Museumskino „ERNEMANN VII B“

Im Museumskino rattert`s noch im Vorführraum und ohne Filmvorführer geht gar nichts. Originale ERNEMANN VII B-Kinoprojektoren aus eigenem Sammlungsbestand werden regelmäßig zum Laufen gebracht und entführen in vergangene Filmwelten. Hier wird 35- und 16mm-Filmtechnik erlebbar.

Eine Besonderheit sind die Stummfilmabende mit Klavierbegleitung. Filmreihen, Specials, Filmnächte und Gespräche mit Filmschaffenden machen das kleine nostalgisch anmutende Kino auch zu einem Treffpunkt für Cineasten.

2018 hat das Museumskino ERNEMANN VII B einen der drei Programmpreise der DEFA-Stiftung erhalten.

Kartenreservierung:

T +49 (0)3 51 488 72 72

Eintrittspreise:

6  Euro / 5 Euro (erm.)
2 Euro Aufschlag bei Stummfilmen mit Livemusik

ERNEMANN VII B 2019 - Klappe, die 40.

Regie: Elem Klimow

Elem Klimow (geboren 1933 in Stalingrad, gestorben 2003 in Moskau) war ein  sowjetischer Filmregisseur, der mit seinen Filmen stets im Streit mit Zensoren stand, dem es aber trotzdem immer gelang, seine Filme auf die Leinwand zu brin-gen. Schon sein Diplomfilm „Herzlich willkommen oder Unbefugten ist der  Eintritt verboten“ (1964) erregte Aufsehen. Die in einem Pionierlager spielende Satire wurde zunächst kurzzeitig verboten, doch dann aber freigegeben und zu  einem Publikumserfolg. Wir zeigen in unserer Reihe die drei Filme Klimows, die den Weg ins deutsche Kino fanden. Mit Beginn der Perestroika beendete Klimow sein künstlerisches Schaffen, um als gewählter 1. Sekretär des Filmverbandes Wege für eine neue Orientierung des sowjetischen Kinos zu schaffen.

Welt im Kasten: Dresdner 3-D-Filmpioniere

Sonderreihe im Rahmen der Dauerausstellung

Der 3-D-Film fasziniert heutzutage viele Kinobesucher. Kaum bekannt ist, dass er seit der Entwicklung des bewegten Bildes eine stetige Herausforderung für Filmemacher war. Der Dresdner Ingenieur Günter Peschke ließ 1978 eine Schmalfilm-Stereokamera und einen dazugehörigen Projektor patentieren. In Eigenentwicklung und in Eigenbau schuf er feinmechanisch-optische Meisterwerke. Der Kameramann Ernst Hirsch gehörte zu seinen  frühen Förderern. In den 1970er und 1980er Jahren entstanden so  beeindruckende Stereo-Aufnahmen von der Stadt Dresden, dem Wirt-schaftsleben und dem Kunsthandwerk dieser Zeit.
In den letzten fünf Jahren wandte sich Günter Peschke einem anderen  Sujet zu: Dank neu konstruierter digitaler Kameratechnik sind nun Insekten die Stars seiner Kurzfilme geworden. Die dreidimensionalen Makro-Filmaufnahmen von Bienen, Wespen und Käfern lassen das Publikum in eine Welt eintauchen, die mit bloßem Auge verschlossen bleibt. Und der Humor kommt nicht zu kurz!

Klappe, die 40. Regie: Elem Klimow

Welt im Kasten: Dresdner 3-D-Filmpioniere