Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Maren Dose
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Pressemitteilung, 31.1.2012
50 Jahre Mikroelektronik in Dresden
Kabinettausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden
1. Februar 2012 bis 7. Oktober 2012
Die Mikroelektronik hat in den letzten 50 Jahren unsere Lebenswelt nachhaltig verändert, den Alltag beschleunigt und mobiler gemacht. Den Beginn dieser Technologie in Dresden und der DDR markierte die 1961 von Werner Hartmann gegründete Arbeitsstelle für Molekularelektronik. Über politische und wirtschaftliche Brüche hinweg ist daraus ein Hochtechnologie-Cluster gewachsen, das zahlreiche Unternehmen und Forschungsinstitute in der Region Dresden vereint. Sie machen Dresden heute zum bedeutendsten Mikroelektronikstandort in Europa.Die Studioausstellung „50 Jahre Mikroelektronik in Dresden“ spannt den Bogen von der Frühphase der 1960er und 1970er Jahre über die politische Vereinnahmung der Mikroelektronik während der 1980er Jahre bis zur Neustrukturierung der Branche nach 1990. Für die Pionierphase werden Prototypen und frühe Verwendungsmöglichkeiten der Mikroelektronik gezeigt. An Hand dieser Beispiele lässt sich sehr gut nachvollziehen, wie Elektronik mikro wurde. Viele dieser Exponate haben frühe Wegbegleiter Hartmanns zur Verfügung gestellt. Das Megabit-Projekt wiederum steht exemplarisch für die politische Dimension dieser Technologie in der DDR. Die Dresdner Mikroelektroniker sahen sich dabei einer doppelten Blockade ausgesetzt: Als Hochtechnologie unterlag Mikroelektronik während des Kalten Kriegs einem Embargo durch den Westen. Die sozialistischen Bruderstaaten wiederum waren technologisch entweder nicht in der Lage zu helfen oder verweigerten die Zusammenarbeit. Dieses Dilemma verschlang kreative Energien und Unsummen. Mit dem Zusammenbruch der DDR-Industrie drohte dem Mikroelektronikstandort Dresden sogar das Ende. Gut ausgebildete Fachkräfte allein reichten nicht aus, um die Branche zu retten. Erst die Verbindung aus privatwirtschaftlicher Investitionsbereitschaft und staatlicher Förderungspolitik bereitete einen fruchtbaren Boden für die Ansiedlung von neuen „Leuchttürmen“. Die Ausstellung zeigt neben Objekten der Mikroelektroniktechnologie und beispielhaften Anwendungen auch Mikrofotografien und Pläne. Sie geben Einblicke in Strukturen, die mit bloßem Auge nicht mehr wahrnehmbar sind. Animationsfilme und historisches Filmmaterial ergänzen diese visuellen Angebote.
Kontakt: maren.dose@museen-dresden.de, Maren Dose, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fon: 0351/4887254
Pressemitteilung, 16.12.2011
Fotografie-Stipendium der Sparkassenstiftung: Kai-Olaf Hesse kommt 2012 nach Dresden
Die Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden vergibt zum dritten Mal in Kooperation mit den Technischen Sammlungen Dresden ein Stipendium für den Bereich Fotografie. Mit der Förderung sollen künstlerische wie auch dokumentarische Projekte, die sich fotografischen Bildern und Prozessen widmen, unterstützt werden. Im Fokus liegt dabei die fotografische Auseinandersetzung mit der Stadt Dresden.
Die Ausschreibung richtete sich an Fotografinnen und Fotografen, die selbständig oder hauptberuflich tätig sind und / oder einen künstlerischen Studienabschluss besitzen. Darüber hinaus sollten die Bewerberinnen und Bewerber eine öffentliche Ausstellung bzw. eigene Publikationen mit fotografischen Arbeiten nachweisen können.
Bis Ende August 2011konnten sich Fotografinnen und Fotografen aus aller Welt an der Ausschreibung beteiligen. Bewerbungen mit fotografischen Arbeitsproben kamen u. a. aus der Tschechischen Republik, Israel und Neuseeland. Insgesamt 82 Zuschriften gingen bei der Stiftung ein.
Jury kürt Fotografie-Stipendiaten
Eine Jury, bestehend aus Vertretern der Sparkassenstiftung, der Technischen Sammlungen Dresden, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie aus einem Dresdner Fotografen übernahm die Auswahl des Stipendiaten für 2012. Kai-Olaf Hesse, Fotograf aus Braunschweig, wird von März bis Mai 2012 in Dresden weilen. In dieser Zeit wird er an einem Fotoprojekt mit dem Titel „Die Stadt als Gabentisch“ arbeiten. In der Begründung der Jury heißt es dazu: Der Projektvorschlag von Kai-Olaf Hesse „Die Stadt als Gabentisch“ (Hans G. Helms, 1992) überzeugte die Jury sowohl durch die vorgelegten Arbeitsproben von fotografischen Interpretationen anderer Orte wie durch den außerordentlich reflektierten Ansatz seines Vorhabens. Hesse versteht den städtischen Raum als komplexes Zeichensystem mentaler, zeitgeschichtlicher und kultureller Bilder, dem er sich fotografierend annähert und aus dem er vermittels des Auffindens und Abbildens spezieller Details wiederum ein spezifisches syntaktisches System extrahiert. Seine Arbeitsweise, einst ausgehend vom topografischen Fotografieren, ist eindeutig nicht dokumentarisch, sie setzt einerseits auf visuelle Analyse, andererseits auf fotografische Intuition. Sein Interesse gilt Dresden als „Streitobjekt zwischen Tradition und Moderne“, einer Stadt mit besonderer Geschichte und Prägung in einer Welt der zunehmenden Globalisierung. Während des dreimonatigen Aufenthaltes in Dresden unterstützt die Sparkassenstiftung den Stipendiaten monatlich mit 1.000 Euro, einem Zuschuss für Materialkosten sowie freier Unterkunft. Die fotografischen Arbeiten, die während der Zeit in Dresden entstehen, sollen in einer Ausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden gezeigt werden. Rückfragen:
Petra Gehlich, stellvertretende Unternehmenssprecherin Ostsächsische Sparkasse Dresden
Tel. 0351 – 455 16517
petra.gehlich@ostsaechsische-sparkasse-dresden.de
Maren DosePresse- und Öffentlichkeitsarbeit, VeranstaltungenTechnische Sammlungen DresdenTel. 0351/4887254
maren.dose@museen-dresden.de
Dresdner Jugend um 2010
Ingar Krauss I Fotografie
Sonderausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden
5. November 2011 bis 26. Februar 2012
Ausstellungseröffnung am 4. November 2011, 20 Uhr
Ingar Krauss (Jahrgang 1965) gehört mit seiner stark am klassischen Schwarz-Weiß der Fotografie orientierten Arbeitsweise zu den profilierten Fotokünstlern seiner Generation. Sein wachsender Erfolg äußert sich auch in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen sowie Ausstellungsbeteiligungen. Ingar Krauss, 2. Stipendiat für Fotografie der Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, setzte sich mit seiner Bewerbung gegen 72 Mitbewerber aus mehreren Ländern durch und hielt sich zur Realisierung seines Projektes von März bis Mai 2010 in der Sächsischen Landeshauptstadt auf.
Auszug aus der Begründung der Jury: „Die Arbeit von Ingar Krauss überzeugt vor allem durch sein sehr eigenes Gespür für Momente menschlicher Nähe und intensiver, auch emotionaler Kommunikation. Durch seine Serien mit Porträtfotografien von Kindern und Jugendlichen sowie von osteuropäischen Wanderarbeitern beweist Krauss, dass es möglich ist, einem traditionellen Thema und Genre der Fotografie neue Seiten abzugewinnen. Seine schwarz-weiß Bildnisse auch von sozial Benachteiligten berühren dadurch, dass es dem Fotografen gelang, einen intuitiven Zugang zur menschlichen Würde und Eigenheit der Porträtierten zu entwickeln und in die bildliche Form zu übertragen.“ Die Ausstellung "Dresdner Jugend um 2010. Ingar Krauss - Fotografie" stellt die Ergebnisse seiner Arbeit vor - insgesamt 61 Porträts von Dresdner Jugendlichen.
