Technische Sammlungen Dresden

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Maren Dose
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Pressemitteilung, 7.7.2010 
Neues Exponat im Erlebnisland Mathematik Dresden: Ein „Folterinstrument“ von Wirtschaftsprüfern und Steuerfahndern

Erstvorführung am 15. Juli 2010, 19 Uhr, Eintritt frei!

Das Erlebnisland Mathematik Dresden lädt für den 15. Juli 2010 um 19 Uhr zur öffentlichen Vorstellung seines neuesten Exponats ein. Das „Benford-Experiment“ prüft Statistiken auf deren „Wahrheitsgehalt“. Prof. Dr. Volker Nollau führt in die Geschichte und Anwendung des Benfordschen Gesetzes ein und erzählt von den Hintergründen seiner Entdeckung.

 Auf kuriose Weise trat 1881 ein statistisches Gesetz ans Licht der Welt. Der amerikanische Mathematiker und Astronom Simon Newcomb (1835-1909) stellte fest, dass in den Logarithmentafeln seiner Studenten die ersten Seiten mehr Eselsohren hatten und stärker abgegriffen waren als die folgenden. Das lag offenbar daran, dass bei sehr viel mehr Zahlen die Ziffer „1“ an erster Stelle steht als die Ziffern „2“ oder gar „3“ usw.. Über ein halbes Jahrhundert interessierte sich nicht einmal die Fachwelt für Newcombs Entdeckung, bis 1938 der Physiker Frank Benford (1883-1948) diese Gesetzmäßigkeit nicht nur mathematisch formulierte, sondern auch seine Universalität entdeckte. Das nach ihm benannte Benfordsche Gesetz ist heute eines der leistungsfähigsten Instrumente zur Aufdeckung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Durch Vergleiche mit der Benford-Verteilung können Fälschungen und Unregelmäßigkeiten in Bilanzen und Statistiken erkannt werden. ENRON, einer der größten Energiekonzerne der USA mit 22.000 Mitarbeitern, musste 2001 Insolvenz anmelden, weil Analysen der Unternehmenszahlen mit Hilfe des Benfordschen Gesetzes fortgesetzte Bilanzfälschungen sichtbar gemacht hatten.
Am 15. Juli um 19 Uhr wird im Erlebnisland Mathematik ein völlig neues und einmaliges Experiment zur Veranschaulichung des Benfordschen Gesetzes vorgestellt. Jeder Besucher kann dann selbst seine Wirkung beobachten. Der wissenschaftliche Direktor Prof. Dr. Volker Nollau und Kurator Dr. Michael Vogt werden dabei auf die vielen interessanten Aspekte dieses einzigartigen statistischen Werkzeuges  eingehen, das leicht zu einem „Folterinstrument“ für all diejenigen wird, die „nur an die Statistik glauben, die sie selbst gefälscht haben.“

 

Pressemitteilung, 29.4.2010
Hugo Erfurth. Das private Fotoarchiv aus der Dresdner Zeit (1896 - 1933)
Spektakuläre Neuerwerbung öffentlich vorgestellt

