Kamerastadt Dresden

Kamerastadt Dresden

Kamerastadt Dresden

 

Europas Zentrum der Foto- und Kinoindustrie

Das Museumsgebäude mit dem Ernemannturm war einst das Wahrzeichen der Dresdner Foto- und Kinoindustrie. In den restaurierten Direktionszimmern der früheren Ernemann-Werke blickt das Museum zurück auf ein Jahrhundert, in dem über 40 Hersteller von Fotoapparaten, Filmkameras, Projektoren, Fotopapieren, Filmmaterial und Spezialzubehör Dresden zum größten Standort der Branche in Europa machten. Viele Innovationen und die Qualität der Dresdner Kamera-Industrie sind bis heute legendär. 

Die in mehreren Schritten entstehende neue Ausstellung zur Kamerastadt Dresden beginnt in der Welt der Arbeit. Eine Multivision führt mit zahlreichen Fotografien, Filmausschnitten und Ton in die Geschichte der Dresdner Foto- und Kinoindustrie zwischen 1900 und 1990 ein. Eine Ausstellung mit ausgewählten Produkten wird als nächstes folgen.

Seit Mai 2018 steht unseren Besucher*innen mit dem „Interaktiven Stadtplan der Kamerastadt Dresden“ eine neuartige Präsentation zum Thema Industriegeschichte und –kultur zur Verfügung. Auf einem 65 Zoll großen Touchscreen kann die Topografie der Kamerastadt Dresden spielerisch und in unterhaltsamer Weise, aber auch systematisch und faktenorientiert erkundet werden. Die Entwicklung des Standortes mit seinen mehr als 150 Unternehmen ist auf digitalisierten historischen Stadtplänen genau nachzuverfolgen. Vom Übersichtsplan bis zum einzelnen Haus, von Abbildungen aus der Produktion, von Erzeugnissen, Katalogen bis zu Werbegrafiken und Signets: Der interaktive Stadtplan lädt ein – zu virtuellen Spaziergängen durch die Geschichte.

Kamerastadt Dresden 1860 – 2000. Interaktiver Stadtplan ONLINE

Projektion. Blicke in das Pentacon-Fotoarchiv. Eine Installation von Daniela Friebel

Daniela Friebel hat in der Fotografischen Sammlung der Technischen Sammlungen Dresden geforscht. Sie konzentrierte sich bei ihrer Recherche auf die fotografischen Hinterlassenschaften des VEB Pentacon Dresden, des Großbetriebes der staatlichen Fotoindustrie, der bis 1990 seinen Hauptsitz im Ernemannbau hatte, dem heutigen Museumsstandort. Bei ihrer medienarchäologischen Arbeit hat sie sich vor allem mit den Aufnahmen aus der Werbeabteilung des Betriebes befasst, die seit Anfang der 1950er Jahre entstanden. Diese blieben bis dahin nahezu verborgen, denn die meisten Fotografien lagen unbearbeitet nur als Negative vor.