Die Eröffnung am 4. November 2011 ist zugleich Premiere des Kataloges zur Ausstellung.
Stipendium und Ausstellung sind ein Kooperationsprojekt der Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und der Technischen Sammlungen Dresden.
Pressemeldung 27.10.2011
Zwei Stipendiaten im Fokus
Am 4. November präsentieren sich der Dresdner Stadtschreiber 2011 Ralph Hammerthaler und der Dresdner Fotostipendiat 2010 Ingar Krauss in den Technischen Sammlungen der Öffentlichkeit. Ralph Hammerthaler beendet sein Stipendiat mit einer Abschlusslesung. Ingar Krauss zeigt die Ergebnisse seines Dresdner Stipendiums in einer Ausstellung, die an dem Abend eröffnet wird. Zwei Stipendiaten verabschieden sich ganz offiziell von Dresden – der eine mit Worten und Texten, der andere mit Bildern. Hinter beiden liegt ein mehrmonatiger Aufenthalt in Dresden, finanziert über die Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, und beide Stipendiaten haben sich in dieser Zeit ihrer Profession gewidmet. Der Stadtschreiber Ralph Hammerthaler wird an diesem Abend aus seinem noch unveröffentlichten Romanprojekt „Wut und Ruhe“ lesen. Der Fotograf Ingar Krauss wirft mit seiner Ausstellung „Dresdner Jugend um 2010“ einen ganz eigenen Blick auf junge Dresdnerinnen und Dresdner.
Der Eintritt in die Veranstaltung ist frei.
Freitag, 4. November 2011, Technische Sammlungen
19 Uhr Abschlusslesung Ralph Hammerthaler
20 Uhr Eröffnung der Ausstellung „Dresdner Jugend um 2010. Ingar Krauss I Fotografie“
Rückfragen:
Petra Gehlich, stellvertretende Unternehmenssprecherin, Tel: 0351/45516517, petra.gehlich@ostsaechsische-sparkasse-dresden.de
Maren Dose, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Technische Sammlungen Dresden, Tel: 0351/4887254, maren.dose@museen-dresden.de
Pressemitteilung 14.9.2011
Eröffnung des Erlebnislandes Mathematik in den Technischen Sammlungen Dresden für Besucherinnen und Besucher aus der Tschechischen Republik
Direktor begrüßt die ersten tschechischen Besucher im Erlebnisland
Mit einem Festakt wurde heute am 14. September, um 11.30 Uhr das Erlebnisland Mathematik Dresden für Besucherinnen und Besucher aus der Tschechischen Republik eröffnet. Gäste aus dem Nachbarland können fortan in den Technischen Sammlungen in ihrer Muttersprache Mathematik zum Anfassen erleben. Dazu sind alle Beschreibungen der Exponate übersetzt worden, die Internetseite www.erlebnisland-mathematik.de ist in der tschechischen Sprache abrufbar und sogar das Angebot des Turmcafés gibt es nun auch in tschechisch.
Als erste tschechische Gäste wurden die Schülerinnen und Schüler der Primarschule in Ústí nad Labem herzlich begrüßt von Museumsdirektor Roland Schwarz und vom Wissenschaftlichen Direktor des Erlebnislandes Mathematik Prof. Dr. Volker Nollau. Grußworte sprachen der Erste Bürgermeister der Stadt Dresden Dirk Hilbert, der zugleich Präsident der Euroregion ist, und Konsul Ing. Petr Jaroš vom Dresdner Generalkonsultat der Tschechischen Republik.
Als ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit zum Nachbarland baute der Erste Bürgermeister gemeinsam mit den Kindern aus der Tschechischen Republik und dem Kurator des Erlebnislandes Mathematik Dr. Michael Vogt eine Leonardo-Brücke. Diese besondere Brücke wird ohne Nägel, Klebstoffe und Seile zusammengehalten. Allein der koordinierte Umgang mit den Holzteilen durch alle Beteiligten verleiht ihr Tragfähigkeit.
Das Erlebnisland Mathematik ist ein gemeinsames Projekt der Fachrichtung Mathematik der TU Dresden und der Technischen Sammlungen. Selbst der Prodekan der Fachrichtung Mathematik ließ es sich nicht nehmen, die tschechischen Gäste im Namen der Technischen Universität zu empfangen. Auf 1000 Quadratmetern laden 100 Experimente zum Mitmachen und Erleben ein. Mathematik wird spielerisch, anschaulich und sinnlich erfahrbar. Seit seiner Eröffnung im September 2008 besuchten das Erlebnisland bereits über 180 000 Besucher.
Pressemitteilung 18.8.2011
Technik und Wissenschaft zum Begreifen
Technische Sammlungen Dresden erhalten DLR_School_Lab TU Dresden
Der Erste Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Dirk Hilbert, stellte am 18. August 2011, gemeinsam mit dem Rektor der Technischen Universität (TU) Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, und Prof. Ulrich Wagner, Vorstand beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Projekt „DLR_School_Lab TU Dresden“ in den Technischen Sammlungen Dresden vor.
Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt wird die TU Dresden ein Schülerlabor errichten. Vorbild sind die DLR_School_Labs, die bereits an mehreren Standorten des DLR höchst erfolgreich Schülerinnen und Schüler in halb- oder ganztägigen Workshops mit Fragen und Methoden aktueller Wissenschaft und Technikentwicklung bekannt machen. Das Angebot richtet sich an 14- bis 18-jährige Schülerinnen und Schüler.
Die Landeshauptstadt Dresden baut die benötigten Räumlichkeiten in der dritten Etage der Technischen Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1 bis 3, mit einer Fläche von circa 250 Quadratmetern aus und gewährleistet den Betrieb des„DLR_School_Lab TU Dresden“. Rund 250 000 Euro investiert die Landeshauptstadt Dresden in den Laborraum. Die Eröffnung ist für Ende 2012 geplant.
Mit diesem Projekt beabsichtigen die drei Partner, Schülerinnen und Schüler frühzeitig in die Welt der Natur- und Ingenieurwissenschaften einzuführen und sie vor allem für die Themen Energie und Mobilität zu begeistern. Das „DLR_School_Lab TU Dresden“ ist ein Projekt zur Unterstützung der TU Dresden bei ihrer Bewerbung in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative des Bundes zur Förderung der Spitzenforschung.
Landeshauptstadt Dresden, TU Dresden und DLR unterzeichneten einen „Letter of Intent“ zu ihrer Kooperation.
Die Technischen Sammlungen Dresden haben in den vergangenen Jahren erfolgreich begonnen, neben den musealen Sammlungen zur Geschichte von Fotografie und Bildtechnik sowie von Rechen- und Informationstechnik ein Zentrum Wissenschaften zur Förderung der naturwissenschaftlich-technischen Bildung aufzubauen. „Angesichts der demografischen Entwicklung sieht die Landeshauptstadt Dresden eine Herausforderung darin, junge Menschen für eine Ausbildung oder ein Studium und einen Beruf in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Fach zu gewinnen“, erläutert der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert. „Ziel des Zentrums Wissenschaften ist es deshalb, durch Erlebnisausstellungen, Workshops und museumspädagogische Angebote das öffentliche Interesseund Verständnis für Mathematik und Naturwissenschaften im Allgemeinen, für aktuelle Forschungenund neue technische Entwicklungen im Besonderen zu fördern. Ich freue mich sehr, dass wir dank der Kooperation mit der TU Dresden und dem DLR in den Technischen Sammlungen ein Schülerlabor mit den inhaltlichen Schwerpunkten Energie und Mobilität schaffen können.“ Die Angebote richten sich vor allem an Kinder und Jugendliche, stehen aber Menschen aller Altersgruppen aus Dresden, Sachsen und den angrenzenden Regionen offen, verbinden Maßnahmen zur Breitenförderung mit Projekten zur gezielten Unterstützung besonders begabter junger Menschen.