Im Herbst 2009 konnten die Technischen Sammlungen Dresden den bisher wenig bekannten familiären fotografischen Bildnachlass von Hugo Erfurth (1874 - 1948) aus Privathand erwerben. Hugo Erfurth war einer der bedeutendsten deutschen Porträtfotografen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von 1896 bis 1934 war Erfurth in Dresden tätig.Hugo Erfurth hat einen kaum zu überschätzenden Einfluss auf die Fotografie in Dresden im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts gehabt. Auch die von ihm veranstalteten Kunstausstellungen im Palais Lüttichau, seinem Atelier, waren Höhepunkte im Dresdner Kunstleben.Das von den Erben Erfurths den Technischen Sammlungen übereignete Konvolut ist von großer kultur- und fotohistorischer Bedeutung für das fotografische Bildgedächtnis Dresdens und Sachsens. Die Sammlung besteht aus 265 Kartons mit 1.366 Kontaktkopien aus den Jahren 1898 bis 1933 sowie 20 Originalurkunden von fotografischen Wettbewerben zwischen 1894 und 1939. Die Fotografien gewähren Einblicke in das Familienleben des Fotografen im damaligen Dresden, seinen großen und prominenten Freundeskreis, die berühmten Künstlerfeste dieser Zeit sowie zahlreiche Reisen Erfurths und seiner Familie. Ein prominentes Leben im vergangenen Dresden wird sichtbar. Durch die Übernahme in die Museumssammlung konnte eine wichtige Quelle für Forschungen zu Dresdner Künstlerbiografien, zur Kultur- und zur Stadtgeschichte gesichert werden. Auch Hugo Erfurth hat diesem fotografischen Tagebuch großen Wert beigemessen, denn er bewahrte die fotografierten Erinnerungen an die Dresdner Jahre über alle Wechselfälle seines Lebens hinweg auf. 1934 nach Köln gezogen, verlor er während des Krieges den Großteil seines Archivs. Doch konnte er seine private Sammlung retten – die nun an den Ort ihrer Entstehung zurückgekehrt ist. Die spektakuläre Bereicherung für die Technischen Sammlungen Dresden wurde möglich dank der maßgeblichen Förderung durch die Sächsische Landesstelle für Museumswesen sowie der Unterstützung durch zwei private Spenderinnen.
Die Technischen Sammlungen zeigen erstmalig einen kleinen, repräsentativen Teil der Neuerwerbung. Außerdem sind einige großformatige Glasnegative aus einer größeren Sammlung von Originalnegativen von Hugo Erfurth zu sehen. Diese gehörten zum Bestand des ehemaligen Museums für Photographie in Dresden, der in den Technischen Sammlungen bewahrt und gegenwärtig erschlossen wird. Die Kabinettausstellung wird bis zum 18. Mai 2010 zu sehen sein. 

Pressemitteilung, 1.4.2010
Das Café mit dem schönsten Panoramablick über Dresden wiedereröffnet

Nach einer Verschönerungskur lädt das Turmcafé der Technischen Sammlungen Dresden wieder zum Verweilen, Genießen und Schauen ein. In den vergangenen Wochen wurden Wände gestrichen, der Fußboden erneuert, der Tresen umgebaut. Eine neue Beleuchtung und frische Farben lassen den Ort stimmungsvoll einladend wirken. Zu Ostern lockt ein Eröffnungsangebot: eine Tasse Kaffee oder Tee und ein Stück frischer Kuchen zum Preis von 2,50 Euro. Frischer Bäckerkuchen soll demächst immer im Angebot sein. So will man nicht nur Museumsgäste in das schöne Ambiente locken. Der Besuch des Turmcafés kostet keinen Eintritt. 
Das Café der Technischen Sammlungen befindet sich im denkmalgeschützen 48 Meter hohen Ernemannturm und ist allein schon wegen der wunderbaren Aussicht einen Besuch wert. Bei klarem Wetter kann man bis in die Sächsische Schweiz schauen. Neu zu entdecken im Museum ist das erweiterte Erlebnisland Mathematik "Erlebnis hoch zwei" mit über zehn in der eigenen Werkstatt gebauten mathematischen Experimenten. In der Fotogalerie zeigt das Museum Dresden-Fotos des Hamburger Fotografen Ralf Meyer, des ersten Fotostipendiaten der Stadt Dresden. Das Museum in der Junghansstraße in Striesen ist von Karfreitag bis Ostermontag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, das Turmcafé von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr. 

 

Pressemitteilung, 25.3.2010
"Erlebnis hoch zwei" im Erlebnisland Mathematik Dresden

