat, einen Zuschuss für Materialkosten in Höhe von maximal 1.000 € sowie freie Unterkunft.

    Die als Ergebnis des Stipendiums entstandenen Arbeiten sollen nach Möglichkeit durch eine Ausstellung der Technischen Sammlungen Dresden einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

    Zeitraum: März bis Mai 2016
    Bewerbungsfrist (Posteingang): 14. August 2015

    Persönliche Anfragen an:
    Ostsächsische Sparkasse Dresden, Jan Klemmer, Tel. 0351/ 455 16530 oder E-Mail: jan.klemmer@ostsaechsische-sparkasse-dresden.de

    Bewerbungsunterlagen:
    Namentliche Bewerbungen sind zu richten an:

    Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden

    c/o Ostsächsische Sparkasse Dresden
    Sparkassenhaus
    01305 Dresden

    Schriftform:
    -         Bewerbung mit Projektvorschlag (max. 1800 Zeichen)
    -         Kurzbiographie und Darstellung des künstlerischen Werdegangs
    -         Erklärung des Bewerbers, dass Dresden nicht Lebensmittelpunkt darstellt
    -         Ausstellungsverzeichnis (optional)

    Weitere Unterlagen:
    -         Arbeitsproben (bitte keine Auflagen bzw. hochwertige Originale): Prints,    Drucke im maximalen Format A 4
    -         eine Serie, bestehend aus bis zu 15 Fotografien, oder
    -         einzelne fotografische Arbeiten, maximal 12 Fotografien
    -         maximal 3 Kataloge
    Digitale/ elektronische Medien sind ebenfalls zulässig, jedoch nur als Ergänzung zu den Arbeitsproben.

    Die Jury behält sich vor, im Einzelfall weitere Informationen einzuholen.
    Die Bewerbungsunterlagen werden zurückgesandt. Den Bewerbungen aus Deutschland ist zu diesem Zweck ein ausreichend frankierter und adressierter Umschlag beizufügen.

    Mitglieder der Jury:
    Vertreter der Stiftung
    Bernd Heise, Leonhardi-Museum Dresden
    Dr. Michael Hering, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
    Frank Höhler, Fotograf, Dresden
    Dr. Andreas Krase, Technische Sammlungen Dresden. Museen der Stadt Dresden

     

    Request for applications

    Dresden Grant in Photography

    of the „Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden“

    (Foundation for arts & culture of the Ostsächsische Sparkasse Dresden

    The „Dresden Grant in Photography“, donated by the „Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden“, addresses artists who work self-employed or full-time as photographers, have possibly earned an artistic degree, verify at least one public personal exhibition or publication with works of photography and who do not permanently reside in Dresden.

     The grant supports artistic and/ or documentary projects that focus on photographic images and processes. Simultaneously, the grant is to place artistic interpretations of the city of Dresden at the core of the project without necessarily limiting the artistic work to city photography in a strict sense. On-site presence will be expected.

    The grant awards a monthly stipend of 1.000,- € for a three months period, an additional allowance of maximum 1.000,- € for photo materials as well as free accommodation in an apartment in Dresden.

    The works produced as results of the grant are possibly to be presented to a wider public in an exhibition in the „Technische Sammlungen Dresden“ [Technology Collections of the city of Dresden].

    Fixed period: March through May 2016
    Closing date for applications (in-box): 14st August 2015

    Further questions please address to:

    Ostsächsische Sparkasse Dresden
    Jan Klemmer
    Tel. +49 351/ 455 16530
    E-Mail: jan.klemmer@ostsaechsische-sparkasse-dresden.de

     

    Application documents:

     Named applications please address to:

     Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden
    c/o Ostsächsische Sparkasse Dresden

     Sparkassenhaus
     01305 Dresden
     Germany

     Written form:

     -         application with project proposal (maximum 1800 characters)

     -         short biography and artistic history

     -         statement of the applicant that Dresden is not the site of permanent residency

     -         index of exhibitions (optional)

     

    Further records:

     -         work samples (no print run or high quality originals): Prints, copies in max. format A 4

     -        a series comprising max. 15 photographs, or

    -         individual photographical works, max. 12 photographs

     -         max. 3 catalogues

    Digital/ electronic documents are also being accepted, but only as supplement to the work samples.

    The jury reserves the right to request further information in individual cases.

    The application files will be returned to the applicant. Applicants from Germany are asked to attach a stamped addressed envelope for this purpose.