Für das DLR_School_Lab TU Dresden sind derzeit folgende Experimente geplant:
1. Ultraleicht und doch stabil – wie Faserverbundwerkstoffe helfen, leichtere Autos zu bauen [Mobilität]
Die Schüler erlernen zunächst, welche Werkstoffeigenschaften für stabile Konstruktionen notwendig sind. Werkstofftests zeigen die ausgeprägte Richtungsabhängigkeit der Faserverbundwerkstoffe und die Notwendigkeit der Werkstoffanpassung an die Bauteilgeometrie.
2. Ein unschlagbares Team – Schichten auf Titan schützen Flugzeugtriebwerke gegen Sand [Mobilität]
Die Beanspruchungen von Bauteilen in Flugzeugen sind vielfältig. Anhand von Messreihen sollen die Schüler erlernen, welche Werkstoffe besonders widerstandfähig gegen Verschleiß sind und welche Schutzwirkung durch dünne Beschichtungen erzielt werden können.
3. Eine gute Verbindung – Kleben sorgt für den richtigen Halt [Mobilität]
Unlösbar beim Gebrauch, lösbar zum Recycling. Die Schüler erlernen, was einen guten Klebstoff ausmacht, woher er seine Eigenschaften bekommt und wie sich diese von Klebstoff zu Klebstoff unterscheiden. Verschiedene Klebverbindungen werden im Labor hergestellt und getestet.
4. Ausgereift aber noch lange nicht ausgereizt – wie Wirkungsgrade von modernen Gasturbinen gesteigert werden können
[Energie + Mobilität]
Gasturbinen sind hochkomplexe Maschinen zur Erzeugung elektrischer Energie und von Vorschubleistung beim Flugzeug. Die Schüler erlernen, wie man die Wirkungsgrade von Gasturbinen steigern kann. Dazu führen sie Computersimulationen durch und vergleichen unterschiedliche Gasturbinendesigns untereinander.
5. Hier geht’s heiß her – Kraftwerksprozesse mit höchsten Wirkungsgraden[Energie]
Moderne Kraftwerke versuchen durch gekoppelte Prozesse die Gesamtwirkungsgrade zu erhöhen, damit möglichst viel elektrische Energie aus den Brennstoffen gewonnen wird. Die Schüler erlernen, welche Kombinationsmöglichkeiten von unterschiedlichen Kraftwerksprozessen es gibt, welche technischen Herausforderungen zu meistern sind und welche Konsequenzen gerade die hohen Prozesstemperaturen auf die Lebensdauer der Kraftwerksanlagen haben.
6. Energiespeichern, aber wie? Akkumulatoren und Supercaps sorgen für Power[Energie + Mobilität]
Klassische elektrische Energiespeicher reichen in Zukunft nicht mehr aus, um die geforderte Leistungsdichte zu erreichen, um z.B. ein Elektroauto mit großer Reichweite zu bauen. Die Schüler erlernen neue Konzepte der elektrischen Energiespeicherung und prüfen in Messreihen deren charakteristische Eigenschaften.
7. Dem Verkehrskollaps vorbeugen – Pünktlich von A nach B im Berufsverkehr [Mobilität]
Rushhour im Berufsverkehr und trotzdem kommen alle pünktlich an? Die Schüler erlernen, wie sich Nahverkehrsmittel und in Zukunft auch der Individualverkehr so steuern lassen, dass ein möglichst flüssiger Verkehr entsteht. Mittels Computersimulation werden verschiedene Konzepte untereinander verglichen.
8. Wertvolle Rohstoffe – Aus Abfall wird Energie [Energie]
Thermisches Recycling dient zur Rückgewinnung von elektrischer Energie aus Abfällen. Die Schüler erlernen, welche Abfälle sich eignen, wie viel Energie zurück gewonnen werden kann und welche prozesstechnischen Herausforderungen bei der Verbrennung von Abfällen verschiedener Herkunft bestehen. Bei der Verbrennung entstehende Abgase werden chemisch analysiert.
9. Photovoltaik – Strom aus der Sonne [Energie]
Solarzellen wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie. Wie funktioniert das eigentlich und wo liegen die technischen und physikalischen Grenzen? Die Schüler messen die Stromausbeute von Solarzellen bei unterschiedlicher Sonnenbestrahlung und entwickeln Konzepte zur flächendeckenden Energieversorgung durch Photovoltaik.
10. Brennstoffzellen – Strom ohne schädliche Nebenwirkungen [Energie]
Brennstoffzellen wandeln chemische Energie direkt in elektrische Energie um und kommen ohne schädliche Reaktionsprodukte aus. Die Schüler erlernen die Funktionsweise der Brennstoffzelle und die naturwissenschaftlich-technischen Herausforderungen. Sie experimentieren selbst mit einer Brennstoffzelle und berechnen deren Wirkungsgrad.
Presseinformation 7.7.2011
Blödes Orchester
Michael Petermann macht Haushaltsgeräte zu Sinfonikern
Zwanzig Elektromesser bilden die ersten Geigen, sechs Brotschneidemaschinen die zweiten, eine Phalanx aus Nähmaschinen die Bratschen und eine Armada aus Mixern die Celli. Die Bläsergruppe unterteilt sich in Lüfter, Föne und Staubsauger. Dazu gruppieren sich die Kunststoffinstrumente aus mehr als fünfzig Entsaftern, Kaffeemaschinen und Rührgeräten. Der Tonumfang reicht vom Piccolo-Mahlwerk bis zur schweren Kontrabass-Starmix. Weiter hinten entsteht aus wuchtigen Schleuderpedalpauken und monströsen Trommelwaschmaschinen das Schlagwerk. Insgesamt bilden rund zweihundert Haushaltsgeräte aus den Jahren 1940-1975 ein Ensemble, das der in Hamburg lebende Dirigent, Cembalist und Komponist Michael Petermann alias Weisser Rausch in acht Jahren erschaffen hat: Das Blöde Orchester.
Nach der erfolgreichen Premiere im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe ist die Klanginstallation jetzt in den Technischen Sammlungen Dresden zu Gast. Derart aufs Podest gehoben, entfalten die geliebten Haushaltshelfer allerlei verborgene Fähigkeiten. »Ein Elektrorasierer kann zwar nur den Kammerton von 50 Hz Wechselstrom, diesen aber sehr rasch und präzise« führt der Künstler aus, »ein Mixer wiederum bildet je nach Modell und Drehzahl bis zu eine Oktave Tonumfang sauber ab. Das reicht locker für eine Arie, wenn auch in eher getragenem Tempo.« Um aus den Maschinengeräuschen Musik werden zu lassen, hat Petermann den Taktstock vorübergehend gegen einen Computer eingetauscht. Damit bringt er die »Instrumente«, wie er seine Sammlung inzwischen nennt, auf fein organisierte Weise zum Klingen. Eine eigens erdachte und konstruierte Schnittstelle übersetzt die Musikdaten seiner Computer-Partitur in Schalt- und Regelimpulse für jeden einzelnen Apparat. So gelingt schwindsüchtigen Staubsaugern neuerdings eine adrette Harmonie und monoton brummende Rasierer entfachen plötzlich furiose Rhythmen. Hinterher kühlen Akkorde aus Lüftern und Ventilatoren die Geräte und das Gemüt. Kompositionen für das Blöde Orchester können mannigfaltige Formen annehmen und Michael Petermann variiert die Stile. Auf der einen Seite steht eine Musique Concrète, die einst dem Geräusch aufs Konzertpodium verholfen hat. So schwelgen etwa Gruppen von Trockenhauben miteinander in obertonreich fahlen Klängen, die an György Ligeti erinnern. Andererseits ist der Schritt zu einer Comic-Filmmusik nicht mehr weit. Aufgebrachte Messer und Föne hüpfen in grotesken Kaskaden beinahe von der Bühne, wären sie nicht an ihrem Kabel angebunden.