Das Erlebnisland Mathematik Dresden expandiert. Ab Samstag, den 27. März, 10 Uhr ist der neue Ausstellungsteil „Erlebnis hoch zwei“ für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Besucherinnen und Besucher sind  eingeladen, die neuen Experimente auszuprobieren und die Ausstellungserweiterung mit einem Familienfest zu feiern. Der Eintritt ist ganztägig von 10 bis 18 Uhr frei.
Am Freitag, den 26. März um 11 Uhr,  eröffnet  Dr. Ralf Lunau, Beigordneter für Kultur der Landeshauptstadt Dresden, in einem Festakt die neue  Ausstellungsetage. In „Erlebnis hoch zwei“ warten über 10 neue Exponate darauf  entdeckt zu werden. Geschicklichkeit ist gefragt beim Nachspüren einer Funktion und beim Zusammensetzen einer Kugel. Mit Staunen kann eine Fahrt des  Möbius-Mobils verfolgt werden. Rätselhaft muten Harmonie und Rhythmik von schwingenden Kugeln an. Die meisten Objekte sind in den Technischen Sammlungen entwickelt und gebaut worden.
Der neue Ausstellungsraum für „Erlebnis hoch zwei“ in den Technischen Sammlungen wurde mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II saniert.
 Das Erlebnisland Mathematik ist ein gemeinsames, vom Kultusministerium des Freistaates Sachsen gefördertes Projekt der Fachrichtung Mathematik der TU Dresden und der Technischen Sammlungen Dresden. Initiatoren und Wissenschaftliche  Direktoren sind  die Mathematik-Professoren  Bernhard Ganter  und Volker Nollau. Der Physiker Dr. Michael Vogt leitet als Kurator seit nunmehr fast zwei Jahren erfolgreich das Erlebnisland Mathematik.
Am 4. März 2010 empfingen die Technischen Sammlungen den 100.000 Besucher im Erlebnisland seit der Eröffnung am 5. September 2008.
Erst kürzlich wurde das Erlebnisland mit dem „Benedictus-Gotthelf-Teubner-Förderpreis" ausgezeichnet. Die "Stiftung Benedictus Gotthelf Teubner Leipzig/Dresden/Berlin/Stuttgart" hält das Andenken an das Wirken des erfolgreichen Verlagsbuchhändlers B. G. Teubner (1784-1856) im öffentlichen Bewusstsein wach. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung im Teubnerschen Sinne.

Erlebnis hoch zwei - Familienfest am Samstag, 27.3.2010, 10 bis 18 Uhr,
Eintritt frei!
Neben Angeboten zum Basteln, Spielen und Knobeln gibt es besondere Überraschungen im neu gestalteten Museumscafé, Zaubereien mit „Harry Potter“ und Filme im Museumskino.

Die Eröffnung von „Erlebnis hoch zwei“ wird unterstützt durch die SRH Hotelakademie Dresden.


 

 

Pressemitteilung, März 2010
Teubner-Preis für das Erlebnisland Mathematik in den Technischen Sammlungen

 Das  ERLEBNISLAND MATHEMATIK DRESDEN wurde  durch die Teubner-Stiftung  Leipzig anlässlich des siebenten Jahrestages  ihrer Gründung  mit dem "Benedictus-Gotthelf-Teubner-Förderpreis"ausgezeichnet. Dies teilte der Gründer und Vorsitzende der Teubner-Stiftung und langjährige Lektor des Teubner-Verlages,  Jürgen Weiß, mit. Die im Jahr 2003 in Leipzig gegründete "Stiftung Benedictus Gotthelf Teubner Leipzig / Dresden / Berlin / Stuttgart" hält das Andenken an das Wirken des erfolgreichen Verlagsbuchhändlers B. G. Teubner (1784-1856) im öffentlichen Bewusstsein wach. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung im Teubnerschen Sinne.
 Das ERLEBNISLAND MATHEMATIK ist ein gemeinsames Projekt der Fachrichtung Mathermatik der TU Dresden und der Technischen Sammlungen Dresden. Initiatoren und Wissenschaftliche  Direktoren sind  die Mathematik-Professoren  Bernhard Ganter  und Volker Nollau. Der Physiker Dr. Michael Vogt leitet als Kurator seit nunmehr fast zwei Jahren erfolgreich das ERLEBNISLAND MATHEMATIK. Am 3. März begrüßte die Ausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden (Junghansstrasse 1-3) ihren 100.000 Besucher seit der Eröffnung am 5. September 2008.
Am Samstag, den 27. März 2010 wird der neue Teil des Erlebnislandes "Erlebnis hoch zwei" der Öffentlichkeit übergeben - mit einem Familienfest und ganztägig freiem Museumseintritt. Der Preis wird im Herbst 2010 überreicht.
Preisträger sind bisher das Mathematikum in Gießen, die Leipziger Schülergesellschaft für Mathematik und die Mathematische Schülergesellschaft "Leonard Euler" Berlin.  