    Jury members:
    A representative of the foundation
    Bernd Heise, Leonhardi-Museum Dresden
    Dr. Michael Hering, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
    Frank Höhler, Fotograf, Dresden
    Dr. Andreas Krase, Technische Sammlungen Dresden. Museen der Stadt Dresden

     

    Dresdner Stipendium für Fotografie
  • 26.11.2014

    Dresdner Lichtjahr 2015

    Pressemitteilung

     

    Sonderausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden ab 20. Juni 2015

    Die Unesco hat für 2015 das International Year of Light ausgerufen. Aus diesem Anlass planen das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik und die Technischen Sammlungen Dresden die Ausstellung „Hi Lights!“, die sich dem Thema Lichtforschung und Lichttechnik widmet.

    Licht als Universalwerkzeug kann (fast) alles. Optische Verfahren und Technologien lösen die Elektronik als Leittechnik ab: Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert des Photons. Die Ausstellung will vor allem junge Menschen für innovative licht-basierte Technologien begeistern und dabei die enormen Potentiale der zahlreichen Forschungsinstitute und Industrieunternehmen, die in Dresden und im gesamten Freistaat Sachsen auf dem Gebiet der Photonik tätig sind, einem großen Publikum bekannt machen. Moderne Anwendungen, wie sie beispielsweise am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik im Einsatz sind, werden daher ebenso präsentiert wie aktuelle Forschungsergebnisse u.a. aus der Medizin-, Analyse- und Beleuchtungstechnik.

    Die Ausstellung „Hi Lights“ verbindet technikhistorische Elemente mit moderner Science Center-Didaktik. Fragen an das Licht, also Fragen an das vermeintlich Selbstverständliche, führen zu erstaunlichen Ergebnissen. Einen eigenen Regenbogen kreieren, mit Licht kickern, sich selbst von hinten sehen oder auch endlich mit Licht sauber machen: Der Besucher lernt an interaktiven Stationen das Licht in ganz neuen Facetten kennen.

    Neben den physikalischen Grundlagen und technischen Anwendungen, die in der Ausstellung vorgestellt werden, konzentrieren sich künstlerische Installationen auf die metaphysischen Aspekte des Phänomens und rahmen die Ausstellung kulturgeschichtlich ein.

    „Hi Lights“ ist eine Ausstellung über Wissenschaft, Technik und die Wiederverzauberung des Lichts.

    Ansprechpartner
    Holger Seifert, holger.seifert@museen-dresden.de, Tel.: 0351 488 7209
    Lidia Westermann, lidia.westermann@museen-dresden.de, Tel.: 0351 488 7205

    Dresdner Lichtjahr 2015
  • 22.05.2014

    Hugo Erfurth. Das fotografische Tagebuch 1894 – 1930

    23. Mai bis 24. August 2014


    Hugo Erfurth (1874 – 1948), war der wohl bedeutendste deutsche Porträtfotograf des 20. Jahrhunderts. Ab 1894 in Dresden in tätig, gründete er hier ein eigenes Fotoatelier und wurde bald zu einer bekannten und geachteten Persönlichkeit des Dresdner Kunstlebens.

    Ab 1906 betrieb er im Palais Lüttichau das Atelier „Lichtbildnerei Erfurth“. Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren hinweg erarbeitete er eine Porträtgalerie bedeutender Zeitgenossen, die ihn und seine Kunst des psychologisierenden Porträtierens berühmt machen sollte und seinen Arbeiten Eingang in die Sammlungen bedeutender Museen verschaffte. 

    Seine Leidenschaft für das Fotografieren übertrug er auf sämtliche Lebensbereiche. Von 1894 bis 1930 entstand sein fotografisches Tagebuch, in dem er sein privates Leben dokumentierte, zahlreiche Ausflüge und Reisen mit der Familie und mit Freunden, Ereignisse im Kunstleben des damaligen Dresdens fotografisch festhielt. Ganz anders als in seiner Bildniskunst ging er hier häufig spontan vor, notierte Augeneindrücke, wechselnde Lichtstimmungen und Perspektiven. Offenbar verließ ihn sein Gestaltungsinteresse fast nie: Immer eine Kamera zur Hand, gestaltete er Varianten bildhafter Szenerien, die in der jeweils als gültig erachteten Fassung auch Eingang in sein künstlerisches Werk erhielten. Sein wichtigstes Bildmotiv blieb stets Helene, geliebte Muse und Ehefrau zugleich.

    Das fotografische Tagebuch lässt sich als Chronik eines Lebensentwurfs lesen und macht zugleich den Einfluss wechselnder ästhetischer Vorbilder sichtbar. Hugo Erfurth hat seinen Bildnotizen großen Wert beigemessen, denn er bewahrte die fotografierten Erinnerungen an die Dresdner Jahre über alle Wechselfälle seines Lebens hinweg auf. 1934 nach Köln gezogen, verlor er während des Krieges den Großteil seines Archivs, doch konnte er seine private Sammlung retten.