Der Raum changiert zwischen Museum und Konzertsaal. Zwar spielt das Orchester selbsttätig wie eine Klangskulptur und die Besucher können nach Belieben kommen und gehen. Doch wird durch den Charakter der Komposition auch die Atmosphäre eines erst beiläufigen, dann konzentrierten Zuhörens entstehen. Schon der Anblick der alten Geräte in ihrer mal schlicht-funktionalen, mal pompösen Formensprache lässt manchen in nostalgische Verzückung geraten. »Die (oder den) hatten wir auch zu Hause!« ist Petermanns meistgehörter Satz, seit er in seinem Atelier im Medienbunker begonnen hat, jedes Gerät für seinen Platz auf dem Podium optisch und technisch aufzubereiten. Das mitschwingende Thema Industriedesign und seine Geschichte im geteilten Wirtschaftswunderdeutschland legten es nahe, das Blöde Orchester in einem industriell-musealen Kontext zu zeigen.
Für den Auftritt in Dresden hat Petermann dem Orchester ein paar Ost-Solisten an die Seite gestellt: den populären Handrührer RG 5, Fingertrockenhauben und Omega-Staubsauger. In den Technischen Sammlungen Dresden kann es vom 8. Juli bis 11. September 2011 gesehen und gehört werden.
8. Juli bis 11. September 2011
Konzerttermine:
dienstags bis freitags 9.15/11.15/14.15/16.15 Uhr, samstags/sonntags 10.15/12.15/15.15/17.15 Uhr
Dauer: 30 Minuten
www.weisserrausch.de
Presseinformation, 17.2.2011
Wiedereröffnung der Technischen Sammlungen Dresden und des Erlebnislandes Mathematik
Ab 20. Februar 2011 sind die Technischen Sammlungen Dresden wieder geöffnet. Die Bauarbeiten an der technischen Infrastruktur des Ernemannbaus sind dann abgeschlossen. Das Museum ist bestens gerüstet, um für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher wie auch der wertvollen Sammlungen zu garantieren, und konnte in vielen Bereichen neu gestaltet werden.
Nahezu die gesamte Elektroinstallation wurde erneuert und eine Brandmeldeanlage eingebaut. An der nördlichen Giebelseite zur Schandauer Straße hin wurde ein Fluchttreppe angebracht. Der Schriftzug von 1957 „Unsere Arbeit dient dem Frieden“ konnte restauriert werden.
Das von den Technischen Sammlungen gemeinsam mit der Fachrichtung Mathematik der TU Dresden aufgebaute Erlebnisland Mathematik wurde fast auf die doppelte Fläche erweitert und präsentiert nun 100 Erlebnisse auf 1000 Quadratmetern. Im neuen Ausstellungsteil finden sich u. a. Lern- und Experimentierstationen zu mathematischen Prinzipien in der Musik, zahlreiche kinematische Experimente, mathematische Verfahren in der Archäologie werden vorgestellt und in einem gewaltigen Knoten zum Durchkrabbeln wird Mathematik sogar zu einer sportlichen Übung. Die Ausstellung zur Geschichte der Rechen- und Bürotechnik ist neu aufgebaut worden und zeigt neben den wertvollsten Stücken der großen Rechen- und Schreibmaschinensammlung legendäre Großrechenanlagen der 1950er bis 1970er Jahre, Meilensteine der PC-Geschichte und Beispiele für aktuelle Entwicklungen in der Dresdner Halbleiterindustrie.In der Ausstellung zur Geschichte der Fotografie geben die Technischen Sammlungen erstmals einen Überblick über ein Jahrhundert, in dem die Dresdner foto- und kinotechnische Industrie mit zahlreichen Entwicklungen von der Zeitlupe über die Handfilmkamera bis zur Spiegelreflexkamera Film- und Fotogeschichte geschrieben hat.
Das Museum lädt alle Dresdnerinnen und Dresdner ein, sich selbst ein Bild von allen Veränderungen zu machen und feiert am Sonntag, den 20. Februar ein großes Museumsfest. Neben „Klingender Zahlen-Show“ und dem Besten aus den Programmen des Technischen Theaters gibt es ein besonderes Kinoprogramm, eine Sonderausstellung technischer Lieblinge und ihrer Geschichten wird eröffnet, neben alter Kameralegenden aus Dresden präsentiert sich auch neue Fototechnik 2011 von Pentacon und Nikon. Wenige Tage nach der Wiedereröffnung beginnt auch das diesjährige Sonderausstellungsprogramm mit der Ausstellung MIKROFOTOGRAFIE. Schönheit jenseits des Sichtbaren, deren Werke aus mehr als 130 Jahren das Grenzgebiet zwischen wissenschaftlicher Abbildung und künstlerischer Bildgestaltung ausleuchtet.
Selbstverständlich werden Schulklassen auf Wunsch durch unsere Museumspädagogen begleitet. Das Technische Theater lädt wie immer mit der Feuershow und den Stücken „Mit Blitz und Funkenfeuer“ und „Luft – die Kraft aus dem Nichts“ zu einer Reise in die Wissenschaftsgeschichte ein. Auch die Kinoprojektoren „ERNEMANN VII B“ laufen wieder im gleichnamigen Museumskino und erwarten die Cineasten zur Filmreihe „Dramen im Film“ und zu den sonntäglichen Kinderfilmklassikern. Der Besucherservice nimmt gern Bestellungen für alle Veranstaltungen unter der Telefonnummer 0351/4887272 entgegen.
Pressemeldung, 16.12.2010
Der Riesen-Knoten - eine neue Attraktion im Erlebnisland Mathematik
Das Erlebnisland Mathematik ist um eine Attraktion reicher. Am 16. Dezember schwebte er durchs Fenster in die dritte Museumsetage hinein und steht nun fest verankert im neuen Ausstellungsteil: der Durchkrabbelknoten, eines der spektakulären neuen Exponate im Erlebnisland Mathematik.
Man kann durch diesen Knoten hindurchklettern und so seine Topologie, also seine räumliche Beschaffenheit, erleben. Er besteht aus Edelstahl, ist 2 Meter hoch, 2,30 Meter breit, 3 Meter lang und wiegt eine Vierteltonne. Gebaut und zusammengesetzt haben ihn in vierwöchiger harter Arbeit die Metallkunsthandwerker der Firma Roland Hesse anhand von Konstruktionsunterlagen, die von den TU-Professoren Ulrich Brehm und Daniel Lordick entwickelt wurden. Verarbeitet wurden weit über einen halben Kilometer Edelstahlstangen mit gut 12000 Schweißpunkten.
Der Riesen-Knoten ist erstmals für die Öffentlichkeit am Montag, dem 27. Dezember und am Dienstag, dem 28. Dezember, von 10 bis 18 Uhr im erweiterten Erlebnisland Mathematik zu sehen und zu erproben. An diesen beiden Tagen hat das Museum Sonderöffnungszeiten für einen Teil des Erlebnislandes, das sich noch im Umbau befindet, eingerichtet.
Zur Wiedereröffnung der Technischen Sammlungen am 20. Februar 2011 wird sich das Erlebnisland Mathematik auf einer vergrößerten Fläche mit über 100 Experimenten präsentieren. Neben kinematischen Experimenten und Exponaten, die sich mit dem Zusammenhang von Mathematik und Musik beschäftigen, wird der Knoten eine der Attraktionen sein.
