Seiichi Furuya Gravitation

Seiichi Furuya Gravitation

Seiichi Furuya
Gravitation
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Seiichi Furuya
Gravitation
Fotografien 1978 bis 1994

In Kooperation mit dem Kunsthaus Dresden und der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

Eröffnung: 1. April 2015, 18 Uhr

Die fotografische Arbeit von Seiichi Furuya (geb. 1950) ist durch sein Leben als Wanderer zwischen den Kulturen und Grenzgänger zwischen Ost und West geprägt. Der gebürtige, als Architekt und Fotograf ausgebildete Japaner kam 1973 nach Österreich und verbrachte wichtige Jahre seines Lebens, 1984 - 1987, im Osten Deutschlands, in der DDR. Zentrale Themen seines Werkes sind Reflexionen zum Leben mit seiner tragisch aus dem Leben geschiedenen Frau und dem gemeinsamen Sohn (Memoires) und, darüber vermittelt, die geschichtlichen Ereignisse im Zusammenhang mit dem politischen Systemwechsel in Staaten Zentral- und Osteuropas. 

Auch die aus ca. 50 Schwarzweißaufnahmen bestehende Serie „Gravitation“ entstand als Ergebnis einer auf die Essenz der Erinnerung zielenden Rückschau aus dem Abstand von Jahren, als Entnahme aus dem eigenen Bildarchiv. Die Motive - Aufnahmen, die hauptsächlich in Österreich und der DDR entstanden - verbinden sich über das Disparate und Vereinzelte zum Anzeichen eines intuitiv wahrnehmbaren Unheimlichen. Die Bildinhalte sind jeweils für sich genommen, als zumeist der europäischen Kultur zugehörig, doch mit einem fremdelnden Blick gesehen, zu entschlüsseln. Die Serie im Ganzen bildet einen Essay über die Brüchigkeit der kulturellen Schwerkraft, der Gravitation.

Sonderveranstaltung
am Donnerstag, 21. Mai 2015, 18 Uhr, im Kunsthaus Dresden

Seiichi Furuya
Was Wir Sehen. Dresden 1984 - 1985 im Kunsthaus Dresden und
Gravitation. Fotografien 1978 - 1994 in den Technischen Sammlungen Dresden


Künstlergespräch mit Seiichi Furuya im Kunsthaus Dresden

Abschied vom Alltag. Einige Positionen künstlerischer Fotografie in der DDR in den 1980er Jahren
Einführungsvortrag
Dr. Andreas Krase, Kustos für Fotografie und Kinematografie der Technischen Sammlungen Dresden

Mai 1984. Eine Montage zu tatsächlichen und fiktionalen Ereignissen in Dresden im Mai 1984
kommentierte Lesung
Manfred Wiemer

Eintritt frei
Ort: Kunsthaus Dresden

 

 

 

Sonderausstellung:

01.04.2015 – 12.07.2015