 

Pressemitteilung, 4.3.2010
100.000ster Besucher im Erlebnisland Mathematik Dresden

Den 100.000sten Besucher seit der Eröffnung am 5. September 2008 erwarteten heute die Technischen Sammlungen Dresden im Erlebnisland Mathematik.

Der Kulturbürgermeister Dresdens Dr. Ralf Lunau, der Wissenschaftliche Direktor der Ausstellung Prof. Dr. Volker Nollau und Museumsdirektor Dr. Helmut Lindner begrüßten als Jubiläumsbesucher Familie Böhm aus Bärnsdorf und überreichten Blumen und Geschenke.

 Die hohe Besucherzahl in nur anderthalb Jahren zeigt, wie gut die Ausstellungsmacher den Nerv eines bildungsinteressierten Publikums getroffen haben. Der spielerische Umgang mit Mathematik in diesem einzigartigen Ausstellungsprojekt begeistert Jung und Alt gleichermaßen und lockt Besucherinnen und Besucher aus ganz Sachsen und aus anderen Teilen Deutschlands ins Museum. Auf über 600 Quadratmetern lässt sich Mathematik anhand von 70 Experimenten sinnlich erfahren. Seit April 2009 ist mit dem "Epsilon - Erlebnisland für Kleine" auch an die Kleinsten ab 3 Jahre gedacht. Das Erlebnisland Mathematik ist eine Gemeinschaftsproduktion der Technischen Universität Dresden, Fachrichtung Mathematik und der Technischen Sammlungen Dresden mit finan-zieller Unterstützung durch das  Sächsische Kultusministerium. Entwickelt wurde es von den Mathematikprofessoren Bernhard Ganter und Volker Nollau nach dem Vorbild des "Mathematikums" in Gießen.

Kurator Dr. Michael Vogt stellte als neuestes Ausstellungsstück ein Foucaultsches Pendel vor. Umberto Ecos viel gelesener Roman gleichen Namens  erzählt von der Faszination dieses weltberühmten Experiments. Im Erlebnisland Mathematik zeigt  es mit seinen Schwingungen eindrucksvoll, wie die Erde sich um sich selbst dreht. Das Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe half beim Aufbau des Pendels.

 Bereits am 27. März wird ein neuer  Teil des Erlebnisland Mathematik der Öffentlichkeit
übergeben. Das Museum verspricht „Erlebnis hoch zwei“ und lädt an diesem Samstag von
10 bis 18 Uhr zu einem Familienfest mit vielen Aktionen ein. Der Eintritt ist frei! 

 

Pressemitteilung, 27.11.2009
 

Der VEB Pentacon Dresden
Geschichte der Dresdner Kamera- und Kinoindustrie nach 1945
 
Die Ausstellung
Der volkseigene Betrieb VEB Pentacon Dresden, Nachfolger der Firmen Heinrich Ernemann AG für Cameraproduktion und Zeiss Icon AG, steht mit seiner komplexen und wechselvollen Geschichte für die eines ganzen Industriezweiges in der DDR. Nahezu zeitgleich zum Datum der deutschen Wiedervereinigung im Herbst 1990 wurde die Produktion am heutigen Standort der Technischen Sammlungen Dresden eingestellt.Die Präsentation zur Geschichte des VEB Pentacon Dresden entstand anlässlich der Fertigstellung der gleichnamigen Publikation. Sie wurde von den Technischen Sammlungen Dresden in enger Zusammenarbeit mit dem Autor Dr. Gerhard Jehmlich erarbeitet.In knapper Form werden Phasen und Fragestellung in der Geschichte der Fotoindustrie in und um Dresden nach 1945 thematisiert und mit originalen Exponaten – Produkten und Schriftstücken - belegt.
Das Projekt ist Bestandteil der neu zu konzipierenden Gesamtdarstellung zum Thema Fotografie und Kinematografie im Museum. Voraussichtlich im Herbst 2010 wird eine erweiterte Präsentation folgen.