Das Erlebnisland Mathematik ist eine Gemeinschaftsprojekt der TU Dresden und der Technischen Sammlungen Dresden. Es macht auf spielerische Art mit mathematischen Phänomenen vertraut.
Professor Nollau, einer der wissenschaftlichen Direktoren, lädt am 27. Dezember um 15 Uhr zur Weihnachtsvorlesung "Ein Wunder, das man fast erklären kann... Der Stern der Weisen aus dem Morgenlande" ins Erlebnisland Mathematik ein. Der Eintritt für den Vortrag ist frei.
Sonderöffnungszeiten Erlebnisland Mathematik in den Technischen Sammlungen
Montag, 27. Dezember 2010, 10 bis 18 Uhr,
Dienstag, 28. Dezember 2010, 10 bis 18 Uhr,
Eintritt: 2 und ermäßigt 1 Euro
Weihnachtsvorlesung
"Ein Wunder, das man fast erklären kann ... Der Stern der Weisen aus dem Morgenlande"
Prof. Volker Nollau und Helga Mettke
am Montag, 27. Dezember 2010, 15 Uhr, im Erlebnisland Mathematik
Pressemeldung, 2.12.2010
Wiedereröffnung der Technischen Sammlungen am 20. Februar 2011
Mit einem Museumsfest werden die Technischen Sammlungen am 20. Februar 2011 wiedereröffnet. Das Museum wird sich dann brandschutztechnisch auf dem neuesten Stand präsentieren und seinen Besuchern optimale Sicherheit bieten.
Die ursprünglich schon für den 5. Dezember geplante Wiedereröffnung muss aufgrund erheblicher Schwierigkeiten bei der Brandschutzsanierung verschoben werden. So verzögern sich die Arbeiten an der Giebelwand und an der dort zu errichtenden Außentreppe und die Installation von Brandmeldeanlagen im Gebäude. Ursache sind vor allem Kapazitätsengpässe bei Material und Arbeitskräften.
Mit der Wiedereröffnung werden die Meilensteine aus 100 Jahren Dresdner Kameratechnik neu präsentiert. Das Erlebnisland Mathematik wird von 600 auf 1000 Quadratmeter vergrößert und dann mit über 100 Experimenten zum Ausprobieren und Staunen einladen. Ein neuer Ausstellungsteil beschäftigt sich mit mathematischen Prinzipien in der Musik und kinematischen Experimenten. In einem gewaltigen Knoten zum Durchkrabbeln wird Mathematik gar zu einer sportlichen Übung.
Einen ersten Blick auf die neuen Exponate können die Fans des Erlebnislandes bereits in einer Vorbesichtigung am 27. und 28. Dezember werfen. An diesen beiden Tagen wird jeweils von 10 bis 18 Uhr der neue Teil der Ausstellung für besonders Neugierige zum Schauen, Anfassen und Knobeln geöffnet.
Das Museumsfest am Sonntag, dem 20. Februar 2011, bietet dann die Gelegenheit, das ganze Museum in neuem Outfit in Augenschein zu nehmen und alles Neue auszuprobieren. Ein Programm rund um das Thema „Mathematik und Musik“ wird Jung und Alt von 10 bis 18 Uhr gleichermaßen begeistern. Der Eintritt an diesem Tag ist frei. Nähere Informationen unter www.tsd.de und in der Tagespresse.
Pressemitteilung, 3.9.2010
Baufortschritt in den Technischen Sammlungen Dresden
Die zahlreichen Besucher der Technischen Sammlungen Dresden dürfen sich auf weitere Verbesserungen freuen. Die Treppenhäuser werden erneuert und die Zugänge zu den Ausstellungen neu gestaltet. Die historische Beschriftung aus den 1950er Jahren an der Stirnwand zur Schandauer Straße wird konserviert und eine Fluchttreppe errichtet. Elf Wochen lang muss das Museum deshalb geschlossen bleiben. Doch zuvor verabschieden sich die Technischen Sammlungen mit einem großen Familiensonntag am 19. September von ihren Besuchern. Die Wiedereröffnung ist für den 5. Dezember geplant, dann mit zahlreichen Neuerungen in den Ausstellungen und mit einem fast auf die doppelte Fläche vergrößerten Erlebnisland Mathematik.
Dank des Konjunkturpaketes II können unter der Leitung des Hochbauamtes in den Technischen Sammlungen zwei Bauvorhaben finanziert werden. Nach der bereits im März abgeschlossenen Sanierung der Erweiterungsfläche für das Erlebnisland Mathematik wird nun das im vergangenen Jahr erstellte Brandschutzkonzept umgesetzt. Dafür steht die Summe von € 750.000 zur Verfügung. Kulturbürgermeister Dr. Ralf Lunau zeigt sich hocherfreut über diese Entwicklungen: „Dank der Mittel aus Konjunkturpaket II kann die Sanierung in Teilbereichen der TSD realisiert und damit insbesondere der Brandschutz gewährleistet werden. Mit der Umsetzung der Maßnahmen erfolgt die Weichenstellung für eine weitere, zielgerichtete Entwicklung dieses Hauses.“
Im Zentrum der Arbeiten steht die Sicherung der Fluchtwege über die beiden innen liegenden Treppenhäuser des zwischen 1916 und 1923 errichteten Ernemann-Baus. An der Giebelwand an der Schandauer Straße wird eine zusätzliche Fluchttreppe aufgestellt, die einen kleinen Teil des Schriftzuges "Unsere Arbeit dient dem Frieden!" verdecken wird. Die stark verwitterte Propagandabeschriftung kann indes im Rahmen der Baumaßnahmen konserviert werden. Dazu hat eine Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege stattgefunden.
Parallel zu den Bauarbeiten werden die Technischen Sammlungen in Kooperation mit der Fachrichtung Mathematik der Technischen Universität Dresden den zweiten Teil des Erlebnislandes Mathematik aufbauen. In der auf 1.000 qm vergrößerten Ausstellung werden künftig über 100 Experimentierstationen zum Spielen und Knobeln, Ausprobieren und Staunen einladen.
Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Technischen Sammlungen am 2. Advent (5. Dezember) ab 14 Uhr mit einem Museumsfest die Wiedereröffnung feiern. Mit neuen Ausstellungen über Meilensteine der Kameratechnik und die Entwicklung der Zeitlupe schlägt das Museum wichtige Kapitel der Dresdner Foto- und Filmgeschichte auf.
Pressemitteilung, 7.7.2010
Neues Exponat im Erlebnisland Mathematik Dresden: Ein „Folterinstrument“ von Wirtschaftsprüfern und Steuerfahndern
Erstvorführung am 15. Juli 2010, 19 Uhr, Eintritt frei!
Das Erlebnisland Mathematik Dresden lädt für den 15. Juli 2010 um 19 Uhr zur öffentlichen Vorstellung seines neuesten Exponats ein. Das „Benford-Experiment“ prüft Statistiken auf deren „Wahrheitsgehalt“. Prof. Dr. Volker Nollau führt in die Geschichte und Anwendung des Benfordschen Gesetzes ein und erzählt von den Hintergründen seiner Entdeckung.
Auf kuriose Weise trat 1881 ein statistisches Gesetz ans Licht der Welt. Der amerikanische Mathematiker und Astronom Simon Newcomb (1835-1909) stellte fest, dass in den Logarithmentafeln seiner Studenten die ersten Seiten mehr Eselsohren hatten und stärker abgegriffen waren als die folgenden. Das lag offenbar daran, dass bei sehr viel mehr Zahlen die Ziffer „1“ an erster Stelle steht als die Ziffern „2“ oder gar „3“ usw.. Über ein halbes Jahrhundert interessierte sich nicht einmal die Fachwelt für Newcombs Entdeckung, bis 1938 der Physiker Frank Benford (1883-1948) diese Gesetzmäßigkeit nicht nur mathematisch formulierte, sondern auch seine Universalität entdeckte. Das nach ihm benannte Benfordsche Gesetz ist heute eines der leistungsfähigsten Instrumente zur Aufdeckung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Durch Vergleiche mit der Benford-Verteilung können Fälschungen und Unregelmäßigkeiten in Bilanzen und Statistiken erkannt werden. ENRON, einer der größten Energiekonzerne der USA mit 22.000 Mitarbeitern, musste 2001 Insolvenz anmelden, weil Analysen der Unternehmenszahlen mit Hilfe des Benfordschen Gesetzes fortgesetzte Bilanzfälschungen sichtbar gemacht hatten.