    Das fotografische Tagebuch konnte 2009 durch die Technischen Sammlungen Dresden dank einer maßgeblichen Förderung durch die Sächsische Landesstelle für Museumswesen erworben werden, und wird erstmals in einer repräsentativen Auswahl öffentlich ausgestellt, zusammen mit weiteren Arbeiten aus dem Bestand und einer Auswahl reich illustrierter Urkunden von fotografischen Wettbewerben.

    Ansprechpartner:
    Dr. Andreas Krase
    Kustos für Fotografie und Kinematografie
    andreas.krase@museen-dresden.de

    Maren Dose
    Öffentlichkeitsarbeit
    maren.dose@museen-dresden.de
    T +49 (0) 3 51 4 88 72 54

    Hugo Erfurth. Das fotografische Tagebuch 1894 – 1930
  • 28.02.2014

    „Cool X“ – neue Ausstellung in den Technischen Sammlungen

    Versuchsstationen, Modelle und Spiele zu Mikro- und Nanoelektronik und neues Museumsfoyer


    In einem Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt Dresden und des sächsischen Spitzenclusters Cool Silicon wurde am Freitag, 28. Februar 2014 in den Technischen Sammlungen Dresden die Ausstellung „Cool X - Energie in einer digitalen Welt“ eröffnet. Mit zahlreichen interaktiven Versuchsstationen und Modellen, Originalobjekten und Spielen führt sie in die Dimensionen der Mikro- und Nanoelektronik ein und stellt Projekte des Forschungsverbundes Cool Silicon vor. 60 Institute und Unternehmen sind hier zusammengeschlossen. Im Mittelpunkt stehen Innovationen für eine energieeffiziente Zukunft der Informations- und Kommunikationstechnik. 

    „Viele junge Menschen fragen nach Ziel und Sinn des technischen Fortschritts. Die Ausstellung „Cool X“ wird sie begeistern, weil Cool Silicon das enorme Potenzial des Mikroelektronikstandortes Dresden mit der Frage nach globaler Verantwortung in der Technik verbindet“, begrüßt Kulturbürgermeister Dr. Ralf Lunau, das Engagement des Spitzenclusters für die Ausstellung.

    Für Museumsdirektor Roland Schwarz werden die Technischen Sammlungen „mit der neuen Ausstellung zu einem Museum, in dem auch Hochtechnologie von heute, die sich der unmittelbaren Anschauung zumeist entzieht, erlebt und diskutiert werden kann.“ Die Ausstellung auf 440 Quadratmetern beginnt mit einer Zeitreise in die energetische Vergangenheit von Computern und Mobiltelefonen. Sie katapultiert die Besucher durch einen Zoom in die Forschungswelt der Labs und Fabs von Cool Silicon und endet mit Vorschlägen, was jeder beitragen kann, um den rapide steigenden Energieverbrauch der digitalen Welt zu senken. „Cool X“ ist gemeinsam von den Technischen Sammlungen und dem Berliner Ausstellungsbüro Beier + Wellach Projekte konzipiert und gestaltet worden.

    Museumsfest
    Mit einem Museumsfest von 10 Uhr bis 18 Uhr feiern die Technischen Sammlungen die Eröffnung von „Cool X am Sonntag, 2. März. Neben der neuen Ausstellung stehen ein Energietheater für Kinder ab 5, Experimente im Lötpunkt und im DLR_School_Lab TU Dresden für Jugendliche und ein Science Slam auf dem Programm. Der Eintritt ist frei.

    Neues Museumsfoyer
    Erstmals ab 2. März empfangen die Technischen Sammlungen ihre Besucher im neuen Museumsfoyer. Zwei Portale unterhalb des Ernemannturms führen künftig von der Schandauer Straße ebenerdig in die frühere Kamerafabrik. Das neue Foyer bietet den Museumsgästen Garderobe, Kasse, einen mit Spielsachen und Literatur zu Wissenschaften und Technik bestens ausgestatteten Museumsshop und vor allem Orientierung in dem größer gewordenen Museum. Für den bisherigen Museumseingang mit dem historischen Vestibül und den angrenzenden früheren Direktionsräumen planen die Technischen Sammlungen eine Ausstellung über Dresden als europäische Metropole der Foto- und Kinoindustrie im 20. Jahrhundert, die im kommenden Sommer eröffnet wird.
    Für das neue Museumsfoyer und den Ausstellungsraum für COOL X und das im vergangenen Herbst eröffnete DLR_School_Lab TU Dresden hat die Landeshauptstadt Dresden 1,5 Millionen Euro in die Sanierung des Ernemannbaus investiert.

    „Cool X“ – neue Ausstellung in den Technischen Sammlungen