Die Publikation
Dr. Gerhard Jehmlich war über lange Zeit Leiter der Forschung und Entwicklung des VEB Pentacon. Aus eigener Kenntnis und auf der Basis von Archivstudien und Zeitzeugenerinnerungen stellt er die Innovationen in Technik und Fertigung sowie die ökonomischen Erfolge des Unternehmens dar. Dabei werden auch die Hemmnisse beschrieben, die durch zentralistische Wirtschaftsführung, fehlende Ressourcen und die Restriktionen des Kalten Kriegs bedingt waren, die schließlich zum Verlust der Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt führten. Eingebettet ist die Geschichte des VEB Pentacon in einen Rückblick auf die Entwicklung der Dresdner Kameraindustrie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und in einen Ausblick auf die Aus- und Neugründungen nach der Liquidation des Kombinates durch die Treuhand. Dieses Buch mit seinen umfassenden Informationen, zahlreichen Abbildungen, Tabellen und Produktübersichten zeichnet beispielhaft das differenzierte Bild eines bedeutenden Industriebetriebes der DDR – und der Lebensleistung seiner Beschäftigten.

Das Buch ist zum Preis von 29,90 Euro im Museumsshop erhältlich.
Bei Fragen an den Verlag wenden Sie sich bitte an Meike Griese, Lektorin Sandstein Verlag: 0351 - 44 07 83 6, griese@sandstein.de.



Pressemitteilung, 13.10.2009
Erlebniswerkstatt in den Technischen Sammlungen eröffnet

In den Technischen Sammlungen lädt die „Erlebniswerkstatt“ zum Knobeln, Rechnen, Basteln und Staunen ein. Mithilfe der Partner des Erlebnislandes Mathematik wurde aus der „Museumswerkstatt“ nun die „Erlebniswerkstatt“, die sich in frischen Farben präsentiert und ab sofort wieder geöffnet ist.
Neben den bewährten Angeboten der Museumspädagogik wie „Camera obscura“ und „Druckwerkstatt“ werden erstmals auch museumspädagogische Projekte und Aktionen zur Mathematik hier durchgeführt. Besucher jeden Alters, ob Vorschulkind oder Jugendlicher, ob als Schulklasse oder als Familie, können sich intensiv und spielerisch mit mathematischen Phänomenen auseinandersetzen.  Nach dem Besuch des Erlebnislandes Mathematik besteht die Möglichkeit, in der Werkstatt das Erlebte zu festigen und zu vertiefen. Neue Projektangebote laden dazu ein. So z. B. das Werkstattangebot „Kugeln, Körper, Knoten“, wo Lagebeziehungen und das Vorstellungsvermögen trainiert werden. Es wird für Kinder ab Klasse 5 empfohlen und dauert 45 Minuten. Oder: „Eine Nasenlänge voraus – finde Zahlen an dir“ ist ein Angebot für Kinder ab Klasse 2, das Grunderfahrungen von Maß und Zahl am menschlichen Körper vermittelt und 30 Minuten dauert. An weiteren Themen, wie z. B. „Der goldene Schnitt“, „Der Zufall“ und „Wir bauen Brücken“ wird noch gearbeitet. Die Werkstatt wird zum Familientag, an jedem zweiten Sonntag im Monat, für alle Besucher geöffnet. Ganz in Familie können die Besucher die museumspädagogischen Angebote ausprobieren. Weitergeführt werden die beliebten Kindergeburtstage - mit Spielen, Tricks und Zahlenzaubereien - und „Rechnen mit Adam Ries“, ein Gruppenangebot für Grundschüler. 

Mit dem Umbau haben sich die Arbeitsbedingungen für Kinder und Museumspädagogen entscheidend verbessert und die Nutzungsmöglichkeiten erweitert.
So ist eine Wand mit schalldichter Tür als akustische Abtrennung zum Experimentierfeld eingebaut worden, der Raum erhielt eine neue Beleuchtung und wurde malermäßig instandgesetzt. Neues Mobiliar wie Schränke, Arbeitstische, Stühle und multifunktionale Raumteiler sorgen für ein gutes, angenehmes, kindgerechtes Arbeiten und Werkeln. Durch bewegliche Raumteiler kann die Werkstatt auch für verschiedene Angebote und mehrere Gruppen gleichzeitig genutzt werden.