Am 15. Juli um 19 Uhr wird im Erlebnisland Mathematik ein völlig neues und einmaliges Experiment zur Veranschaulichung des Benfordschen Gesetzes vorgestellt. Jeder Besucher kann dann selbst seine Wirkung beobachten. Der wissenschaftliche Direktor Prof. Dr. Volker Nollau und Kurator Dr. Michael Vogt werden dabei auf die vielen interessanten Aspekte dieses einzigartigen statistischen Werkzeuges eingehen, das leicht zu einem „Folterinstrument“ für all diejenigen wird, die „nur an die Statistik glauben, die sie selbst gefälscht haben.“
Pressemitteilung, 29.4.2010
Hugo Erfurth. Das private Fotoarchiv aus der Dresdner Zeit (1896 - 1933)
Spektakuläre Neuerwerbung öffentlich vorgestellt
Im Herbst 2009 konnten die Technischen Sammlungen Dresden den bisher wenig bekannten familiären fotografischen Bildnachlass von Hugo Erfurth (1874 - 1948) aus Privathand erwerben. Hugo Erfurth war einer der bedeutendsten deutschen Porträtfotografen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von 1896 bis 1934 war Erfurth in Dresden tätig.Hugo Erfurth hat einen kaum zu überschätzenden Einfluss auf die Fotografie in Dresden im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts gehabt. Auch die von ihm veranstalteten Kunstausstellungen im Palais Lüttichau, seinem Atelier, waren Höhepunkte im Dresdner Kunstleben.Das von den Erben Erfurths den Technischen Sammlungen übereignete Konvolut ist von großer kultur- und fotohistorischer Bedeutung für das fotografische Bildgedächtnis Dresdens und Sachsens. Die Sammlung besteht aus 265 Kartons mit 1.366 Kontaktkopien aus den Jahren 1898 bis 1933 sowie 20 Originalurkunden von fotografischen Wettbewerben zwischen 1894 und 1939. Die Fotografien gewähren Einblicke in das Familienleben des Fotografen im damaligen Dresden, seinen großen und prominenten Freundeskreis, die berühmten Künstlerfeste dieser Zeit sowie zahlreiche Reisen Erfurths und seiner Familie. Ein prominentes Leben im vergangenen Dresden wird sichtbar. Durch die Übernahme in die Museumssammlung konnte eine wichtige Quelle für Forschungen zu Dresdner Künstlerbiografien, zur Kultur- und zur Stadtgeschichte gesichert werden. Auch Hugo Erfurth hat diesem fotografischen Tagebuch großen Wert beigemessen, denn er bewahrte die fotografierten Erinnerungen an die Dresdner Jahre über alle Wechselfälle seines Lebens hinweg auf. 1934 nach Köln gezogen, verlor er während des Krieges den Großteil seines Archivs. Doch konnte er seine private Sammlung retten – die nun an den Ort ihrer Entstehung zurückgekehrt ist. Die spektakuläre Bereicherung für die Technischen Sammlungen Dresden wurde möglich dank der maßgeblichen Förderung durch die Sächsische Landesstelle für Museumswesen sowie der Unterstützung durch zwei private Spenderinnen.
Die Technischen Sammlungen zeigen erstmalig einen kleinen, repräsentativen Teil der Neuerwerbung. Außerdem sind einige großformatige Glasnegative aus einer größeren Sammlung von Originalnegativen von Hugo Erfurth zu sehen. Diese gehörten zum Bestand des ehemaligen Museums für Photographie in Dresden, der in den Technischen Sammlungen bewahrt und gegenwärtig erschlossen wird. Die Kabinettausstellung wird bis zum 18. Mai 2010 zu sehen sein.
Pressemitteilung, 1.4.2010
Das Café mit dem schönsten Panoramablick über Dresden wiedereröffnet
Nach einer Verschönerungskur lädt das Turmcafé der Technischen Sammlungen Dresden wieder zum Verweilen, Genießen und Schauen ein. In den vergangenen Wochen wurden Wände gestrichen, der Fußboden erneuert, der Tresen umgebaut. Eine neue Beleuchtung und frische Farben lassen den Ort stimmungsvoll einladend wirken. Zu Ostern lockt ein Eröffnungsangebot: eine Tasse Kaffee oder Tee und ein Stück frischer Kuchen zum Preis von 2,50 Euro. Frischer Bäckerkuchen soll demächst immer im Angebot sein. So will man nicht nur Museumsgäste in das schöne Ambiente locken. Der Besuch des Turmcafés kostet keinen Eintritt.
Das Café der Technischen Sammlungen befindet sich im denkmalgeschützen 48 Meter hohen Ernemannturm und ist allein schon wegen der wunderbaren Aussicht einen Besuch wert. Bei klarem Wetter kann man bis in die Sächsische Schweiz schauen. Neu zu entdecken im Museum ist das erweiterte Erlebnisland Mathematik "Erlebnis hoch zwei" mit über zehn in der eigenen Werkstatt gebauten mathematischen Experimenten. In der Fotogalerie zeigt das Museum Dresden-Fotos des Hamburger Fotografen Ralf Meyer, des ersten Fotostipendiaten der Stadt Dresden. Das Museum in der Junghansstraße in Striesen ist von Karfreitag bis Ostermontag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, das Turmcafé von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr.
Pressemitteilung, 25.3.2010
"Erlebnis hoch zwei" im Erlebnisland Mathematik Dresden
Das Erlebnisland Mathematik Dresden expandiert. Ab Samstag, den 27. März, 10 Uhr ist der neue Ausstellungsteil „Erlebnis hoch zwei“ für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die neuen Experimente auszuprobieren und die Ausstellungserweiterung mit einem Familienfest zu feiern. Der Eintritt ist ganztägig von 10 bis 18 Uhr frei.
Am Freitag, den 26. März um 11 Uhr, eröffnet Dr. Ralf Lunau, Beigordneter für Kultur der Landeshauptstadt Dresden, in einem Festakt die neue Ausstellungsetage. In „Erlebnis hoch zwei“ warten über 10 neue Exponate darauf entdeckt zu werden. Geschicklichkeit ist gefragt beim Nachspüren einer Funktion und beim Zusammensetzen einer Kugel. Mit Staunen kann eine Fahrt des Möbius-Mobils verfolgt werden. Rätselhaft muten Harmonie und Rhythmik von schwingenden Kugeln an. Die meisten Objekte sind in den Technischen Sammlungen entwickelt und gebaut worden.
Der neue Ausstellungsraum für „Erlebnis hoch zwei“ in den Technischen Sammlungen wurde mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II saniert.
Das Erlebnisland Mathematik ist ein gemeinsames, vom Kultusministerium des Freistaates Sachsen gefördertes Projekt der Fachrichtung Mathematik der TU Dresden und der Technischen Sammlungen Dresden. Initiatoren und Wissenschaftliche Direktoren sind die Mathematik-Professoren Bernhard Ganter und Volker Nollau. Der Physiker Dr. Michael Vogt leitet als Kurator seit nunmehr fast zwei Jahren erfolgreich das Erlebnisland Mathematik.
Am 4. März 2010 empfingen die Technischen Sammlungen den 100.000 Besucher im Erlebnisland seit der Eröffnung am 5. September 2008.
