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    • Fr 04.10.
    • 20.00 Uhr
      Aufstieg, 1976

      Museumskino

       

      Aufstieg, 1976

      Sowjetunion 1976 110 Min R: Larissa Schepitko D: Boris Plotnikow, Wladimir Gistjuchin, Ludmila Poljakowa, u. a.

       

      Irgendwo in der Sowjetunion im Winter 1942. Die deutsche Wehrmacht hat Teile des Landes besetzt und wütet unter der Zivilbevölkerung. Zwei Partisanen geraten in deutsche Gefangenschaft und werden vor die Entscheidung gestellt, mit dem Feind zu kollaborieren oder zu sterben. Die sensible, subtile und differenzierte Zeichnung der Charaktere, vor allem der Hauptfigur Sotnikows, dessen qualvoller Aufstieg zu seinem persönlichen Golgatha an die Kreuzigung Christi erinnert, und des Verräters Rybak, der letztlich wie Judas nicht mit seinem Verrat leben kann, lässt diesen Film zum eindrucksvollsten der Regisseurin Larissa Schepitko werden.
      Schepitko, von ihren Bewunderern „die Unvollendete“ genannt, konnte in ihrem kurzen Leben (1938-79) nur fünf Filme realisieren. Die Schülerin von Alexander Dowshenko und Michail Romm ist bei Cineasten hochgeschätzt, war in der Öffentlichkeit allerdings nicht so populär wie es ihrer außerordentlichen Begabung entsprochen hätte. Das ist darauf zurückzuführen, dass ihre Filme nie so ganz der offiziellen sowjetischen Ideologie folgten, sondern ihre sehr eigenen künstlerischen Wege gingen.
      Der renommierte Westberliner Theater- und Filmkritiker Friedrich Luft schrieb 1977 als „Aufstieg“ den Goldenen Bären der Internationalen Filmfestspiele für den besten Film erhielt: „Man sieht es, staunt und man merkt: Man ist erschüttert.“

    • Sa 05.10.
    • 14 bis 18 Uhr
      Ein Fotoportrait – wie früher

      Crashkurs analoge Fotografie

       

      Ein Fotoportrait – wie früher

      Handy raus und Selfies machen, das kann jeder. Früher waren Fotoportraits mehr als Schnappschüsse. Setzen Sie sich in Szene, fotografieren Sie analog und entwickeln dann die Bilder in der Dunkelkammer.

      Für Jugendliche und Erwachsene

      Kosten: 40 Euro

      Anmeldung unter 0351 488 7272

    • Sa 05.10.
    • 20.00 Uhr
      Aufstieg, 1976

      Museumskino

       

      Aufstieg, 1976

      Sowjetunion 1976 110 Min R: Larissa Schepitko D: Boris Plotnikow, Wladimir Gistjuchin, Ludmila Poljakowa, u. a.

       

      Irgendwo in der Sowjetunion im Winter 1942. Die deutsche Wehrmacht hat Teile des Landes besetzt und wütet unter der Zivilbevölkerung. Zwei Partisanen geraten in deutsche Gefangenschaft und werden vor die Entscheidung gestellt, mit dem Feind zu kollaborieren oder zu sterben. Die sensible, subtile und differenzierte Zeichnung der Charaktere, vor allem der Hauptfigur Sotnikows, dessen qualvoller Aufstieg zu seinem persönlichen Golgatha an die Kreuzigung Christi erinnert, und des Verräters Rybak, der letztlich wie Judas nicht mit seinem Verrat leben kann, lässt diesen Film zum eindrucksvollsten der Regisseurin Larissa Schepitko werden.
      Schepitko, von ihren Bewunderern „die Unvollendete“ genannt, konnte in ihrem kurzen Leben (1938-79) nur fünf Filme realisieren. Die Schülerin von Alexander Dowshenko und Michail Romm ist bei Cineasten hochgeschätzt, war in der Öffentlichkeit allerdings nicht so populär wie es ihrer außerordentlichen Begabung entsprochen hätte. Das ist darauf zurückzuführen, dass ihre Filme nie so ganz der offiziellen sowjetischen Ideologie folgten, sondern ihre sehr eigenen künstlerischen Wege gingen.
      Der renommierte Westberliner Theater- und Filmkritiker Friedrich Luft schrieb 1977 als „Aufstieg“ den Goldenen Bären der Internationalen Filmfestspiele für den besten Film erhielt: „Man sieht es, staunt und man merkt: Man ist erschüttert.“

    • Fr 18.10.
    • 20.00 Uhr
      Geschichte der Wände, 1979

      Museumskino

       

      Geschichte der Wände, 1979

      R: Vera Chytilova, 1979

      Der Film erzählt von einem Neubaugebiet, das noch nicht ganz fertigist. Da die Bewohner aber trotzdem schon eingezogen sind, müssen sie folgerichtig durch Schlamm stapfen, jede Meine Provisorien und mörderischen Baulärm ertragen. Nun könnte man vermuten, dass der Film nur eine bittere soziologische Anklage darstellt. Dem ist nicht so.

      Die feministische Regisseurin Vera Chytilova – besonders bekannt durch ihre Filme „Tausendschönchen“ und „Fauns allzuspäter Nachmittag“ – hat einen herrlich satirischen, aber auch poetischen Film geschaffen, der sich durch seinen avantgardistischen Filmstil auszeichnet. Ein paar Jahre war er in der CSSR verboten. Vera Chytilova hatte große Bedeutung innerhalb der „Neuen Welle“ des tschechoslowakischen Films der 60er Jahre. Nicht nur ihre Spielfilme sondern auch ihre Dokumentarfilme genießen große internationale Wertschätzung.

    • Sa 19.10.
    • 20.00 Uhr
      Geschichte der Wände, 1979

      Museumskino

       

      Geschichte der Wände, 1979

      R: Vera Chytilova, 1979

      Der Film erzählt von einem Neubaugebiet, das noch nicht ganz fertigist. Da die Bewohner aber trotzdem schon eingezogen sind, müssen sie folgerichtig durch Schlamm stapfen, jede Meine Provisorien und mörderischen Baulärm ertragen. Nun könnte man vermuten, dass der Film nur eine bittere soziologische Anklage darstellt. Dem ist nicht so.

      Die feministische Regisseurin Vera Chytilova – besonders bekannt durch ihre Filme „Tausendschönchen“ und „Fauns allzuspäter Nachmittag“ – hat einen herrlich satirischen, aber auch poetischen Film geschaffen, der sich durch seinen avantgardistischen Filmstil auszeichnet. Ein paar Jahre war er in der CSSR verboten. Vera Chytilova hatte große Bedeutung innerhalb der „Neuen Welle“ des tschechoslowakischen Films der 60er Jahre. Nicht nur ihre Spielfilme sondern auch ihre Dokumentarfilme genießen große internationale Wertschätzung.