Museumspädagogische Angebote in der Erlebniswerkstatt:
Kugeln, Körper, Knoten
Ein Werkstattangebot zum Basteln, Knobeln und Staunen
Lagebeziehungen und Vorstellungsvermögen werden trainiert.
Empfohlen ab 5. Klasse
Dauer: 45 Minuten

Eine Nasenlänge voraus - finde Zahlen an dir
Es gibt eine Menge Mathematik, die am eigenen Körper entdeckt werden kann.
Grunderfahrungen von Maß und Zahl am menschlichen Körper werden gemacht, verglichen und geübt.
Empfohlen ab 2. Klasse
Dauer: 30 Minuten

Familiensonntag
Ab November ist die Werkstatt an jedem zweiten Sonntag im Monat geöffnet.

Rechnen mit Adam Ries
Rechenmeister Adam Ries lädt ein zum „Rechnen auf den Linien“, mit Zahlen, Steinen oder Pfennigen. Er berichtet aus seinem Leben, zeigt seine Rechenkünste und erzählt, wie die Zahlen entstanden sind.
für Grundschüler
Dauer: 45 Minuten

Kindergeburtstage – mit Spielen, Tricks und Zahlenzaubereien

Anmeldung für alle Angebote erwünscht!
Besucherservice Fon: 0351/4887272

    

 

Pressemitteilung, 2.9.2009
Erlebnisland Mathematik: 1 Jahr – 70 Experimente – 70.000 Besucher

 Mathematik ist vielfältig, lebendig, erlebnisreich, manchmal rätselhaft und oft auch verblüffend einfach und schön. Das konnten die 70.000 Besucherinnen und Besucher, darunter viele Schüler, seit einem Jahr in den Technischen Sammlungen Dresden erleben. Auf über 600 m² lässt sich Mathematik anhand von 70 Experimenten sinnlich erfahren. Dabei ist  seit April 2009 mit dem „Epsilon – Erlebnisland für Kleine“ auch an die Kleinsten ab drei Jahre gedacht. Am kommenden Samstag, dem 5. September 2009, feiert das Erlebnisland Mathematik seinen ersten Geburtstag mit einer Geburtstagsshow für Groß und Klein! Um 14 Uhr überreicht Dr. Werner Barlmeyer, Vorsitzender des Fördervereins des Erlebnislandes Mathematik, Geschenke und Prof. Dr. Bernhard Ganter, wiss. Direktor, stellt neue Experimente vor. Der Zauberer Matthieu Anatrella zeigt zwischen 14.30 und 18 Uhr seine Kinderzaubershow. Um 15 Uhr hält Prof. Dr. Volker Nollau, wiss. Direktor, einen allgemeinverständlichen Vortrag zum Thema „Himmlische Kreise und Glücksräder“. Alle Besucherinnen und Besucher lädt Dr. Christoph Pöppe, Redakteur der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“, ein, mit ihm gemeinsam ein räumliches Gebilde aus Papier zu erschaffen, das die Mathematiker zur fraktalen Geometrie rechnen. Für das Geburtstagsfest des Erlebnislandes Mathematik hat Pöppe ein neues Fraktal aus Rhombendodekaedern konzipiert. Die Geburtstagsgäste sind mit Schere, Klebstoff und Ausdauer herausgefordert, sich in die Grenzgebiete der Geometrie vorzuwagen.
Einen Geburtstagskuchen mit dem Logo des Erlebnislandes gibt es im Café im Ernemannturm. 

Freier Eintritt am 5. September in den Technischen Sammlungen Dresden
Junghansstraße 1-3, Dresden-Striesen



 Das Erlebnisland Mathematik ist eine Gemeinschaftsproduktion der Technischen Universität Dresden, Fachrichtung Mathematik und der Technischen Sammlungen mit finanzieller Unterstützung des Sächsischen Kultusministeriums. Die Ausstellung wird im Frühjahr 2010 auf insgesamt 1000 m² erweitert. Außerdem wird im Oktober die museumspädagogische Werkstatt als "Erlebniswerkstatt" eröffnet. Die neue Ausstellung des Erlebnislandes wird, soviel kann schon verraten werden, vor allem Experimente zu Phänomen in der Musik, Kunst, der Biologie und Archäologie, zum Spiel mit dem Licht und der Kinematik bieten. Es wird Orte für weiterführende Erklärungen und vertiefende Informationen geben. Auch aktuelle Fragestellungen der Mathematik sollen allgemeinverständlich vorgestellt werden.
Für diesen weiteren Ausbau sind wieder als Kurator Dr. Michael Vogt und als Gestalterin Antje Werner verantwortlich.

 

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