Erst kürzlich wurde das Erlebnisland mit dem „Benedictus-Gotthelf-Teubner-Förderpreis" ausgezeichnet. Die "Stiftung Benedictus Gotthelf Teubner Leipzig/Dresden/Berlin/Stuttgart" hält das Andenken an das Wirken des erfolgreichen Verlagsbuchhändlers B. G. Teubner (1784-1856) im öffentlichen Bewusstsein wach. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung im Teubnerschen Sinne.
Erlebnis hoch zwei - Familienfest am Samstag, 27.3.2010, 10 bis 18 Uhr,
Eintritt frei!
Neben Angeboten zum Basteln, Spielen und Knobeln gibt es besondere Überraschungen im neu gestalteten Museumscafé, Zaubereien mit „Harry Potter“ und Filme im Museumskino.
Die Eröffnung von „Erlebnis hoch zwei“ wird unterstützt durch die SRH Hotelakademie Dresden.
Pressemitteilung, März 2010
Teubner-Preis für das Erlebnisland Mathematik in den Technischen Sammlungen
Das ERLEBNISLAND MATHEMATIK DRESDEN wurde durch die Teubner-Stiftung Leipzig anlässlich des siebenten Jahrestages ihrer Gründung mit dem "Benedictus-Gotthelf-Teubner-Förderpreis"ausgezeichnet. Dies teilte der Gründer und Vorsitzende der Teubner-Stiftung und langjährige Lektor des Teubner-Verlages, Jürgen Weiß, mit. Die im Jahr 2003 in Leipzig gegründete "Stiftung Benedictus Gotthelf Teubner Leipzig / Dresden / Berlin / Stuttgart" hält das Andenken an das Wirken des erfolgreichen Verlagsbuchhändlers B. G. Teubner (1784-1856) im öffentlichen Bewusstsein wach. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung im Teubnerschen Sinne.
Das ERLEBNISLAND MATHEMATIK ist ein gemeinsames Projekt der Fachrichtung Mathermatik der TU Dresden und der Technischen Sammlungen Dresden. Initiatoren und Wissenschaftliche Direktoren sind die Mathematik-Professoren Bernhard Ganter und Volker Nollau. Der Physiker Dr. Michael Vogt leitet als Kurator seit nunmehr fast zwei Jahren erfolgreich das ERLEBNISLAND MATHEMATIK. Am 3. März begrüßte die Ausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden (Junghansstrasse 1-3) ihren 100.000 Besucher seit der Eröffnung am 5. September 2008.
Am Samstag, den 27. März 2010 wird der neue Teil des Erlebnislandes "Erlebnis hoch zwei" der Öffentlichkeit übergeben - mit einem Familienfest und ganztägig freiem Museumseintritt. Der Preis wird im Herbst 2010 überreicht.
Preisträger sind bisher das Mathematikum in Gießen, die Leipziger Schülergesellschaft für Mathematik und die Mathematische Schülergesellschaft "Leonard Euler" Berlin.
Pressemitteilung, 4.3.2010
100.000ster Besucher im Erlebnisland Mathematik Dresden
Den 100.000sten Besucher seit der Eröffnung am 5. September 2008 erwarteten heute die Technischen Sammlungen Dresden im Erlebnisland Mathematik.
Der Kulturbürgermeister Dresdens Dr. Ralf Lunau, der Wissenschaftliche Direktor der Ausstellung Prof. Dr. Volker Nollau und Museumsdirektor Dr. Helmut Lindner begrüßten als Jubiläumsbesucher Familie Böhm aus Bärnsdorf und überreichten Blumen und Geschenke.
Die hohe Besucherzahl in nur anderthalb Jahren zeigt, wie gut die Ausstellungsmacher den Nerv eines bildungsinteressierten Publikums getroffen haben. Der spielerische Umgang mit Mathematik in diesem einzigartigen Ausstellungsprojekt begeistert Jung und Alt gleichermaßen und lockt Besucherinnen und Besucher aus ganz Sachsen und aus anderen Teilen Deutschlands ins Museum. Auf über 600 Quadratmetern lässt sich Mathematik anhand von 70 Experimenten sinnlich erfahren. Seit April 2009 ist mit dem "Epsilon - Erlebnisland für Kleine" auch an die Kleinsten ab 3 Jahre gedacht. Das Erlebnisland Mathematik ist eine Gemeinschaftsproduktion der Technischen Universität Dresden, Fachrichtung Mathematik und der Technischen Sammlungen Dresden mit finan-zieller Unterstützung durch das Sächsische Kultusministerium. Entwickelt wurde es von den Mathematikprofessoren Bernhard Ganter und Volker Nollau nach dem Vorbild des "Mathematikums" in Gießen.
Kurator Dr. Michael Vogt stellte als neuestes Ausstellungsstück ein Foucaultsches Pendel vor. Umberto Ecos viel gelesener Roman gleichen Namens erzählt von der Faszination dieses weltberühmten Experiments. Im Erlebnisland Mathematik zeigt es mit seinen Schwingungen eindrucksvoll, wie die Erde sich um sich selbst dreht. Das Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe half beim Aufbau des Pendels.
Bereits am 27. März wird ein neuer Teil des Erlebnisland Mathematik der Öffentlichkeit
übergeben. Das Museum verspricht „Erlebnis hoch zwei“ und lädt an diesem Samstag von
10 bis 18 Uhr zu einem Familienfest mit vielen Aktionen ein. Der Eintritt ist frei!
Pressemitteilung, 27.11.2009
Der VEB Pentacon Dresden
Geschichte der Dresdner Kamera- und Kinoindustrie nach 1945
Die Ausstellung
Der volkseigene Betrieb VEB Pentacon Dresden, Nachfolger der Firmen Heinrich Ernemann AG für Cameraproduktion und Zeiss Icon AG, steht mit seiner komplexen und wechselvollen Geschichte für die eines ganzen Industriezweiges in der DDR. Nahezu zeitgleich zum Datum der deutschen Wiedervereinigung im Herbst 1990 wurde die Produktion am heutigen Standort der Technischen Sammlungen Dresden eingestellt.Die Präsentation zur Geschichte des VEB Pentacon Dresden entstand anlässlich der Fertigstellung der gleichnamigen Publikation. Sie wurde von den Technischen Sammlungen Dresden in enger Zusammenarbeit mit dem Autor Dr. Gerhard Jehmlich erarbeitet.In knapper Form werden Phasen und Fragestellung in der Geschichte der Fotoindustrie in und um Dresden nach 1945 thematisiert und mit originalen Exponaten – Produkten und Schriftstücken - belegt.
Das Projekt ist Bestandteil der neu zu konzipierenden Gesamtdarstellung zum Thema Fotografie und Kinematografie im Museum. Voraussichtlich im Herbst 2010 wird eine erweiterte Präsentation folgen.
Die Publikation
Dr. Gerhard Jehmlich war über lange Zeit Leiter der Forschung und Entwicklung des VEB Pentacon. Aus eigener Kenntnis und auf der Basis von Archivstudien und Zeitzeugenerinnerungen stellt er die Innovationen in Technik und Fertigung sowie die ökonomischen Erfolge des Unternehmens dar. Dabei werden auch die Hemmnisse beschrieben, die durch zentralistische Wirtschaftsführung, fehlende Ressourcen und die Restriktionen des Kalten Kriegs bedingt waren, die schließlich zum Verlust der Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt führten. Eingebettet ist die Geschichte des VEB Pentacon in einen Rückblick auf die Entwicklung der Dresdner Kameraindustrie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und in einen Ausblick auf die Aus- und Neugründungen nach der Liquidation des Kombinates durch die Treuhand. Dieses Buch mit seinen umfassenden Informationen, zahlreichen Abbildungen, Tabellen und Produktübersichten zeichnet beispielhaft das differenzierte Bild eines bedeutenden Industriebetriebes der DDR – und der Lebensleistung seiner Beschäftigten.
Das Buch ist zum Preis von 29,90 Euro im Museumsshop erhältlich.
Bei Fragen an den Verlag wenden Sie sich bitte an Meike Griese, Lektorin Sandstein Verlag: 0351 - 44 07 83 6, griese@sandstein.de.
Pressemitteilung, 13.10.2009
Erlebniswerkstatt in den Technischen Sammlungen eröffnet
In den Technischen Sammlungen lädt die „Erlebniswerkstatt“ zum Knobeln, Rechnen, Basteln und Staunen ein. Mithilfe der Partner des Erlebnislandes Mathematik wurde aus der „Museumswerkstatt“ nun die „Erlebniswerkstatt“, die sich in frischen Farben präsentiert und ab sofort wieder geöffnet ist.
Neben den bewährten Angeboten der Museumspädagogik wie „Camera obscura“ und „Druckwerkstatt“ werden erstmals auch museumspädagogische Projekte und Aktionen zur Mathematik hier durchgeführt. Besucher jeden Alters, ob Vorschulkind oder Jugendlicher, ob als Schulklasse oder als Familie, können sich intensiv und spielerisch mit mathematischen Phänomenen auseinandersetzen. Nach dem Besuch des Erlebnislandes Mathematik besteht die Möglichkeit, in der Werkstatt das Erlebte zu festigen und zu vertiefen. Neue Projektangebote laden dazu ein. So z. B. das Werkstattangebot „Kugeln, Körper, Knoten“, wo Lagebeziehungen und das Vorstellungsvermögen trainiert werden. Es wird für Kinder ab Klasse 5 empfohlen und dauert 45 Minuten. Oder: „Eine Nasenlänge voraus – finde Zahlen an dir“ ist ein Angebot für Kinder ab Klasse 2, das Grunderfahrungen von Maß und Zahl am menschlichen Körper vermittelt und 30 Minuten dauert. An weiteren Themen, wie z. B. „Der goldene Schnitt“, „Der Zufall“ und „Wir bauen Brücken“ wird noch gearbeitet. Die Werkstatt wird zum Familientag, an jedem zweiten Sonntag im Monat, für alle Besucher geöffnet. Ganz in Familie können die Besucher die museumspädagogischen Angebote ausprobieren. Weitergeführt werden die beliebten Kindergeburtstage - mit Spielen, Tricks und Zahlenzaubereien - und „Rechnen mit Adam Ries“, ein Gruppenangebot für Grundschüler.
Mit dem Umbau haben sich die Arbeitsbedingungen für Kinder und Museumspädagogen entscheidend verbessert und die Nutzungsmöglichkeiten erweitert.
So ist eine Wand mit schalldichter Tür als akustische Abtrennung zum Experimentierfeld eingebaut worden, der Raum erhielt eine neue Beleuchtung und wurde malermäßig instandgesetzt. Neues Mobiliar wie Schränke, Arbeitstische, Stühle und multifunktionale Raumteiler sorgen für ein gutes, angenehmes, kindgerechtes Arbeiten und Werkeln. Durch bewegliche Raumteiler kann die Werkstatt auch für verschiedene Angebote und mehrere Gruppen gleichzeitig genutzt werden.
Museumspädagogische Angebote in der Erlebniswerkstatt:
Kugeln, Körper, Knoten
Ein Werkstattangebot zum Basteln, Knobeln und Staunen
Lagebeziehungen und Vorstellungsvermögen werden trainiert.
Empfohlen ab 5. Klasse
Dauer: 45 Minuten
Eine Nasenlänge voraus - finde Zahlen an dir
Es gibt eine Menge Mathematik, die am eigenen Körper entdeckt werden kann.
Grunderfahrungen von Maß und Zahl am menschlichen Körper werden gemacht, verglichen und geübt.
Empfohlen ab 2. Klasse
Dauer: 30 Minuten
Familiensonntag
Ab November ist die Werkstatt an jedem zweiten Sonntag im Monat geöffnet.
Rechnen mit Adam Ries
Rechenmeister Adam Ries lädt ein zum „Rechnen auf den Linien“, mit Zahlen, Steinen oder Pfennigen. Er berichtet aus seinem Leben, zeigt seine Rechenkünste und erzählt, wie die Zahlen entstanden sind.
für Grundschüler
Dauer: 45 Minuten
Kindergeburtstage – mit Spielen, Tricks und Zahlenzaubereien
Anmeldung für alle Angebote erwünscht! Besucherservice Fon: 0351/4887272
Pressemitteilung, 2.9.2009
Erlebnisland Mathematik: 1 Jahr – 70 Experimente – 70.000 Besucher
Mathematik ist vielfältig, lebendig, erlebnisreich, manchmal rätselhaft und oft auch verblüffend einfach und schön. Das konnten die 70.000 Besucherinnen und Besucher, darunter viele Schüler, seit einem Jahr in den Technischen Sammlungen Dresden erleben. Auf über 600 m² lässt sich Mathematik anhand von 70 Experimenten sinnlich erfahren. Dabei ist seit April 2009 mit dem „Epsilon – Erlebnisland für Kleine“ auch an die Kleinsten ab drei Jahre gedacht. Am kommenden Samstag, dem 5. September 2009, feiert das Erlebnisland Mathematik seinen ersten Geburtstag mit einer Geburtstagsshow für Groß und Klein! Um 14 Uhr überreicht Dr. Werner Barlmeyer, Vorsitzender des Fördervereins des Erlebnislandes Mathematik, Geschenke und Prof. Dr. Bernhard Ganter, wiss. Direktor, stellt neue Experimente vor. Der Zauberer Matthieu Anatrella zeigt zwischen 14.30 und 18 Uhr seine Kinderzaubershow. Um 15 Uhr hält Prof. Dr. Volker Nollau, wiss. Direktor, einen allgemeinverständlichen Vortrag zum Thema „Himmlische Kreise und Glücksräder“. Alle Besucherinnen und Besucher lädt Dr. Christoph Pöppe, Redakteur der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“, ein, mit ihm gemeinsam ein räumliches Gebilde aus Papier zu erschaffen, das die Mathematiker zur fraktalen Geometrie rechnen. Für das Geburtstagsfest des Erlebnislandes Mathematik hat Pöppe ein neues Fraktal aus Rhombendodekaedern konzipiert. Die Geburtstagsgäste sind mit Schere, Klebstoff und Ausdauer herausgefordert, sich in die Grenzgebiete der Geometrie vorzuwagen.
Einen Geburtstagskuchen mit dem Logo des Erlebnislandes gibt es im Café im Ernemannturm.
Freier Eintritt am 5. September in den Technischen Sammlungen Dresden
Junghansstraße 1-3, Dresden-Striesen
Das Erlebnisland Mathematik ist eine Gemeinschaftsproduktion der Technischen Universität Dresden, Fachrichtung Mathematik und der Technischen Sammlungen mit finanzieller Unterstützung des Sächsischen Kultusministeriums. Die Ausstellung wird im Frühjahr 2010 auf insgesamt 1000 m² erweitert. Außerdem wird im Oktober die museumspädagogische Werkstatt als "Erlebniswerkstatt" eröffnet. Die neue Ausstellung des Erlebnislandes wird, soviel kann schon verraten werden, vor allem Experimente zu Phänomen in der Musik, Kunst, der Biologie und Archäologie, zum Spiel mit dem Licht und der Kinematik bieten. Es wird Orte für weiterführende Erklärungen und vertiefende Informationen geben. Auch aktuelle Fragestellungen der Mathematik sollen allgemeinverständlich vorgestellt werden.
Für diesen weiteren Ausbau sind wieder als Kurator Dr. Michael Vogt und als Gestalterin Antje Werner verantwortlich.